Fußball | Regionalliga Teamcheck 1. FC Lok Leipzig: Mit Meisterstern in die Top 3?

Lok Leipzig startet am Sonntag (13 Uhr im Ticker in der SpiO-App) in die neue Saison. Zum Auftakt geht es gegen die Amateure von Hertha BSC. Wie gut ist Lok, wer ist neu und was ist neu? Unser Teamcheck!

Almedin Civa gibt der Mannschaft in der Halbzeitpause Instruktionen.
Almedin Civa gibt seiner Mannschaft letzte Anweisungen. Am Sonntag soll der Start klappen. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Wie lief die Vorbereitung?

Mit Höhen und Tiefen. Nach lockeren Kantersiegen gegen unterklassige Mannschaften und dem starken Auftritt gegen Drittliga-Aufsteiger Bayreuth (2:0/Tore: Luca Sirch und Osman Atilgan) musste Lok auch klare Niederlagen gegen die Drittligisten Erzgebirge Aue (0:4) und den Halleschen FC (1:4) hinnehmen. Gegen Halle kassierte Lok in den ersten 31 Minuten vier Gegentreffer. Lok machte es dem effizienten Gegner mit individuellen Fehlern im Spielaufbau und einer schwachen Verteidigung zu leicht. Solche Aussetzer werden in der Regionalliga knallhart bestraft. Das weiß auch Trainer Almedin Civa: "Es gab ein paar Dinge, die mir nicht gefallen haben, aber ich sehe die ganzen sieben Wochen – und da haben es die Jungs sehr ordentlich gemacht."

So hat sich der Kader verändert: Zu- und Abgänge

Der Kern der Mannschaft ist zusammen geblieben. 15 Spieler waren schon letzte Saison für die Probstheidaer am Ball. Sechs Neuzugänge kamen hinzu, sieben Spieler haben den Verein verlassen. Die Wechsel von Torwart Jan-Ole Sievers und Abwehrspieler Robert Berger schmerzen am meisten.

Wechsel in der Sommerpause
Zugänge Abgänge
Julian Weigel (VfB Germania Halberstadt) Jan-Ole Sievers
Isa Dogan (Chemnitzer FC) Robert Berger (Chemnitzer FC)
Riccardo Grym (Chemnitzer FC) Edvardas Lucenka
Antonio Verinac (Nachwuchs Bremen) Damir Mehmedovic
Linus Zimmer (FC Den Bosch) Michael Schlicht (FC Eilenburg)
Eunsoo Gong (TFT Fitogether) Tom Nattermann (SV Babelsberg)
Tobias Dombrowa (SV Meppen)  

Das sind die Saisonziele

Lok Leipzig hat in jeder Saison den Anspruch oben mitzuspielen. Top 6 und Angriff auf die Top 3 lautet die eigene Zielstellung. Wobei Trainer Almedin Civa klar macht: Vom Finanziellen her, sind wir eher Platz acht und neun. Und: "Für ganz oben sind wir, glaube ich, noch nicht soweit – wir hoffen natürlich, dass wir jeden schlagen können, aber wenn wir nicht auf der Höhe sind, einen schlechten Tag haben, können wir auch gegen jeden verlieren."

Der Trainer

Almedin Civa ist für Lok Leipzig ein Glücksgriff. Einst als Spieler, jetzt als Trainer. 2020 stieg der 50-Jährige nach einem Jahr Auszeit wieder ins Trainergeschäft ein. Loks damaliger Sportdirektor Wolfgang Wolf hatte ihn kontaktiert. Nach einigen Gesprächen waren sich beide Seiten einig. Lok hatte in der Relegation gerade den Drittliga-Aufstieg verpasst, was für Civa zweitrangig war. Mehr wunderte er sich über das Budget.

"Als ich den Etat erfuhr, den ich zur Verfügung hatte, war ich schon etwas schockiert. Da war praktisch kaum ein Unterschied zu Babelsberg", sagte Civa einst in der LVZ. Unter ihm holte Lok 2021 den Landespokal, vergangene Saison war sein Team lange der einzig ernsthafte Konkurrent des BFC Dynamo, wirklich eingreifen in die Meisterschaft konnten die Blau-Gelben aber nicht.

Was ist neu?

Der Meisterstern auf dem Trikot. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Fusion mit dem VfB Leipzig darf Lok – selbst nie Meister – den Stern tragen. Die Inschrift 3 steht dabei für die drei Titel des VfB (1903, 1906, 1913), des ersten deutschen Meisters.

Was ist zum Gegner Hertha BSC II zu sagen?

Die Berliner haben einen neuen Superstar! Top-Zugang Nader El-Jindaoui (kam vom Berliner AK) - als Kicker Regionalliga, als Influencer Champions League – sorgte dafür, dass ein Testspiel von Hertha BSC II, nach einem "Platzsturm" abgebrochen werden musste. 2.347 Zuschauer waren gekommen, viele wollten ein Foto von ihrem Social-Media-Helden. Auf einen derartigen Fan-Hype war Hertha nicht vorbereitet. Im Schnitt kamen letzte Saison rund 400 Fans zu den Spielen der Berliner Bubis.

Ansonsten hat Trainer Ante Covic wie in jeder Saison, die Aufgabe ein neues Team zu formieren. 15 Abgängen stehen 15 Neuzugänge gegenüber. Allein zehn Talente aus der eigenen U19 gehören fortan zur Regionalliga-Mannschaft. Den Sprung in höhere Gefilde haben Derry Scherhant (Profivertrag/Hertha BSC/ 16 Tore, 8 Vorlagen, Timur Gayret (Hallescher FC/14 Tore/10 Vorlagen) und Marten Winkler (Waldhof Mannheim) geschafft.

Wie liefen die Duelle gegen Hertha BSC II bisher?

Seit 2012 begegnen sich Lok und die Amateure von Hertha regelmäßig in der Regionalliga Nordost. Schaut man auf die Bilanz haben die Probstheidaer klar die Nase vorn. Von den 15 Spielen gewann Lok 10, nur ein Duell endete Remis. Beim letzten Aufeinandertreffen zog Lok aber beim 0:2 den Kürzeren.

Wo kann ich das Spiel verfolgen?

Natürlich live im Stadion oder bei Sport im Osten in der App und im Web ab 13 Uhr im Live-Ticker. Ab 15.45 Uhr sehen Sie die Höhepunkte des Spiels bei "Sport im Osten".

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Chemie Leipzig - Berliner AK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 07. August 2022 | 15:45 Uhr

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