Fußball | Bundesliga Spektakel und Punkteteilung bei RB Leipzigs Auftritt in Köln

5. Spieltag

RB Leipzig und der 1. FC Köln haben sich am Samstag (18.09.2021) einen Wahnsinns-Fight geliefert. Sechs Tore wurden erzielt, aber nur zwei davon gingen in die Wertung ein. In Rückstand riss RB das lange ausgeglichene Spiel an sich, vergab aber zahlreiche Großchancen. Am Ende hatte das Marsch-Team dann jedoch Glück, dass es nicht mit leeren Händen dastand. Es war ein 1:1 der außerordentlich guten Sorte.

Jan Thielmann (29, Koeln) (v.l.) und Lukas Klostermann (16, RB Leipzig)
Bildrechte: PICTURE POINT / R. Petzsche

RB-Coach Jesse Marsch nahm nach dem 3:6 (1:3) gegen Manchester City in der Champions League gleich fünf Veränderungen vor. Nordi Mukiele, Angelino, die Doppelsechs mit Tyler Adams und Konrad Laimer sowie Emil Forsberg mussten weichen. Dafür rückten Mohamed Simakan, Josko Gvardiol, Amadou Haidara, Kevin Kampl und Dominik Szoboszlai ins Team.

RB startet mit Feuerwerk

Die Partie in Müngersdorf brauchte keine lange Anlaufphase. Beide Teams pressten hoch und wollten nah am gegnerischen Tor in Ballbesitz kommen. Gleich nach drei Minuten vergab Dani Olmo eine Hereingabe von Christopher Nkunku. Zwei Minuten später schoss Szoboszlai die Kugel in die Maschen, stand aber eine Fußspitze im Abseits. Kurz darauf traf Nkunku nur den Pfosten (8.). Doch auch Köln spielte mutig nach vorne, die erste richtig gefährliche Situation war gleich ein Pfostenkracher von Ondrej Duda. Da waren lediglich zwölf Minuten gespielt.

 Dominik Szoboszlai (17, RB Leipzig) und Torwart Timo Horn (1, Köln)
Dominik Szoboszlai trifft, aber das Tor zählt nicht. Bildrechte: PICTURE POINT / R. Petzsche

Die Partie wurde sehr leidenschaftlich geführt, viele Zweikämpfe waren die Folge. Teilweise auch mit zu viel Einsatz: Kölns Rafael Czichos musste bereits nach einer halben Stunde vom Feld, weil er gelb-rot-gefährdet war. Beide Teams waren zum Ende der ersten Halbzeit zwar weiterhin bemüht, brachten aber den letzten Pass nicht richtig an, nahmen den Ball nicht richtig mit (André Silva nach Pass von Gvardiol/42.) oder waren im Abschluss zu ungenau (Jonas Hector/45.). So blieb ein Kölner Abseitstor von Mark Uth nach Vorlage von Anthony Modeste der größte Aufreger (38.) vor der Pause.

Köln kommt mit Wucht aus der Kabine

Der zweite Durchgang startete ähnlich rasant. Lukas Klostermann schoss nach einer Ecke per Aufsetzer aus wenigen Metern nur knapp neben das Tor (48.). Im direkten Gegenzug musste RB-Keeper Peter Gulacsi gegen Duda parieren. Bei der anschließenden Ecke köpfte Modeste ebenfalls nur knapp daneben.

Wenig später überschlugen sich die Ereignisse. Erst traf Modeste wieder aus Abseitsposition ins Tor (50.). Drei Minuten später war der Ball nach einem Schuss von Modeste erneut im RB-Tor, diesmal entschied das Schiedsrichtergespann auf Foul an Simakan, der unfreiwillig auf den Kölner vorlegte. Doch nach Rücksprache mit dem VAR schaute sich Schiedsrichter Dr. Felix Brych die Situation noch einmal an und entschied knapp drei Minuten nach der Aktion auf Tor für Köln (57.).

Anthony Modeste (27, Koeln) trifft zum 1:0.
Anthony Modeste (27, Koeln) trifft zum 1:0. Bildrechte: IMAGO / Picture Point LE

Timo Horn gegen RB Leipzig - Haidara trifft zum 1:1

Nach zwei weiteren guten Situationen für Köln übernahm RB das Spielgeschehen. Nach einem Solo von Nkunku traf der eingewechselte Forsberg (66.). Alles stand schon zum Wiederanpfiff bereit, da entschieden die Video-Referees im "Kölner Keller" auf Abseits. Es war das vierte nicht gegebene Tor an diesem Abend. Drei Minuten später aber durfte RB dann doch jubeln. Eine Ecke von Szoboszlai köpfte Haidara am kurzen Pfosten unbewacht ein.

Der Druck von RB wurde immer größer, Köln wurde eingeschnürt und konnte sich bei Horn bedanken, der Schuss um Schuss entschärfte. Nkunku, Szoboszlai (80./90.) oder auch Yussuf Poulsen (81.) ließen beste Chancen liegen. In der 94. Minute vergab Kölns Duda den möglichen Sieg für sein Team, als er einen Abpraller von Gulacsi aus sechs Metern zurück in dessen Arme spielte. Das Tor war leer gewesen.

Amadou Haidara (8, RB Leipzig) trifft zum 1:1. Ausgleich.
Amadou Haidara (8, RB Leipzig) trifft zum 1:1. Ausgleich. Bildrechte: PICTURE POINT / R. Petzsche

Stimmen zum Spitzenspiel

Jesse Marsch (Leipzig): "Das war sicherlich kein langweiliges 1:1 heute. Beide Mannschaften haben viel investiert und alles gegeben. Es war ein verrücktes Spiel mit vielen Videoschiedsrichter-Entscheidungen. Wir sind in einer Phase, wo wir für alles kämpfen müssen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, auf das was wir heute gezeigt haben. Besonders in der Phase, als wir hinten lagen. Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können, wir hatten ganz am Ende Glück."

Steffen Baumgart (Köln): "Wir haben alle ein gutes Spiel gesehen - von beiden Mannschaften. Das ist das schöne an so einem Fußballspiel, wenn beide Teams nach vorne spielen und sich Torchancen erarbeiten. Dann kommt eben ein richtig geiles Fußballspiel dabei raus. Klar können wir über die letzte Situation diskutieren. Aber die Leistung hat gestimmt. Wir wissen auch, gegen wen wir gespielt haben und welche Qualität Leipzig auf den Platz bringt. Das hat man ja an den Einwechslungen gesehen. Trotzdem haben wir mutig nach vorne gespielt und nicht verwaltet. Das Unentschieden ist hart erarbeitet."

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Viele Fans in einem Stadion.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. September 2021 | 15:30 Uhr

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