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Carsten Schneider, Ostbeaufragter (SPD).
Carsten Schneider, Ostbeaufragter (SPD)

"Es war eine bewusste Entscheidung von Olaf Scholz, das Thema Ostdeutschland im Kanzleramt zur Chefsache zu machen. Mein Ziel ist es, den Osten so attraktiv und weltoffen aufzustellen, dass er zu seiner pulsierenden Region wird, in der sich die Menschen wohlfühlen.
Die Ostdeutschen können stolz darauf sein, was sie erreicht haben. Was ich
mir wünsche ist, ein selbstbewussteres Engagement für die eigenen
Interessen."
Bildrechte: Photothek
Carsten Schneider, Ostbeaufragter (SPD).
Carsten Schneider, Ostbeaufragter (SPD)

"Es war eine bewusste Entscheidung von Olaf Scholz, das Thema Ostdeutschland im Kanzleramt zur Chefsache zu machen. Mein Ziel ist es, den Osten so attraktiv und weltoffen aufzustellen, dass er zu seiner pulsierenden Region wird, in der sich die Menschen wohlfühlen.
Die Ostdeutschen können stolz darauf sein, was sie erreicht haben. Was ich
mir wünsche ist, ein selbstbewussteres Engagement für die eigenen
Interessen."
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Dr. Julia Gabler, Professur Sozialer Wandel Hochschule Görlitz.
Dr. Julia Gabler, Professur Sozialer Wandel Hochschule Görlitz

Was und wer ist ostdeutsch? Die Frage ist bei genauerer Betrachtung nicht so leicht zu beantworten: Gilt, wer in der DDR geboren wurde? Oder in den Neuen Bundesländern, wer seit 20 Jahren in Ostdeutschland lebt?
Ostdeutsch ist ein Erfahrungs- und Identifikationsraum, der erst durch die Wende entstanden ist, und das politische, historische und wirtschaftlich Trennende seit der Vereinigung aufrechterhält. Ostdeutsch ist eine soziale Zuschreibung wie Selbstbeschreibung, mit der Stigmatisierungen und Defizite assoziiert, aber auch das kulturell Besondere sowie das Transformationserprobte thematisiert werden. Was sich daraus gesellschaftlich machen lässt, wird in den  Sozialwissenschaften seit 30 Jahren diskutiert und scheint paradoxerweise in den letzten Jahren auch politisch (wieder) an Relevanz zu gewinnen.
Bildrechte: Tine Jurtz
Tim Herden, ARD-Hauptstadtkorrespondent Berlin.
Tim Herden, ARD-Hauptstadtkorrespondent Berlin

31 Jahre nach der Deutschen Einheit ist es aus meiner Sicht aber auch richtig, Ostdeutschland nicht mehr als Sonderzone zu betrachten. Ich glaube sogar, dass diese vielen Debatten über Ost und West in den letzten drei Jahrzehnten das deutsche Zusammengehörigkeitsgefühl nicht verbessert, sondern die Spaltung vertieft haben.
Bildrechte: Tanja Schnitzler
Kathrin Uhlemann, neue Bürgermeisterin von Niesky in der Oberlausitz.
Kathrin Uhlemann, neue Bürgermeisterin von Niesky in der Oberlausitz Bildrechte: Tine Jurtz
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