Sportpolitik Profivereine können auf weitere Hilfen hoffen

Die deutschen Profisportvereine dürfen auf weitere Coronahilfen für entgangene Ticketverluste hoffen. Im Bund-Länderbeschluss vom Dienstag (19.01.2021) kündigte die Bundesregierung einen Vorstoß bei der Europäischen Union an, um die geltenden
Beihilfe-Obergrenzen anzuheben. Das würde auch für Profivereine außer halb der ersten beiden Fußballligen gelten.

"Da viele Unternehmen angesichts der Dauer der Pandemie an die geltenden beihilferechtlichen Obergrenzen stoßen, setzt sich die Bundesregierung bei der Europäischen Kommission mit Nachdruck für die Anhebung der beihilferechtlichen Höchstsätze ein", heißt es. Anfang Januar hatte die Bundesregierung ein neues Hilfspaket über weitere 200 Millionen Euro angekündigt. Dies sei auch 2021 notwendig, «um Insolvenzen der Sportvereine zu verhindern und so eine wichtige Stütze unseres Zusammenlebens zu erhalten», hieß es in einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums ( BMI ). So könne das Fundament für den Erfolg des Leistungssports in Deutschland erhalten werden.

800.000 Euro für Ausfälle bei Ticketverkauf

Im Juli 2020 hatte die Bundesregierung das erste Hilfspaket mit einem Volumen von 200 Millionen Euro geschnürt. Dabei konnten Klubs unter anderem aus Handball,  Basketball, Eishockey, 3. Fußballliga oder Frauenfußball-Bundesliga für entgangene Einnahmen aus dem Kartenverkauf einmalig maximal 800.000 Euro Beihilfe beantragen. Eine höhere Summe ist bisher laut EU-Beihilferecht nicht erlaubt.

Zuschüsse bis zu 70 Prozent

Sollte die Anhebung kommen, könnten die neuen Hilfen beantragt werden. Im Topf befinden sich neben frischen 200 Millionen Euro auch 130 Millionen Euro, die im vergangenen Jahr nicht abgerufen worden waren. Sportvereine, die die Hilfe von 800.000 Euro für das Ticketing nicht ausgenutzt haben, können dann für den Zeitraum bis Juni 2021 ihren fehlenden Restbetrag beantragen. Zudem können Fixkosten wie Hallenmiete oder Pacht geltend gemacht werden. Die Höhe dieses Zuschusses soll dabei auf 70 Prozent der Verluste oder maximal drei Millionen Euro begrenzt werden. Alle Hilfsgelder müssen nicht zurückgezahlt werden.

sid

Videos und Audios zur 3. Liga

Robin Lenk (FSV Zwickau)
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach dem späten Ausgleich zum 2:2 von Türkgücü München war Zwickaus Trainer Robin Lenk, der den erkrankten Joe Enochs vertrat, angefressen. Auch zwei Serien boten da keinen richtigen Trost.

Mo 29.11.2021 22:37Uhr 02:33 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-robin-lenk-fsv-zwickau-nach-spiel-bei-tuerkguecue-muenchen-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Fußballspieler am Ball vor dem Zwickauer Tor.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Viktoria Köln - HFC
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (254)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 20. Januar 2021 | 17:45 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/3d50fd8d-1dd2-47da-8d8f-3f95f795c92c was not found on this server.