Eishockey | DEL2 Eispiraten mit gemischten Gefühlen vor Testspielauftakt

Nach der besten Hauptrunde seit vielen Jahren ist die Stimmung bei den Eispiraten Crimmitschau in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit aus sportlicher Sicht ganz gut. Allerdings muss sich der Verein Gedanken wegen der Energiekrise machen. Im Gespräch ist auch die Verkleinerung der Eisfläche auf das NHL-Maß.

Die Eispiraten Crimmitschau sind heiß auf die neue Spielzeit. Nach knapp anderthalb Wochen Vorbereitung stehen an diesem Wochenende die ersten Testspiele an. "Wir haben hart trainiert. Alle freuen sich, dass es nun wieder mit den Vorbereitungsspielen wieder losgeht", erklärte Trainer Marian Bazany im MDR-Gespräch. Nach der stärksten Saison seit langem gelang dem ETC als Tabellensechster die direkte Playoff-Qualifikation. Dort war zwar schon in der ersten Runde gegen Ravensburg Schluss, aber das Team hat sein Potential mehr als nur angedeutet.

Entsprechend blieb die Mannschaft zu großen Teilen zusammen, taktisch soll sich ebenfalls nicht viel ändern, verriet Bazany. "Wir werden unserem System treu bleiben und wollen schnelles, attraktives Eishockey spielen. Wir wollen das Tempo vorgeben. Unsere Mentalität wird die gleiche bleiben." Bisher sind acht Neue nach Westsachsen gekommen, in der Offensive konnte Crimmitschau "gewisse Qualität gewinnen". Nun gelte es sich "als Mannschaft zu finden und eine Einheit zu formen".

Jörg Buschmann (Geschäftsführer Eispiraten Crimmitschau) 6 min
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Energiekrise könnte zum Problem für den Etat werden

Während auf dem Eis also alles nach Plan läuft, gibt es im Büro des Geschäftsführers Sorgenfalten. Die Energiekrise sorgt für erhöhte Kosten, die so im Etat nicht vorgesehen sind. Der Verein habe bereits erste Ansätze gefunden, Energie einzusparen. Allerdings ist das Stadion ein echter Energiefresser. Durch die offenen Seiten muss gerade an warmen Sommertagen mehr gekühlt werden, als in geschlossenen Hallen. "Deshalb werden wir Themen wie Modernisierung und erneuerbare Energie in die Gespräche mit einfließen lassen, um in der Zukunft vernünftigen Profisport darstellen zu können", so Geschäftsführer Jörg Buschmann. Wenn der Preisanstieg in naher Zukunft auf konstantem Niveau bleibt, könnte das das Budget mit einer mittleren sechsstelligen Summe belasten.

Kunsteisstadion im Sahnepark Crimmitschau
Das Kunsteisstadion im Sahnepark Crimmitschau hat keine geschlossenen Wände hinter den Tribünen. Bildrechte: IMAGO / photoarena/Eisenhuth

Kleiner Eisfläche = geringere Kosten

Um die Kosten abzufangen gebe es mehrere Möglichkeiten. "Sicherlich bedarf es Unterstützung vom Land und vielleicht auch von der Bundesregierung. Wir müssen außerdem schauen, wie man Kosten kompensieren kann, evtl. über Ticketing oder Sponsoring", so Buschmann weiter. Bevor jedoch die Ticketpreise erhöht werden will der Verein nach anderen Wegen suchen. So ist etwa auch eine Reduzierung der Eisfläche ein Thema.

In der nordamerikanischen Profiliga NHL wird etwa auf einer kleineren Fläche gespielt. Das sorgt nicht nur für mehr Action im Spiel, es muss auch schlicht weniger Energie für die Kühlung des Eises aufgebracht werden. In Crimmitschau könnten durch dieses Vorgehen etwa 18 Prozent der Kosten pro Jahr eingespart werden.

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red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. August 2022 | 19:30 Uhr

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