Fußball | DFB-Pokal Heimrecht-Tausch: RB Leipzig empfängt Teutonia Ottensen im eigenen Stadion

Nach der Verseuchung des Rasens im Dessauer Stadion wird RB Leipzig sein Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Teutonia Ottensen nun im eigenen Stadion austragen. Das teilte der Titelverteidiger am Mittwochmorgen (24.08.2022) mit.

Das DFB-Pokalspiel von RB Leipzig gegen den Hamburger Regionalligaclub Teutonia Ottensen am 30. August findet in der Leipziger Red Bull Arena statt. Grund ist die Unbespielbarkeit des Platzes im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion nach einer Verseuchung des Rasens. Daraufhin hatten sich die Klubs und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf eine Sonderregelung des Heimrechttausches geeinigt. "Wir kommen nun der Bitte des DFB nach, die Begegnung in der Red Bull Arena auszutragen", erklärte RBL in einer Mitteilung auf seiner Webseite. Bereits am Dienstagabend hatten die "Leipziger Volkszeitung" und "Sky" über das Vorgehen berichtet.

Nach dem Angriff auf den Rasen in Dessau hatten sich Vertreter des DFB, der Hamburger Regionalligst und die Stadt Dessau am Dienstag zu einer Platzbegehung getroffen und schließlich die Verlegung nach Leipzig beschlossen. "Wir haben gemeinsam verschiedene Szenarien durchgespielt. Nach Abwägung aller Optionen ist das die beste Lösung", so Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung.

Schwierige Stadionsuche für Teutonia

Der Viertligist hat als Amateurclub eigentlich Heimrecht gegen den Titelverteidiger im DFB-Pokal. Teutonia durfte das eigene Stadion aufgrund des Kunstrasens aber nicht nutzen, die Zweitligisten FC St. Pauli und der Hamburger SV wollten ihre Arenen nicht für ein Spiel gegen RB Leipzig zur Verfügung stellen. Somit sollte der Umzug ins fast 400 Kilometer entfernte Dessau erfolgen. Mehr als 7.000 Tickets waren bereits verkauft.

Platz in Dessau verseucht

Nach einer Verseuchung des Rasens in Dessau war die Austragung dort fraglich geworden. Unbekannte hatten eine offenbar giftige Substanz im Paul-Greifzu-Stadion auf den Platz gekippt, der Rasen ging stellenweise ein. Betroffen sind beide Strafräume sowie der Mittelkreis. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Ein Tausch des Rasens sei laut Experten in der Kürze der Zeit bis zum Spiel am kommenden Mittwoch nicht möglich gewesen, da auch der Rasenunterbau in keinem guten Zustand sei.

Frymuth lobt Dessau

DFB-Vize Peter Frymuth lobte nach der Entscheidung die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten und fand tröstende Worte für die Sachsen-Anhalter: "Gleichwohl bedauere ich, dass Dessau unter solchen Umständen um das Erlebnis dieses Pokalspiels gebracht wurde. Wir haben die Partner in Dessau als absolut zuverlässig und höchst engagiert erlebt. Die Vorfreude auf die Partie war jederzeit zu spüren."


(ten/rho/dpa)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. August 2022 | 21:45 Uhr

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