"SpiO"-Frühstück Niners-Kapitän Ziegenhagen vor Playoffs und emotionalem Abschied

Die Niners Chemnitz schreiben weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Vor dem Start in die BBL-Playoffs sprachen wir im "SpiO"-Frühstück mit Kapitän Malte Ziegenhagen, für den es "ganz schön emotional" werden wird.

"SpiO"-Frühstück 36 min
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Die Spieler der Niners Chemnitz jubeln
Die Identifikationsfigur bei den Niners Chemnitz: Malte Ziegenhagen. (Archiv) Bildrechte: IMAGO/Eibner

Möglicherweise werden es die Münchner

Malte Ziegenhagen ist einer der prägenden Persönlichkeiten bei den Niners Chemnitz. Seit 2016 spielt der gebürtige Berliner bei den Sachsen, ist mit ihnen ins Basketball-Oberhaus aufgestiegen und will nunmehr in den Playoffs für Furore sorgen. Allerdings haben die Niners einen ganz schweren Gegner vor der Brust. Am Mittwoch (11. Mai) fällt die endgültige Entscheidung, mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es das Team von Bayern München sein. Darauf richten sich die Niners schon einmal gedanklich ein, auch Malte Ziegenhagen.

Niners als Bayern-Schreck

Wenn jemand weiß, wie die Bayern zu bezwingen sind, dann die Chemnitzer. Drei Spiele haben sie bisher gegen die Münchner gewonnen, einmal verloren. "Man sagt uns seit dieser Saison nach, dass wir der Bayern-Schreck sind", bekräftiget Ziegenhagen und ergänzte: "Es besteht immer eine Chance. Es ist immer eine weitere Motivation, gegen so einen Klub wie die Bayern zu bestehen. Es wird die Halle beben, wenn sie in Spiel drei zu uns kommen."

In der "Best-of-five"-Serie würden die Niners erst zwei Auswärtsspiele bestreiten müssen, danach folgen zwei Heimauftritte, bevor es zum Schluss wieder nach München geht. Vorausgesetzt, Ziegenhagen & Co. halten die Serie bis zum Schluss spannend.

Genaralprobe verpatzt

Es hätte bezüglich des Tabellenplatzes durchaus anders kommen können, wenn die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore nicht das letzte Punktspiel bei den Crailsheim Merlins mit 93:95 verloren hätte. So blieb es bei Rang sechs. Malte Ziegenhagen fand es sehr bitter, wie es gelaufen ist: "Wir haben uns das selber sehr schwer gemacht. Es könnte wohl anders laufen, wenn wir als Vierter in die Playoffs gehen könnten. Mit dem Heimpublikum. Und wir hätten auch nicht Bayern München vor der Brust. Wir werden es dennoch genießen und frei aufspielen. Wir müssen einfach hart spielen."

"Das ist dann Genugtuung"

Einen kleinen Seitenhieb auf den möglichen bayerischen Kontrahenten mit ihrem Kulttrainer Andrea Trinchieri konnte sich Ziegenhagen dann doch nicht verkneifen: "Wenn man gegen Bayern-Trainer Trinchieri einen Sieg einfährt und dann sein Gesicht sieht - das ist dann Genugtuung."

"Wenn das letzte Spiel gelaufen ist, wird es ganz schön emotional für mich"

Für Malte Ziegenhagen war die letzte Saison mehr eine "Achterbahnfahrt", denn so viele Einsatzzeiten wie gewünscht bekam er dann doch nicht. Dennoch, der 31-Jährige ist Kult in Chemnitz und wurde schon scherzhaft als neuer Bürgermeister vorgeschlagen. Dennoch soll nach dieser Saison erst einmal ein Cut gemacht werden.

"Ich habe nicht bewusst gesagt, dass es jetzt das Ende ist. Es könnte sein, dass ich mich im Sommer noch einmal anders orientiere. Ob ich noch woanders spiele, dafür habe ich noch keine Fantasie. Ich möchte das erst einmal in Chemnitz abschließen und genießen", sagte Ziegenhagen. Eins weiß er aber: "Wenn das letzte Spiel gelaufen ist, wird es ganz schön emotional für mich."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. Mai 2022 | 09:00 Uhr

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