Fußball | Regionalliga Chemie Leipzig überrascht den Spitzenreiter Berliner AK

6. Spieltag

Wer hätte das gedacht? Die BSG Chemie Leipzig fügt dem Berliner AK die ersten Flecken auf der bis dahin blütenweißen Weste zu. Der Dreier war hochverdient, auch wenn am Ende noch einmal gezittert werden musste.

Chemie Leipzig - Berliner AK 8 min
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Die BSG Chemie Leipzig hat Spitzenreiter Berliner AK mit einer über weite Strecken bärenstarken Vorstellung die erste Niederlage beigebracht. Das Jagatic-Team setzte sich mit 2:1 durch, hatte aber sogar genügend Chancen für weitere Treffer.

Nur auf einer Position wechselten die Leipziger im Vergleich zum 1:0-Sieg in Meuselwitz. Knipser Denis Jäpel durfte von Beginn an ran, dafür saß Anton Kanther zunächst auf der Bank. Die Gäste mussten auf Jürgen Gjasula, Knie, verzichten.

Torjubel Chemie
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Standard bringt verdiente Führung

Die Leutzscher starteten forsch und voller Tatendrang, bestimmten in den ersten 20 Minuten überraschend deutlich. Und führten nach einer Ecke. In der 15. Minute köpfte Paul Horschig aus Nahdistanz ein. Florian Kirstein hätte bei einem schnellen Konter in der 18. Minute nachlegen können, Luis Maria Zwick aber klärte den Flachschuss. Danach wurden die Gäste etwas stärker, fanden sich nun öfter in der Hälfte der BSG Chemie ein. Doch so richtig gefährlich wurde es nicht, weil die Abwehr der Gastgeber aufmerksam und kompromisslos agierte. Und kurz vor der Pause kamen die Gastgeber noch mal. Alexander Bury nagelte in der 42. Minute einen Freistoß aus 18 Metern ans rechte Lattenkreuz. Und auch Manasse Eshele kam noch zu seiner Riesenchance. Nach einer Ecke zog der Stürmer aus sieben Metern ab, Keeper Zwick und ein Berliner Abwehrspieler klärten mit viel Glück auf der Torlinie.

Die Ecke, die zum 1-0 fuer Chemie fuehrte. Alexander BURY (7, Chemie/ links), Manasse ESHELE (14, Chemie/ rechts)
Die Führung - Alexander Bury verlängert die Ecke auf Paul Horschig. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Eshele legt nach - Zittern am Ende

Das so wichtige zweite Tor machten die Chemiker gleich in der 49. Minute. Nach einem Sturmlauf von Lucas Surek auf der linken Seite landete der Ball im Fünfer bei Eshele, der etwas glücklich durch die Hosenträger des Berliner Keepers vollendete. Der Ball kullerte mit letzter Kraft über die Linie. Und Chemie blieb dran, spielte sich nun zeitweise in einen Rausch. Jäpel konnte sich für seine starke Leistung nicht belohnen, sein Schuss in der 57. Minute blieb an der Latte hängen. Die Gäste kamen erst ab der 70. Minute besser rein, auch, weil bei der BSG Chemie nun die Kräfte schwanden. Und dann sollte es auch noch einmal packend werden, als der eingewechselte Michael Seaton in der 77. Minute aus Nahdistanz zum Anschluss einnetzte. Die Gastgeber wackelten nun zeitweise, doch sie fielen nicht. Nach vier Minuten Nachspielzeit rissen die knapp 3.500 Fans die Arme in die Luft, der verdiente Dreier war eingefahren.

Torwart Luis ZWICK (1, BAK) rollt der Ball durch die Beine ins Tor.
Manasse Eshele trifft durch die Beine von Keeper Luis Zwick. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Stimmen zum Spiel

Benjamin Duda (Trainer Berliner AK): "Glückwunsch an Chemie zum verdienten Heimsieg. Für uns hat es eine Halbzeit gedauert, bis meine junge Mannschaft mit der Heimwucht klar kam. Wir hatten Glück, dass wir nach einer Stunde nicht noch deutlicher zurücklagen. Danach haben wir es geschafft, besser zu kombinieren. Uns wirft das nicht um, es ist ein Wachmacher, ein Erfahrungswert für meine junge Mannschaft. Chemie wünsche ich alle Gute."

Miroslav Jagatic (Trainer Chemie Leipzig): "Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir waren sehr fokussiert. Wir haben in der ersten Halbzeit den BAK überrascht, gehen in Führung und haben Möglichkeiten, das zweite oder dritte zu machen. Dann kommst du aus der Kabine, führst gleich 2:0. Das dritte oder vierte Tor haben wir nicht gemacht. Dann rutscht ein Ding durch, dann brennt es. Die letzten 15 Minuten haben wir leidenschaftlich verteidigt. Ich hätte mir gewünscht, dass wir vorher das dritte machen."

Paul Horschig 1 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2022 | 16:00 Uhr

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