Sport | Corona-Pandemie Mehr Zuschauer im Stadion? Keine Lockerungen nach Bund-Länder-Gipfel

Bund und Länder setzen bei überregionalen Großveranstaltungen auf eine Fortführung der bestehenden Corona-Maßnahmen, das ist das Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag (24.01.). Damit bleiben die Zuschauer-Regelungen im Profisport in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorerst unverändert.

RB Leipzig vs Wolfsburg - Blick ins RBL-Stadion, in die Red-Bull-Arena
RB Leipzig darf vorerst weiterhin vor maximal 1.000 Fans spielen. (Archiv) Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Die Vereine der Fußball-Bundesliga und anderer deutscher Profiligen müssen vorerst weiter auf eine große Zahl von Fans verzichten. Bei ihren Beratungen schlossen der Bund und die Länder am Montag (24.01.) angesichts der steigenden Infektionen derzeit Lockerungen von Corona-Auflagen aus, verschärften die Maßnahmen aber auch nicht. Damit bleibt es in den Profiligen im Fußball, Handball, Basketball oder Eishockey weitgehend bei Geisterspielen.

Planungssicherheit und Perspektive gefordert

Vor allem aus dem Fußball kam Kritik am Fehlen einer zeitnahen Perspektive für die Rückkehr der Fans. Im Sinne des gesamten Profisports wäre es wichtig gewesen, "schon jetzt mit Blick auf die Zulassung von Fans Einigkeit über differenzierte Szenarien zu erzielen, die sich an der jeweiligen Pandemie-Lage orientieren", sagte die neue Geschäftsführerin der Deutschen Fußball Liga (DFL), Donata Hopfen, in einer Stellungnahme. "Clubs und Ligen hätten auf diese Weise zumindest etwas Planungssicherheit und eine Perspektive in einer auch für sie herausfordernden Situation."

Die Dresdner Mannschaft nach Abpfiff bei den Fans
Solche Bilder wird es vorerst weiterhin kaum geben - Fans müssen vielerorts draußen bleiben. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Dennis Hetzschold

Bundeskanzler Scholz: "Kurs halten!"

Man müsse unverändert vorsichtig bleiben, hatte hingegen Bundeskanzler Olaf Scholz nach den Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder gesagt. Noch sei unklar, wie sich die Pandemie entwickeln werde. Man werde bei Bedarf die notwendigen Entscheidungen treffen. "Jetzt aber gilt erst mal: Kurs halten!"

Einheitliche Regelungen bis 9. Februar geplant

Hoffnung auf eine baldige Lockerung machte die Politik den Vereinen nicht. "Bund und Länder werden Öffnungsperspektiven entwickeln für den Moment, zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann", hieß es eher allgemein in dem veröffentlichten Beschlusspapier. Wegen der ansteckenderen Virusvariante Omikron ist dies aber nicht absehbar. Die Länderchefs einigten sich am Montag zumindest darauf, dass die Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)
Bundeskanzler Scholz setzt in in Sachen Zuschauer im Stadion auf eine Fortführung der aktuellen Regelungen. (Archiv) Bildrechte: dpa

Das gilt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Aktuell gelten für die Zulassung von Zuschauern unterschiedliche Höchstgrenzen in den Ländern: In Thüringen dürfen beispielsweise überhaupt keine Fans in die Arenen. Dagegen spielte Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg am vergangenen Sonntag gegen den TSV Havelse vor 13.385 Fans. Das ließ die Verordnung in Sachsen-Anhalt zu, nach der die Stadien bis zu 50 Prozent gefüllt werden dürfen. In Sachsen sind bis zu 1.000 Fans in Stadien und Hallen erlaubt.

(ten/dpa/sid)

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. Januar 2022 | 19:30 Uhr

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