Fußball | 3. Liga Nach Doppel-Rot: Halle chancenlos in Freiburg

3. Spieltag

Der Hallesche FC hat das Auswärtsspiel beim SC Freiburg II mit 0:2 (0:0) verloren. Bereits in der ersten Halbzeit mussten die Hallenser in doppelter Unterzahl spielen. Auch der erbitterte Kampf im Anschluss half den Gästen wenig, am Ende musste das sich Team von André Meyer der Freiburger Chancen-Übermacht geschlagen geben und steht auch nach dem dritten Saisonspiel ohne Punkte da.

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Frühes Rot gegen Halle-Kapitän

Keine sechs Minuten durfte Halle mit voller Mannschaft auf dem Platz stehen, dann folgte bereits der erste Schock. Im Laufduell mit Vincent Vermeij hatte Kapitän Jonas Nietfeld das Nachsehen und zupfte von hinten am Trikot des Freiburger Stürmers. Der nahm das Foul dankend an und ließ sich fallen - als letzter Mann erhielt Nietfeld in der logischen Konsequenz den Platzverweis (6.). Bereits zuvor war Freiburg die aktivere Mannschaft und erhöhte in Überzahl weiter den Druck. Besonders Top-Stürmer Vermeij bekam einige Chancen auf den Fuß gespielt, vergab aber mehrfach.

Doppelte Unterzahl nach 35 Minuten

Mitte der ersten Halbzeit wähnten sich die Hallenser kurz im Glück, doch erst rettete SCF-Keeper Noah Atubolu gegen Sören Reddemann (20.), etwas später der Pfosten nach einem Reddemann-Kopfball (35.). Nur wenige Sekunden später folgte dann die nächste Hiobsbotschaft für Halle: In einer fast exakten Kopie der Notbremse von Nietfeld streckte auch Ersatzkapitän Niklas Kreuzer den Arm gegen Lars Kehl aus und holte sich als letzter Mann die nächste Rote Karte ab (35.). Freiburg mühte sich in der Folge redlich vorm Hallenser Tor, kam aber kaum zu fordernden Abschlüssen und musste sich mit einem 0:0 zur Pause begnügen.

Jonas Nietfeld (Hallescher FC, 33) bekommt die rote Karte von Schiedsrichter Luca Juergensen
Halle-Kapitän Jonas Nietfeld erhielt nach einer Notbremse gegen Vincent Vermeij in der 6. Minute die Rote Karte. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Halle verpasst die Führung

Nach dem Seitenwechsel spielte Halle erfrischend auf und ließ die fehlenden Spieler für kurze Zeit nicht vermissen. In der 51. Minute scheiterte erst Jannes Vollert an Atubolu, dann verpasste Niklas Landgraf im Nachschuss knapp den rechten Pfosten. Kurz darauf hat das Meyer-Team jedoch Glück, dass der Referee bei Andi Hoti im Strafraum nicht ganz genau zugeschaut hatte - nach einem Treffer am Knöchel hätte der Breisgauer einen Elfmeter verdient gehabt.

Freiburg erlöst sich in der Schlussphase

Satte 71 Minuten dauerte es, bis der SCF sich für seine Mühen vor dem Hallenser Tor belohnen konnte. Nach einer Hereingabe des eingewechselten Ji-han Lee grätschte Landgraf kurz vor dem einschussbereiten Vermeij und beförderte die Kugel zum 0:1 ins eigene Netz (71.). Wenig später erhöhte Davino Knappe (74.) zum 2:0-Endstand für die Zweitvertretung des Sportclubs. Danach fiel die Spannung aus der Partie. Freiburg mühte sich zwar zu weiteren Chancen, hatte aber nur selten den nötigen Ehrgeiz im Abschluss und begnügte sich mit dem insgesamt dennoch hochverdienten 2:0.

Hallescher FC
Davino Knappe bringt mit dem 2:0 den SC Freiburg II (74.) endgültig auf die Siegertsraße. Bildrechte: IMAGO/Beautiful Sports

Kaum Verschnaufpause für Halle

Die Sachsen-Anhalter bleiben nach der Niederlage im Tabellenkeller stecken und behalten voraussichtlich auch nach dem dritten Spieltag die rote Laterne als Tabellenschlusslicht. Freiburg dagegen freut sich über den ersten Pflichtspielsieg gegen Halle und sieben Zähler im Tableau. Am Freitag (12. August) geht es bereits zum nächsten Duell: Dann empfängt der HFC den VfB Oldenburg zum Auftakt des vierten Spieltags.

Die Stimmen zum Spiel (bei Magenta Sport)

André Meyer (Halle): "Die Jungs haben sich nicht aufgegeben. Man kann ja auch als Gruppe zerfallen und noch das dritte, vierte Gegentor bekommen, aber sie haben es zu Ende gespielt. Es hat jetzt keine Wert, das zu analysieren. Wir schütteln uns einmal und müssen den Blick auf Freitag richten."

Thomas Stamm (Freiburg): "Dass wir uns belohnt haben, ist eine Frage der Zeit gewesen. Wir haben die zwei Roten Karten am Anfang ein Stück weit auch erzwungen. Wir haben die Geduld gehabt und am Ende verdient gewonnen."

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Marcus Anfang, Trainer Dynamo Dresden
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. August 2022 | 21:45 Uhr

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