Volksentscheid Schweizer stimmen für gleichgeschlechtliche Ehen

Noch bis in die 90er Jahre führten manche regionalen Polizeistellen in der Schweiz "Schwulenregister", erst 2020 wurde Homophobie unter Strafe gestellt. Nun dürfen auch homosexuelle Paare heiraten - in Westeuropa ist die Schweiz damit eins der letzten Länder, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnet.

Personen feiern in einem Lokal der Befürworter für eine «Ehe für alle».
Menschen feiern in einem Lokal der Befürworter für eine «Ehe für alle». Bildrechte: dpa

Als eines der letzten Länder in Westeuropa öffnet die Schweiz die Ehe für queere Menschen. Bei der Volksabstimmung sprach sich die Mehrheit der Wahlberechtigten für das Gesetz, das eine gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt, aus. Nach einer ersten Hochrechnung stimmten 64 Prozent mit Ja.

Erst Anfang 2020 war in der Schweiz Homophobie unter Strafe gestellt worden. Das Schweizer Parlament fasste zudem einen Beschluss zugunsten der Ehe von Homosexuellen. Gegner setzten daraufhin eine Volksabstimmung durch, um das Gesetz noch zu verhindern.

Es sieht unter anderem vor, dass gleichgeschlechtliche Paare gemeinsam Kinder adoptieren können. Auch eine künstliche Befruchtung ist damit in einer Partnerschaft möglich.

Quelle: MDR, AFP / (rnm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. September 2021 | 14:00 Uhr

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