Gewalttat Tote und Verletzte bei Amoklauf in russischer Schule

In Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Republik Udmurtien, hat ein Angreifer in einer Schule mehrere Menschen getötet. Mindestens 20 Menschen erlitten Verletzungen. Unter den Opfern sind auch mehrere Kinder. Nach Angaben des regionalen Innenministeriums beging der Täter Selbstmord. Der Kreml stuft die Schüsse als "Terrorangriff" ein.

Viele Rettungswagen und Menschen auf einer Straße
An einer russischen Schule sind mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Bildrechte: IMAGO / SNA

In Russland sind bei einem Amoklauf an einer Schule nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Das nationalen Ermittlungskomitee in der Republik Udmurtien sprach zuletzt von 15 Toten. Darunter seien elf Kinder. Außerdem seien unter den getöteten Erwachsenen mindestens zwei Lehrer und zwei Wachleute.

Die Behörde hat die Zahl der Toten inzwischen mehrfach nach oben korrigiert. Das Innenministerium der Region hatte zuerst von mindestens sechs Toten und 20 Verletzten gesprochen. Die Ermittler bestätigten inzwischen, dass es 21 Verletzte gibt, darunter 14 Kinder.

Angreifer soll Hakenkreuz getragen haben

Die Gewalttat ereignete sich am Montag in der Stadt Ischewsk, der Hauptstadt der Republik Udmurtien. Sie liegt knapp 1.200 Kilometer östlich von Moskau. Der Täter hat sich dem Ministerium zufolge selbst getötet. Polizisten hätten seine Leiche gefunden. Der Angreifer soll ein Nazi-Hakenkreuz auf der seiner Brust getragen haben. Seine Identität ist noch nicht bekannt. Den Angaben zufolge war der Angreifer in die Schule eingedrungen und hatte zunächst einen Wachmann getötet. Zu den Hintergründen der Tat gab es zunächst keine Angaben.

Kreml stuft Attacke als "Terrorangriff" ein

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat die Attacke als "unmenschlichen Terrorangriff" verurteilt. Das teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau mit. Präsident Putin betrauere den Tod von Erwachsenen und Kindern in einer Schule. Der Angreifer gehöre offensichtlich einer neofaschistischen Gruppe an, sagte Peskow.

dpa/AFP/Reuters (kkö)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 26. September 2022 | 11:00 Uhr

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