MDR | 28.09.2022 MDR-Koproduktion „Fritzi & Sophie“: Neue Animationsserie über die Friedliche Revolution

Basierend auf dem erfolgreichen Animationsfilm „Fritzi – eine Wendewundergeschichte“ über die Friedliche Revolution 1989 wurden in Dresden Aufnahmen für die Animationsserie „Fritzi & Sophie – Grenzenlose Freundschaft“ (AT) gedreht. Die Serie wird voraussichtlich im Herbst 2024 zum 35. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Ersten und bei KiKA zu sehen sein.

Szene aus der Animationsserie "Fritzi & Sophie - Grenzenlose Freundschaft" (AT)
Szene aus der Animationsserie "Fritzi & Sophie - Grenzenlose Freundschaft" (AT) Bildrechte: MDR/Balance Film/Trickstudio Lutterbeck

Die Serie erweitert und vertieft den Stoff des Films „Fritzi – eine Wendewundergeschichte“. In acht Folgen à 22 Minuten geht es um das Leben in der DDR, die Flucht in den Westen und den Neubeginn in der Bundesrepublik.

Zur Handlung: Die zwölfjährige Fritzi passt im Sommer auf den Hund von ihrer besten Freundin Sophie auf, die mit ihrer Mutter in Ungarn Urlaub macht. Doch nach den Ferien kommt Sophie nicht zurück, sie ist in den Westen geflohen. Fritzi sucht nach einem Weg, um ihr den Hund zurückzubringen. Dabei erkennt sie, wie eng die Grenzen in der DDR gesteckt sind. Sie schließt sich deshalb den Menschen an, die sich montags in der Nikolaikirche versammeln und für Freiheit und Selbstbestimmung demonstrieren.

Im Zentrum der Serie steht neben Fritzi nun auch ihre beste Freundin Sophie. „Fritzi & Sophie“ erzählt die Ereignisse im Jahr 1989 gleichberechtigt aus der Perspektive der beiden: Mit Sophie erlebt das Publikum ihre dramatische Flucht in den Westen. Mit Fritzi taucht man ein in die Ereignisse in Leipzig.

Anke Lindemann
Anke Lindemann, Leiterin der MDR-Redaktion Kinder und Familie Bildrechte: MDR/Daniela Höhn

„Der Kinofilm ‚Fritzi – eine Wendewundergeschichte‘ hat gerade bei der Zielgruppe der Sechs- bis 13-Jährigen enorm viele Fragen ausgelöst. Viele dieser Fragen beantworten wir nun in der Serie“, beschreibt Anke Lindemann, Leiterin der MDR-Redaktion Kinder und Familie, die Intention der Serie. „Warum ist Sophies Mutter in den Westen geflohen? Wie war das Ankommen in der BRD? Wie kommt Sophie in der neuen Schule zurecht? Mit zusätzlichen Schauplätzen und einem erweiterten Handlungszeitraum können wir beispielsweise mehr über die Umwelt- und Protestbewegung in der DDR erzählen und einen Blick hinter die Mauer in den Westen werfen.“

Anders als der 2D-Kinofilm „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ wird die Serie mit 3D Motion-Capture-Technik produziert. Dafür schlüpfen Darstellerinnen und Darsteller in Anzüge mit Sensoren. Ihre Bewegungen werden aufgezeichnet und auf die Animationsfiguren übertragen. So entstehen in Echtzeit animierte Sequenzen.

Die ARD-Koproduktion „Fritzi & Sophie“ wird unter der Federführung des MDR gemeinsam mit WDR und SWR von Balance Film, Trickstudio Lutterbeck und Studio FILM BILDER produziert. Regie führen Ralf Kukula, Matthias Bruhn und Thomas Meyer-Hermann. Das Drehbuch stammt von Beate Völcker und basiert auf der Buchvorlage „Fritzi war dabei: Eine Wendewundergeschichte“ von Hanna Schott. Die Redaktion beim MDR liegt bei Anke Lindemann, Sabine Scheuring und Florian Walter Friedrich, beim WDR bei Brigitta Mühlenbeck und beim SWR bei Stefanie von Ehrenstein. Gefördert wird die Produktion von BKM, Mitteldeutscher Medienförderung (MDM), Film- & Medienstiftung NRW und Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG).