Haustier Nr.1 Was eine Katze braucht und was sie kostet

Die Katze ist das beliebteste Haustier der Deutschen, Stubentiger leben in rund einem Viertel der Haushalte. Worauf sollte man achten, damit sich die Samtpfote auch wohlfühlt?

Katze im Karton
Kartons sind ein beliebtes Spielzeug für Katzen. Und schwupps ist der Stubentiger drin! Bildrechte: imago images/alexmia

Durchschnittliches Alter von Katzen bei 16 Jahren

Eine Katze lebt circa 16 Jahre: Wer sich für eine entscheidet, ist entsprechend lange für sie verantwortlich. Füttern, Spielen, Streicheln und Schmusen sind nur einige der Pflichten, die auf den Katzenhalter zukommen werden. Katzen sind hingegen vieler anderslautender Meinungen nicht zwangsläufig Einzelgänger. Sie sind Tiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Ihre Sozialpartner suchen sie entweder bei anderen Katzen und/oder beim Menschen. Wer viel und lange arbeitet, sollte daher überlegen, sich zwei Katzen anzuschaffen.

Samtpfote aus dem Tierheim holen?

Häufig werden Haustiere über Zeitungsinserate oder durch Bekannte verkauft oder abgegeben. In jedem Fall ist es wichtig, sich vorher anzuschauen, wo die Katze herkommt. Denn je umsorgter das Tier, desto unkomplizierter und menschenzugänglicher wird es in der neuen Familie sein. Auch aus dem Tierheim kann die neue Katze kommen, zwar dauert es hier vielleicht etwas länger, bis man das Vertrauen des Tieres gewonnen hat, aber Geduld wird in vielen Fällen auch belohnt. Wer sich für eine Rassekatze interessiert, sollte diese bei einem seriösen Züchter kaufen. Hier hat man die Garantie, dass das Tier gesund ist und die wichtigsten Impfungen bekommen hat.

Was sollte man bei einer Jungkatze unbedingt beachten?

Wer eine Katze selbst großziehen möchte, sollte sie im Alter von zwölf Wochen zu sich holen. Aber bitte nicht vorher! Denn dann ist das Jungtier von seiner Mutter entwöhnt. Auch stubenrein sind die Kleinen dann oftmals schon. In den ersten Lebenswochen wird das soziale Verhalten weitestgehend geprägt. Beim Herumtollen in der kätzischen Umgebung wird das Konfliktverhalten, das Einsetzen der Krallen und auch die Beißhemmung trainiert. Auch das Putzen schauen sich die Samtpfoten dann in der Regel ab.

Fehlt hier der Kontakt zu Menschen allerdings ganz, könnte es sein, dass die erwachsene Katze dann eher scheu ist, sich ungern hochheben oder streicheln lässt. Wer also einen verschmusten Stubentiger haben möchte, sollte darauf achten, dass die Katze schon in den ersten Lebenswochen einen liebevollen Kontakt zu Menschen hatte. Darüber hinaus ist wichtig: Hat die Katze saubere Nasenlöcher und Ohren? Glänzen die Augen klar und sind nicht verklebt? Ist das Fell seidig-weich und ohne Kahlstellen? Außerdem sollte eine Katze in dem Alter lebhaft und verspielt sein.

Welche Kosten kommen auf Katzenbesitzer zu?

Eine Katze aus dem Tierheim kostet circa 100 Euro. Bis zu 2.000 Euro zahlen Besitzer für Rassekatzen, beziehungsweise Katzen vom Züchter. Außerdem kommen auf Katzenbesitzer beispielsweise Investitionen in ein Futter- und Wassernapf, Körbchen, Kratzbaum, Katzentoilette, Spielzeug, Balkonnetz, Katzentür, etc. zu. Jährlich müssen die Halter mit Kosten von ca. 700 Euro für Futter, Impfung, mehrmalige Entwurmung, Parasitenbehandlung, Einstreu für die Katzentoilette rechnen. Darüber hinaus sollte auch mit Tierarztbesuchen wegen Verletzungen oder Krankheit gerechnet werden. Dies kann durchaus hohe Kosten verursachen. Ob eine Tierkrankenversicherung sinnvoll sein könnte, sollte jeder für sich selber durchrechnen.

Eingewöhnen und chippen lassen

Junge Katzen wachsen schnell und müssen daher auch mehrmals am Tag gefüttert werden. Handelsübliches Fertigfutter eignet sich dafür gut, da es die wichtigsten Nährstoffe in der richtigen Ausgewogenheit enthält. Jungtiere sind besonders neugierig auf ihre neue Umgebung. Daher sollte man ihnen die Zeit geben, selbstständig im Haus oder der Wohnung zu schnuppern und alles zu entdecken. Wenn sie sich dann wohlfühlen und eingewöhnt haben, ist es Zeit, die Katze ins Freie zulassen, so es keine Hauskatze werden soll.

Falls das Tier noch keinen Gesundheitscheck hatte, sollte dieser jetzt unbedingt vom Tierarzt nachgeholt werden. Auch ist es sinnvoll, die Katze chippen zu lassen. Durch einen Mikrochip unter der Haut kann das Tier wiedergefunden werden, sollte es sich mal verirrt haben. Gerade in der ersten Zeit und bei Jungtieren ist es nötig, viel Zeit mit der Katze zu verbringen. So kann sich die Katze gut einleben.

Was macht die katzengerechte Wohnung aus?

Die Größe der Wohnung spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Katzengerecht  ist, wenn ein Kratzbaum, Katzentoilette und ein Körbchen für das Tier da sind. Auch über einen sonnigen Ruheplatz freuen sich Katzen. Mindestens einmal pro Woche sollte das Streu der Katzentoilette ausgetauscht werden, Häufchen müssen jeden Tag entfernt werden. Außerdem sollte die Toilette so in der Wohnung platziert werden, dass es für die Katze jederzeit zugänglich ist: ein ruhiger Ort, der leicht sauber zu halten ist. Ein Haushalt birgt auch Gefahren. So können gekippte Fenster für Katzen gefährlich sein, sowie herumliegende Plastiktüten oder giftige Zimmerpflanzen. Zur Ablenkung gibt es sogenanntes Katzengras – daran können die Tiere unbedenklich knabbern. Geschirrspüler oder Waschmaschinen sollten nie zugänglich sein für die Tiere.

Das beste Spielzeug für die Katze

Katzen zählen zu den Jägern. Neben Ruhephasen brauchen sie deshalb auch Momente der Spannung, die sie bei der Jagd ausleben können. Katzen die diesen Trieb nicht ausleben können, werden aggressiv, nervös und unzufrieden. So lange es baumelt, raschelt, sich bewegt oder rollt, ist es für die Tiere interessant. Auch der altbewährte Wollfaden sorgt für Spaß. Hier ist allerdings zu empfehlen, die Katzen nur unter Aufsicht damit spielen zu lassen, da sie sich schnell verheddern oder die Wolle schlucken. Auch Kleinigkeiten wie Korken, Bällchen, knisterndes Papier oder eine alte Socke werden schnell zum abwechslungsreichen Spielzeug.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN – Das Radio | 06. Juli 2022 | 11:10 Uhr

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