Schwimmen | WM Fünfte WM-Medaille: Schwimmer Wellbrock stellt "Albatros"-Rekord ein

Der Magdeburger Ausnahmeschwimmer Florian Wellbrock hat den Uralt-Rekord von Michael Groß eingestellt. Über 10 Kilometer im Freiwasser jubelte der Magdeburger nach Fotofinish.

Freistil-Schwimmer krault in offenem Wasser.
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Der Magdeburger Schwimmer Florian Wellbrock hat den historischen WM-Rekord von Michael Groß eingestellt und seine fünfte WM-Medaille in Budapest geholt. Im Zehn-Kilometer-Freiwasser-Schwimmen wurde der 24-Jährige am Mittwoch (29.06.2022) nach Fotofinish Dritter.

Italienischer Doppelsieg

Einen überlegenen Sieg feierte der Italiener Gregorio Paltrinieri, der nach 1:50:56,80 Stunden als Erster vor Landsmann Domenico Acerenza (+ 1,4 Sekunden) anschlug. Im Kampf um Rang drei setzte sich Wellbrock 14,4 Sekunden nach Paltrinieri knapp gegen den Franzosen Marc-Antoine Olivier (+, 14,7 Sekunden) durch. Auch der zweite Deutsche im Schwimmerfeld, Niklas Frach, schwamm ein starkes Rennen: Der 24-Jährige aus Gelnhausen kam auf Rang sieben (+ 49,0 Sekunden).

Wellbrock verpasst Titel-Triple

Wellbrock stellte mit fünf WM-Medaillen von Budapest den 40 Jahre alten Rekord von "Albatros" Groß ein. Der Magdeburger hätte sogar einen eigenen Rekord aufstellen können: Zu seiner dritten Freiwasser-Goldmedaille nach seinen Siegen im Team und über 5 Kilometer fehlten dem zweifachen Olympiamedaillengewinner aber gut 14 Sekunden. Wellbrock schwamm das Rennen im warmen Wasser des Lupa-Sees von Budapest von Beginn an von vorn. Auf den letzten 300 Metern musste der Deutsche aber das italienische Duo Paltrinieri und Acerenza ziehen lassen.

Wellbrock: "Zwiegespalten"

So fiel die Bilanz für Wellbrock, der wie schon über 1.500 Meter im Beckenschwimmen als Titelverteidiger ins Wasser gegangen war, etwas "zwiegespalten" aus. "Zweiter Titel, den ich nicht verteidigen konnte, dennoch bin ich mit der Bronzemedaille sehr happy. Ich kann mit erhobenem Haupt zur Siegerehrung gehen."

5 Kilometer der Frauen: Beck wird Zweite

Zuvor über 5 Kilometer der Frauen hatte mit Leonie Beck ebenfalls eine Deutsche eine Medaille gewonnen. Die Würzburgerin wurde in einem packenden Finish Zweite. Die 25-Jährige musste sich nur knapp der Niederländerin Sharon van Rouwendaal geschlagen geben, schlug aber knapp vor der Brasilianerin Ana Marcela Cunha an. "Eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft ist wirklich top. Am Ende braucht man auch das Quäntchen Glück. Aber Zweite in diesem Feld ist wirklich sehr, sehr gut", freute sich Beck nach dem Wettkampf.

Die niederländische Siegerin van Rouwendal ist eine Trainingskollegin von Wellbrock - auch sie trainiert in Magdeburg.

Dirk Hofmeister (mit dpa/sid)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 29. Juni 2022 | 19:30 Uhr

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