Fußball | 2. Bundesliga SGD-Sportchef Becker zu 100 Prozent vom Klassenerhalt überzeugt

Das eigentliche Saisonziel ist für Dynamo Dresden nach der Niederlage in Sandhausen fast in unerreichbare Ferne gerückt. Dennoch herrscht Optimismus. Auch wenn vieles nicht geklappt hat, soll der eingeschlagenen Weg fortgesetzt werden.

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker
Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner

Nach der 1:2-Pleite im Sechs-Punkte-Spiel gegen Sandhausen herrscht bei Dynamo Dresden noch Niedergeschlagenheit. Viel hatte man sich für dieses Spiel vorgenommen, wollte dem direkten Kontrahenten um den letzten sicheren Platz in der Tabelle die Punkte abnehmen und als Tabellenfünfzehnter nach Hause fahren. Doch es kam anders.

"Wir haben uns nicht gut präsentiert. Wenn wir das nicht ändern, wird es ganz schwer unsere Ziele zu erreichen", erklärte Sportdirektor Ralf Becker am Mittwoch (13.04.2022) in einem von Dynamo veröffentlichten Interview. Das Saisonziel ist Platz 15 und damit der direkte Klassenerhalt. Sechs Zähler Rückstand auf den SVS hat die SGD nun, bei noch fünf verbleibenden Partien.

Nicht nur das Negative sehen

Angesichts der miserablen Bilanz im Kalenderjahr 2022 ohne Pflichtspielsieg sei sämtliche Kritik berechtigt, erklärte Becker. Auch er muss sich dieser stellen. Schließlich ist er letztlich der Hauptverantwortliche für den sportlichen Bereich und damit auch für das aktuelle Abschneiden.

Trotzdem sei man "nicht in der Situation, wo man aufgeben und alles nur negativ sehen darf. Wir haben eine Tabellenkonstellation, die noch ganz viel hergibt", so der 51-Jährige. Dafür sei es notwendig, mal wieder ein Spiel zu gewinnen, um das "Gefühl des Sieges" wieder zu haben - am besten schon gegen Kiel am kommenden Wochenende.

Eingeschlagenen Weg fortsetzen

Viel Positives gab es zuletzt aber nicht, an dem sich Spieler und Fans hätten hochziehen können. Das hat zum Teil auch etwas mit der Herangehensweise bei Dynamo mit der Mischung aus gestandenen und vielen jungen Spielern zu tun.

"Wir wollen etwas aufbauen und entwickeln. Aktuell sind wir in einer Situation, wo wir echt Probleme haben und wo nicht alle Ideen – auch das, was wir im Winter korrigieren wollten – geklappt haben. Es sind nicht alle Entscheidungen, die wir getroffen haben, aufgegangen", sagte Becker und bezog sich damit auch auf die Winterneuzugänge, die bisher kaum eine Rolle spielen. Dennoch ist er von der Richtung überzeugt: "Den Weg, den wir eingeschlagen haben, wollen wir aber konsequent weitergehen."

Ich bin 100-prozentig davon überzeugt, dass wir auch im nächsten Jahr ein Zweitliga-Verein sein werden.

Ralf Becker Sportgeschäftsführer Dynamo Dresden

Becker glaubt fest an den Zweitligatauglichkeit

Sollte es mit dem direkten Klassenerhalt entgegen der Zielstellung nicht klappen, müsse der Umweg genommen werden: "Wenn es am Ende so kommen sollte, dass wir die Relegation spielen, werden wir sie mit breiter Brust und voller Überzeugung spielen. Ich bin 100-prozentig davon überzeugt, dass wir auch im nächsten Jahr ein Zweitliga-Verein sein werden."

Das Polster auf die direkten Abstiegsplätze beträgt neun Punkte. Und will man da nicht noch reinrutschen, braucht man schlichtweg Punkte. Diese zu holen, ist sich Becker sicher. Mut mache ihm die wiedergefundene Hierarchie auf dem Platz durch die Rückkehr von Tim Knipping und die "hervorragende Arbeit" von Trainer Guerino Capretti, dem er zu einem sicherlich nicht optimalen Zeitpunkt mit vier Spielen gegen Top-Teams die Verantwortung übergeben hatte. "Das Auftaktprogramm für ihn war äußerst schwer und nicht optimal für einen neuen Trainer bei einer so jungen Mannschaft. Letztlich hat das Quäntchen Glück gefehlt, um mal einen Sieg einzufahren."

Weg gemeinsam mit den Fans gehen

Zudem baut er auf die Unterstützung der gesamten Dynamo-Gemeinschaft. Auch wenn diese aktuell zurecht unzufrieden sei, brauche das Team nun sämtliche Energie von draußen. Auch "wenn es jetzt gefühlt Zeit wäre, mal was zurückzugeben – nämlich einen Sieg." Jedoch könne das Ziel Klassenerhalt nur gemeinsam geschafft werden, es sei "abhängig davon wie wir in den nächsten Wochen als Verein und Fans mit der Situation umgehen."

Seid frustriert, denn wir haben auch Fehler gemacht. Aber wir brauchen euch jetzt alle um unser gemeinsames Ziel zu erreichen. Dafür ist eine geschlossenen Dynamo-Gemeinschaft ganz wichtig.

Ralf Becker Sportgeschäftsführer Dynamo Dresden

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 16. April 2022 | 16:00 Uhr

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