MDR | 27.10.2021 „Reporter/Refugee“ gewinnt 10. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb

Im Finale des 10. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerbs im Rahmen von DOK Leipzig hat sich heute „Reporter/Refugee“ durchgesetzt. Die Idee von Tondowski Films aus Mühlenberge überzeugte mit einem hochaktuellen und vor allem gesellschaftlich relevanten Thema – der Aufarbeitung der Verbrechen am syrischen Volk.

Die Gewinner des ARD Dokumentarfilm Wettbewerb 2021: das Projekt „Reporter/Refugee“ von Tondowski Films. Im Bild Regisseur Adithya Sambamurthy (rechts). Der Preis wurde am 27. Oktober 2021 in Leipzig vergeben.
Die Gewinner des ARD Dokumentarfilm Wettbewerb 2021: das Projekt „Reporter/Refugee“ von Tondowski Films. Im Bild Junior-Producerin Sara Woldeslassie und Regisseur Adithya Sambamurthy von Tondowski Films. Der Preis wurde am 27. Oktober 2021 in Leipzig vergeben. Bildrechte: MDR/Stephan Flad

In "Reporter/Refugee" berichtet eine syrische Journalistin, die als Geflüchtete in Deutschland lebt, über den weltweit ersten Prozess gegen zwei Mitglieder des syrischen Regimes wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eines der Opfer ist die Journalistin selbst.

ARD-Chefredakteur Oliver Köhr
Jury-Vorsitzender und ARD-Chefredakteur Oliver Köhr Bildrechte: ARD/Laurence Chaperon

„‚Reporter/Refugee‘ behandelt ein hochrelevantes politisches Thema mit einer besonders einzigartigen Perspektive, die bewusst subjektiv gewählt ist“, begründet die Jury ihre Entscheidung. „Es geht um das Thema Gerechtigkeit und eine wegweisende Gerichtsentscheidung.“

Jury-Vorsitzender Oliver Köhr: „Somit vereint das Gewinnerprojekt des 10. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerbs alles, was einen preiswürdigen Dokumentarfilm ausmacht.“

Der Regisseur von „Reporter/Refugee“, Adithya Sambamurthy, zeigt sich überwältigt: „Ich bin ehrlich noch etwas sprachlos. Aber diese Entscheidung ist für uns enorm wichtig, denn sie zeigt, dass die ARD Vertrauen in unser Projekt hat. Zudem sind wir mit der Produktionsförderung in einer ganz anderen Lage. Wir können damit den Film in den nächsten neun, zehn Monaten fertigstellen. Wir sind überglücklich!“

Produktionskostenzuschuss und Sendeplatz im Ersten sowie in der ARD Mediathek

Die beteiligten Sender der ARD-Initiative – neben dem MDR sind dies BR, NDR, SWR, WDR und rbb – ermöglichen die Realisierung des preisgekrönten Projekts durch die Übernahme von Produktionskosten in Höhe von bis zu 250.000 Euro. Außerdem warten auf den Film ein Sendeplatz im Ersten Deutschen Fernsehen und eine Veröffentlichung in der ARD Mediathek.

Das war der 10. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb

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Logo ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb Bildrechte: Bavaria Entertainment GmbH

Aus den 40 Einsendungen hatte die Jury – bestehend aus programmverantwortlichen Vertretern der beteiligten Rundfunkanstalten unter Leitung des ARD-Chefredakteurs Oliver Köhr – fünf Projekte für das Finale nominiert. Gesucht war ein kreatives und innovatives dokumentarisches Highlight. Das Themenspektrum reichte in diesem Jahr von Weltraum über Rassismus bis hin zu Fußball. Die fünf ausgewählten Produzentinnen und Produzenten präsentierten am 27. Oktober ihre Konzepte samt Trailer für ihr 90-minütiges Filmprojekt bei einem Pitch.

Neben „Reporter/Refugee“ waren das: „Die 103 von Eberswalde“ von DOKfilm Fernsehproduktion aus Potsdam, „Das Wunder von Köpenick – Union“ von IT Works! Medien aus Berlin, „Weltraumfieber 2.0“ von Timeline Film + TV aus Frankfurt/Main und „The Dark Side of the Boom“ von zischlermann filmproduktion aus Berlin.