Wintersport am Sonntag Stockbruch verhindert Top-Platzierung für Hennig - Rodel-Youngster überzeugt

Auch am Sonntag werden im Wintersport wieder fleißig Weltcup-Punkte gesammelt. In Lillehammer hat Katharina Hennig Pech im Langlauf-Finale, während in den Eiskanälen zwar nicht alles glänzt, aber trotzdem Grund zur Freude da ist.

Frida Karlsson und Katharina Hennig nach dem Rennen, 20 km Cross Country in Lillehammer.
Frida Karlsson tröstet Katharina Hennig nach dem Rennen, 20 km Cross Country in Lillehammer. Bildrechte: MAGO/MARIUS SIMENSEN

Sie musste nach dem Rennen getröstet werden! Langläuferin Katharina Hennig hatte das Massenstart-Podium lange im Visier, doch dann brachte sie ein Missgeschick aus dem Tritt. Lange ärgern wollte sie sich darüber aber nicht. In Innsbruck hatte eine sächsischer Nachwuchsrodler viel Grund zur Freude.

Hennig will sich nach Malheur "in den Po beißen"

Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig hat mit reichlich Pech ihre dritte Podestplatzierung im WM-Winter verpasst. Beim Klassik-Massenstart von Lillehammer über 20 km erlitt die 26-Jährige aus Oberwiesenthal am Sonntag (4.12.2022) kurz vor dem Ziel einen Stockbruch und landete schließlich auf einem immer noch starken siebten Platz.

Hennig hatte sich rund 2,5 km vor dem Ziel mit den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Andersson abgesetzt, als sie wenig später offenbar ohne Fremdverschulden ihren linken Stock halbierte. Hennig fiel kurz zurück, kämpfte sich mit dem Verfolgerfeld wieder heran, im Finale fehlten ihr dann aber die nötigen Kräfte. "Es ist echt ärgerlich. Wir drei waren schon weg, und dann bricht mir der Stock. Ich könnte mir echt in den Po beißen", sagte Hennig in der ARD: "Aber ich habe schon zwei Podestplätze, das ist ein Traum, und deshalb höre ich jetzt auch auf, mich zu ärgern."

Schwedin Karlsson gewinnt

Karlsson setzte sich schließlich mit 0,6 Sekunden Vorsprung auf die Weltcup-Gesamtführende Tirill Udnes Weng (Norwegen) durch und feierte ihren zweiten Saisonsieg, Andersson (+1,2 Sekunden) wurde Dritte. Hennig hatte bereits am Freitag für eine kleine Sensation gesorgt, als sie sich im Einzel nur knapp der US-Amerikanerin Jessie Diggins geschlagen geben musste.

Victoria Carl, die gemeinsam mit Hennig Gold in Peking gewonnen hatte, wurde 17. mit einem Rückstand von 25,9 Sekunden. Laura Gimmler beendete das Rennen auf Platz 24 (+1:28,5 Minute), Lisa Lohmann wurde 33. (+2:51,6 Minuten).

Friedrich feiert 70. Weltcupsieg

Francesco Friedrich macht auch im nacholympischen Winter einfach weiter - und kümmert sich um die allerletzten weißen Flecken in seiner Siegerliste.

Rodeln: Chemnitzer Grancagnolo mit starkem Weltcup-Debüt

Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch konnte die Dominanz der österreichischen Rennrodler beim Weltcup-Auftakt in Innsbruck nicht verhindern. Der 33-Jährige musste gleich im ersten Rennen der neuen Saison am Sonntag im Olympia-Eiskanal den ersten Rückschlag der Saison hinnehmen und stürzte nach durchwachsenem ersten Lauf im zweiten bei der Anfahrt zur Kurve 14. Er beendete das Rennen auf Platz 15. Auf das Podest kamen wie am Vortag bei den Frauen und Doppelsitzern die Österreicher. Nico Gleirscher gewann vor Wolfgang Kindl und Jonas Müller. Bester deutscher Rodler war der erst 19 Jahre alte Timon Grancagnolo. Der Chemnitzer belegte in seinem ersten Weltcuprennen am Ende den siebten Rang. Im abschließenden Sprint wurde er beim nächsten Sieg von Gleirscher Zehnter.

Orlamünder/Gubitz auf Platz drei

Im Doppelsitzer-Sprint rasten Hannes Orlamünder/Paul Constantin Gubitz aus Zella-Mehlis auf Platz drei. Fünfte wurden die Olympiazweiten Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl). Nicht zu schlagen war auch am Sonntag ein Team aus Österreich, mit Yannick Müller und Armin Frauscher.

Taubitz sprintet auf Podium

Die Frauen sprinteten mit ordentlicher mitteldeutscher Beteiligung: Gesamtweltcup-Gewinnerin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) kam als Dritte auf das Podium, die deutsche Hoffnung Merle Fräbel (Suhl) wurde Fünfte, zwei Plätze vor Dajana Eitberger (Ilmenau). Schnellste war Madeleine Egle (Österreich).

Beim neuen Weltcup-Wettbewerb "Doppelsitzer der Frauen" fuhren Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal (Altenberg/Winterberg) im Sprint auf Rang zehn. Beide waren 1,071 Sekunden langsamer als die Gewinnerinnen, das italienische Duo Andrea Vötter Marion Oberhofer. Am Vortag hatten die Weltmeisterinnen Degenhardt/Rosenthal Position zwei belegt.

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red/dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 04. Dezember 2022 | 19:30 Uhr

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