Vulkanausbruch Neuer Lavafluss und Erdbeben auf La Palma

Auch über einen Monat nach dem Ausbruch des Vulkans auf La Palma kommt die Kanaren-Insel nicht zur Ruhe. Ein neuer Lavafluss hat sich seinen Weg gebahnt. Zudem wurde ein leichtes Erdbeben registriert. Eine Fläche von 866 Hektar ist bereits mit einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Rund 2.200 Gebäude sind zerstört. Mehr als 7.700 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Menschen blicken von El Paso auf einen ausbrechenden Vulkan.
Menschen blicken vom Ort El Paso aus auf den ausgebrochenen Vulkan. Bildrechte: dpa

Die seit über einen Monat von einem großen Vulkan-Ausbruch heimgesuchte Kanaren-Insel La Palma kommt nicht zur Ruhe. Der am 19. September erstmals nach 50 Jahren wieder aktiv gewordene Feuerberg am Gebirgszug Cumbre Vieja spuckt weiterhin Lava und Asche.

Neuer Lavafluss bahnt sich den Weg

Nach Angaben des kanarischen Vulkanforschungsinstituts Involcan wurde in der Nacht zu Sonntag eine weitere Erruption am Vulkan registriert. Ein mächtiger Lavafluss sei nahe des Ortes Tacande heruntergeflossen. Die Lava soll dabei einer Route gefolgt sein, die bereits durch frühere Ströme geschaffen worden war.

Lava-Fluss am Vulkan nahe El Paso auf La Palma
Neuer Lava-Fluss am Vulkan nahe El Paso auf La Palma Bildrechte: IMAGO / Agencia EFE

Leichtes Erdbeben der Stärke 3,8

Laut dem Internetforum "Volcano Discovery" wurde zudem gegen 8 Uhr Ortszeit ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,8 auf der Magnitudenskala registriert. Das Epizentrum habe sich 15 Kilometer südöstlich des Ortes Llanos de Aridane in einer Tiefe von 14 Kilometern befunden.

1.200 Fußballfelder mit Lava bedeckt

Seit der Vulkan vor fünf Wochen ausgebrochen war, hatte seine Lava nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus allein bis zum Donnerstag bereits rund 2.185 Gebäude zerstört. Mehr als 866 Hektar der 70.803 Hektar großen Kanaren-Insel waren bis zu diesem Zeitpunkt von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt.

Rote Lava schießt aus einem Vulkanschlot in den schwarzen Nachthimmel. 4 min
5.000 Menschen nach Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma in Sicherheit gebracht Bildrechte: Reuters

7.500 Menschen mussten Häuser verlassen

Seit dem Ausbruch des Vulkans im Süden der spanischen Insel vor der Westküste Afrikas mussten bislang 7.500 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Das sind fast zehn Prozent aller knapp 85.000 Bewohner La Palmas. Viele von ihnen werden nie wieder in ihre von der Lava zerstörten und verschütteten Häuser zurückkehren können.

Quelle: MDR/dpa (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. September 2021 | 13:00 Uhr

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