Verkündigungssendung Das Wort zum Tag bei MDR SACHSEN

Täglich hören Sie das Wort zum Tag. Montags bis freitags gegen 5:45 Uhr und 8:50 Uhr, am Sonnabend gegen 8:50 Uhr, sonntags 7:45 Uhr. Das Wort zum Tag spricht in dieser Woche Pater Bernhard Venzke.

Donnerstag, 08.12.2022: Maria Empfängnis

Bernhard Venzke 2 min
Bildrechte: MDR/Kajetan Dyrlich
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gesprochen von Pater Bernhard Venzke

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Do 08.12.2022 05:45Uhr 02:11 min

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Wie, liebe Hörerin, lieber Hörer, beginnt ein gutes Buch? Mit einem guten Vorwort. Das heutige Fest, das wir Katholikinnen und Katholiken begehen, ist so ein gutes Vorwort. Es ist die Einleitung der Heilsgeschichte Gottes mit uns, die Jesus verkörpert. Es ist heute das Fest Mariä Empfängnis. Und weil das so manche Irritation auslöst, nenne ich es mal mit dem offiziellen Titel: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Ist - so glaube ich - einer der längsten Feiertagsnamen, die ich kenne. Und auch etwas sperrig, oder?

Um es gleich auch zu sagen, es geht nicht darum, dass Maria Jesus empfangen hat - das feiern wir neun Monate vor dem 25. Dezember - wie sich das bei uns Menschen gehört. Wir begehen mit diesem Tag die Vorbereitung der Geburt Jesu. Wir glauben nämlich, dass diese junge Frau Maria nicht mit einer Sünde behaftet war. Darüber mag man und auch die Frau sehr unterschiedlicher Meinung sein. Doch eigentlich ist - nach unserer Auffassung - Maria sozusagen das Urbild oder die Urform des Menschen, wie er vor dem Sündenfall war.

Wenn wir so wollen - die einzige paradiesische Ausgabe eines Menschen. Das hat sie offensichtlich auch befähigt, später dann dem Willen Gottes gegenüber vorbehaltlos offen zu sein, was wir am 25. März begehen. "Ja …", fragen Sie sich nun wahrscheinlich, " … und was hat das mit uns zu tun? Schließlich haben wir alle irgendwie Dreck am Stecken und sündigen!"

Klar! Stimmt! Nur - es geht eher um unsere Offenheit dem Willen Gottes und seinem Wohlwollen gegenüber. Mit unserem Wohlwollen - jetzt zu unseren Nächsten hin - verkörpern wir die Lehre dieses Jesus, den Maria zur Welt gebracht hat. So wird unser Glaube frucht- und erfahrbar. Können Sie direkt gleich mal ausprobieren …

Mittwoch, 07.12.2022: Ambrosius von Mailand

Bernhard Venzke 2 min
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gesprochen von Pater Bernhard Venzke

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mi 07.12.2022 05:45Uhr 02:06 min

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Der Heilige, den wir heute verehren, ist der heilige Ambrosius von Mailand, der im vierten Jahrhundert lebte. Er wurde wegen seiner Beliebtheit damals von den Leuten zum Bischof von Mailand gewählt. Tja. so war das halt damals. Der heutige 7. Dezember ist der Tag seiner Wahl und wurde zu seinem Gedenktag. Er tat viel für den Glauben der Kirche - aber auch für das Wohl der Armen.

Er verkaufte seinen Besitz und schenkte den Erlös den Armen. So hat er, wie ich glaube, am meisten der Kirche gedient. Offensichtlich war er auch recht lebensnah. So meinte er zum Beispiel, dass die Bibel nicht unsere wissenschaftliche Neugier befriedigen, sondern uns zu einem guten Leben anleiten will. Da wäre manches Unrecht vielen erspart geblieben, wäre das ernst genommen worden.

Der Bienenkorb, mit dem er unter Anderem dargestellt wird, weist auf seinen Fleiß und seine Gelehrsamkeit hin. Und dann gibt es da noch etwas, was ich als sehr wichtig erachte. Ambrosius meinte: "Hast Du Zeit zu einer Bitte, so hab auch Zeit zum Danken." Ja, es ist ein Zeichen für kultivierte Menschen, "Bitte" und "Danke" zu sagen. Das macht uns nämlich deutlich klar, dass wir nicht alles selber können oder müssen. Und es ist ein Zeichen dafür, dass es da immer noch Jemanden gibt, von dem oder der wir abhängig sind.

Für uns Christinnen oder Christen gehört an erster Stelle da natürlich Gott. Aber auch für den mitmenschlichen Bereich sind "Bitte" und "Danke" ziemlich wohltuend. An der Tankstelle ganz in der Nähe unseres Klosters stand eine ganze Weile folgender Spruch: "Wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass Worte wie ‚Bitte‘ und ‚Danke‘ keine gesundheitlichen Schäden verursachen." Und ich möchte ergänzen - wohl aber, wenn sie nicht ausgesprochen werden. Oder?

Das Wort zum Tag spricht in dieser Woche:

Bernhard Venzke
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Kurzbiografie Pater Bernhard Venzke

Pater Bernhard Venzke

geboren 1959 in Osterwieck/Harz | 1978–1982 Theologiestudium in Erfurt | Priesterweihe am 26. Juni 1988 in Sankt Albert, Leipzig | 1988–1991 Kaplan in Sankt Martin, Leipzig | 1991–1993 Studentenpfarrer in Sankt Thomas Morus, Berlin | 1993–1999 Teammitglied des Pfarrteams Sankt Paulus, Berlin | seit 2000 Subprior in Walberberg und Seelsorger an Sankt Albert, Walberberg | seit 2002 Direktor der Tagungsstätte Walberberg | ab 2005 Kreuzfahrtseelsorger in Hamburg | seit September 2007 Pfarrer an Sankt Albert, Leipzig

Verantwortlich für Verkündigungssendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie das Wort zum Tag...

... sind die Senderbeauftragten der evangelischen Landeskirchen, der evangelischen Freikirchen bzw. der römisch-katholischen Kirche.