Kanu | WM Tom Liebscher strebt Medaille im Vierer an

Vom 3. bis 7. August findet die Kanurennsport-WM im kanadischen Halifax statt. Der Olympiasieger von Rio de Janeiro und Tokio Tom Liebscher will trotz einiger Schwierigkeiten in dieser Saison im K4 über 500 Meter aufs Treppchen, erklärte der gebürtige Dresdner am Donnerstag in einer Videokonferenz des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV).

Max RENDSCHMIDT (GER) / Ronald RAUHE (GER) / Tom LIEBSCHER (GER) / Max LEMKE (GER)
August 2021: Der K4 holt mit der Besatzung Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.l.n.r.) Olympia-Gold in Tokio. Bildrechte: imago images/Sven Simon

WM-Saison mit Startschwierigkeiten

Am 3. August stehen für Tom Liebscher bei der Weltmeisterschaft in Kanada die Vorläufe im Vierer der Rennkanuten an. Der Weg dorthin verlief für den 29-Jährigen, der zum WM-Auftakt auch noch seinen Geburtstag feiert, alles andere als leicht. Beim ersten Weltcup der nacholympischen Saison am 20. Mai im tschechischen Racice wurde der K4 im Finale hinter Spanien, der Ukraine und Litauen nur Vierter. Erst im zweiten Anlauf beim Weltcup in Poznan neun Tage später konnte mit Platz zwei das Ticket für Halifax gebucht werden.

"Kommen immer besser in Schuss"

"Wir sind guter Dinge. Wir sind in den letzten drei Monaten nach den Weltcups immer besser in Schuss gekommen im Vierer und werden immer schneller. Wir freuen uns langsam, dass die WM kommt", sagte Liebscher, der wegen fehlender Trainingseinheiten nur im Vierer an den Start geht. Das Ziel im K4 ist mit einem Podestplatz klar vorgegeben. "Da werden wir darum mitkämpfen und alles was dann noch hinzukommt, dafür werden wir jeden Meter fighten."

Tom Liebscher beim Training auf der Elbe
Tom Liebscher beim Training auf der Elbe. Bildrechte: IMAGO / Hentschel

Für den angestrebten Erfolg wurde in den letzten Wochen jede Menge trainiert und ausprobiert. So steht nun fest, dass Liebscher in der Sitzkombination im Boot wie in Rio an der zweiten Stelle Platz nehmen wird. Als ärgste Medaillen-Konkurrenten sieht Liebscher die Teams von Spanien und der Ukraine.

Top-Leistung zur WM ist Pflicht

Die WM ist für die deutschen Boote der prestigeträchtigste Wettbewerb in diesem Jahr, auch wenn bereits zwei Wochen später die Heim-EM in München (18. - 21. August) ansteht. "Wir können es uns nicht leisten, die WM nur als Durchgangsstation zu nehmen, weil bei der WM wird alles abgerechnet, also die komplette Sportförderung fürs nächste Jahr. Das heißt, wir müssen da unsere Leistung bringen. Punkt", erklärte Liebscher.

Vorschaubild Liebscher 1 min
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red/dkv

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. August 2022 | 19:30 Uhr

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