Wintersport | Nordische Kombination Umfangreiches Reformpaket in der Nordischen Kombination

Die Nordische Kombination muss attraktiver werden. Dazu hat der Ski-Weltverband FIS ein Reformpaket geschnürt, um den olympischen Fortbestand der Sportart sowie die Aufnahme der Frauen in das olympische Programm 2030 zu ermöglichen.

Eric Frenzel
Einer der erfolgreichsten Nordischen Kombinierer: Olympiasieger Eric Frenzel vom SSV Geyer. (Archiv) Bildrechte: imago images/GEPA pictures

Mit einer umfangreichen Reform der Nordischen Kombination will der Ski-Weltverband Fis den olympischen Fortbestand der Sportart sowie die Aufnahme der Frauen in das olympische Programm 2030 ermöglichen. Das gab Lasse Ottesen, Wettkampfdirektor der Kombinierer, am Mittwoch in Kranjska Gora bekannt.

Beim Forum Nordicum, dem jährlichen internationalen Treffen der nordischen Skisport-Journalisten, sagte der Norweger, man arbeite daran, die Sportart attraktiver zu machen. Die Ablehnung der Aufnahme der Frauen-Kombination ins Olympia-Programm 2026 durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Mai sei ein Schock gewesen.

Weniger Starter - Mixed-Team-Wettkampf

Zu den Vorschlägen, die das IOC der FIS gemacht hat, gehört für die Spiele 2026 eine Reduzierung der Athletenzahl von 55 auf 36. Diese sollen wie bisher je einen Wettkampf mit Springen von der Normal- und Großschanze sowie anstelle eines Mannschaftswettbewerbs einen Team-Sprint absolvieren. Bei einer Aufnahme der Frauen soll es 2030 Wettkämpfe für beide Geschlechter mit Springen von der Normal- und Großschanze sowie einen Mixed-Team-Wettkampf geben.

Mehr Chancengleichheit

Um dem IOC den Reformwillen zu zeigen, wird gerade ein Konzept ab der Saison 2023/24 diskutiert. Dieses sieht zahlreiche Veränderungen im Weltcup vor. So soll es einen Super-Sprint geben wie auch Massenstart- und Mixed-Teamevents. Auch neue Startzeiten sollen die Attraktivität erhöhen. Zudem sollen alle Teilnehmer das gleiche Skiwachs benutzen, und auch das Equipment in Sachen Sprung- und Laufanzüge soll reglementiert werden, um für mehr Chancengleichheit auch für die schwächeren Nationen zu sorgen.

Große Nationen helfen kleinen Nationen

Um mehr Nationen und Sportler zur Kombination zu ermutigen, soll es Entwicklungsprogramme geben. So sollen die großen Nationen Deutschland, Norwegen, Österreich und Japan kleineren Nationen helfen, mit ihnen trainieren und sie auch in ihre Erfolgsgeheimnisse einweihen. "Dazu ist aber die Bereitschaft der Nationen erforderlich", sagte Ottesen.

jmd/dpa

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