Fußball | Bundesliga Marco Rose ist neuer Cheftrainer bei RB Leipzig – und hofft auf Eberl-Verpflichtung

Am Mittwochvormittag musste Domenico Tedesco seinen Hut als Trainer von RB Leipzig nehmen, einen Tag später sitzt sein Nachfolger im Bullen-Sattel – der Leipziger Marco Rose wird Trainer in seiner Heimatstadt.

RB Leipzig – Marco Rose
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Marco Rose ist neuer Trainer von Fußball-Bundesligist RB Leipzig. Der 45 Jahre alte gebürtige Leipziger folgt beim DFB-Pokalsieger auf den am Mittwoch entlassenen Domenico Tedesco und erhält einen Vertrag bis 2024. Das teilten die Sachsen am Donnerstag mit. Als Co-Trainer werden die ehemaligen Profi-Fußballer Alexander Zickler, Frank Geideck und Marco Kurth arbeiten. Marco Kurth arbeitete bereits von 2017 bis zur letzten Winterpause für die Leipziger.

Marco Rose kennt den RB-Kosmos

Der neue Trainer will RB aus der Lethargie rütteln. "Das ist die Kernaufgabe, mit viel Energie und Power die Stimmung umzudrehen und wieder Ergebnisse zu holen", sagte Marco Rose bei seiner Vorstellung am Donnerstag. Eine neue Stabilität "heißt nicht, dass wir uns jetzt nur noch hinten reinstellen werden", betonte er.

Rose startet in Leipzig mit einem Hammerprogramm: In der Liga trifft er zunächst auf seine Ex-Klubs Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach. In zweiten Spiel der Champions-League-Gruppenphase gastiert RB am kommenden Mittwoch zudem bei Titelverteidiger Real Madrid. Rose war am Ende der Saison 2021/22 beim BVB beurlaubt worden. Zuvor war er in Gladbach sowie bei RB Salzburg tätig, wo er sich im RB-Kosmos einen guten Ruf erarbeitete.

Trainer Marco Rose und Manager Max Eberl (damals M'gladbach) beim Bundesliga-Spiel bei RB Leipzig, Saison 2020-2021
Bereits in Gladbach gemeinsam erfolgreich: Marco Rose (vorn) und Max Eberl (hinten). Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Rose hofft auf Eberl-Verpflichtung

Neben dem Cheftrainer gibt es offenkundig ein weiterhin hartnäckiges Werben um den neuen Sportchef. In der Schwebe ist dabei eine Einigung mit Borussia Mönchengladbach, wo Max Eberl – Mintzlaffs Wunschkandidat für den verwaisten Posten – nach wie vor einen zwar ruhenden, aber gültigen Vertrag besitzt. "Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Klub sich um ihn bemüht. Ich würde mich sehr freuen, wenn das funktioniert", bekannte Rose. "Dann hätte ich einen Mann an meiner Seite, der mir und uns gut tun würde." Rose und Eberl kennen sich aus Gladbacher Zeiten.

Verpatzter Start kostet Tedesco den Job

RB Leipzig hatte sich am Mittwoch (7. September) nach den Enttäuschungen in den ersten Bundesligawochen sowie der 1:4-Heimschlappe zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase gegen Shaktar Donezk von Cheftrainer Domenico Tedesco und dessen Assistenten Andreas Hinkel und Max Urwantschky getrennt.

Tedesco übernahm den Job Anfang Dezember 2021 vom glücklosen US-Amerikaner Jesse Marsch und führte das zu diesem Zeitpunkt auf Bundesliga-Rang elf abgerutschte Team in der Folge noch in die Champions League. Als Krönung des Ganzen gewann das beste Rückrundenteam der Liga am 21. Mai den DFB-Pokal dank des Finalsieges im Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg – RB Leipzigs erster großer Titelgewinn überhaupt.


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red/sid

SpiO-Talk mit MDR-Reporter Thomas Kunze nach der Tedesco-Entlassung 20 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 07. September 2022 | 17:45 Uhr

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