Hitze und Dürrefolgen Wasserentnahme-Verbote: Was gilt wo?

Die Hitzetage nehmen zu, Regen ist rar, Trockenheit macht sich breit. Immer mehr Landkreise verbieten, Wasser aus öffentlichen Gewässern zu entnehmen. Was bedeutet das? Und was gilt wo? Eine Übersicht für Mitteldeutschland.

Ein Eimer wird in Wasser getaucht.
Aufgrund der anhaltenden Dürre dürfen Privatpersonen bereits in verschiedenen Regionen kein Wasser mehr aus Seen und Bächen entnehmen. Bildrechte: Colourbox.de

Immer trocknere Flüsse und Böden

Flussbetten ziehen sich zurück, Wiesen geht das Gras aus und Äcker stauben vor Trockenheit. Schon längst wird wieder von einem Dürresommer gesprochen. Die Böden werden immer trockener und versiegeln damit nahezu. Fällt mal kurzzeitig Regen, perlt er zusehends darauf ab. Die Pegelstände der Gewässer sind bereits regional auf Niedrigstände zurückgeschrumpft.

Wasserentnahme-Verbote: Grundlage ist Wasserhaushaltsgesetz

Immer mehr Landkreise bundesweit verbieten die Wasserentnahme aus Flüssen, Seen, Bächen und Teichen – teils zeitweise. Auch das Bewässern von Äckern und Feldern ist mitunter inbegriffen. Grundlage für derartige Verbote ist das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes. Darin heißt es: "Jede Person darf oberirdische Gewässer in einer Weise und in einem Umfang benutzen, wie dies nach Landesrecht als Gemeingebrauch zulässig ist."

Verstöße können mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden

Der Paragraf 103 des Wasserhaushaltsgesetzes regelt die Bußgeldvorschriften. Wer sich nicht an die vor Ort geltenden Wasserentnahme-Verbote hält, riskiert eine Strafe von bis zu 50.000 Euro.

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MDR-Wirtschaftsredaktion

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 11 | 19. Juli 2022 | 11:00 Uhr

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