Fußball | Regionalliga Chemnitzer FC mit Löwe ins Traditionsduell gegen Rot-Weiß Erfurt

5. Spieltag

Das ist eine Ansage an die Konkurrenz: Chris Löwe wechselt in die Regionalliga zu seinem Ex-Verein nach Chemnitz. Und soll bereits am Samstag gegen den FC Rot-Weiß Erfurt Denker und Lenker der Himmelblauen sein. Aber CFC-Coach Christian Tiffert warnt vor dem kecken Aufsteiger.

Fans in der Kurve 1 min
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Sieben Jahre lang hat es dieses Duell in der 3. Liga gegeben, zwischen 2011 und 2018 wurden in Chemnitz und Erfurt noch größere Brötchen gebacken. Am Samstag (14 Uhr live im MDR Fernsehen und Livestream) stehen sich der CFC und Rot-Weiß nun in der Regionalliga Nordost gegenüber – ein Traditionsduell, das 84. und ein Spitzenspiel. Die Himmelblauen sind nach vier Spieltagen noch ungeschlagen, haben im heimischen Stadion noch keinen Zähler abgegeben.

Der Regionalliga-Rückkehrer aus der Thüringer Landeshauptstadt hat bisher in der vierten Liga durchaus für Furore gesorgt. Schon deshalb warnt CFC-Coach Christian Tiffert: "Erfurt spielt einen erfrischenden Fußball. Das wird eine richtige Prüfung für uns. Erfurt hat viele Tore geschossen und viele schnelle Spieler." Tiffert selbst hat sich RWE beim letzten Heimauftritt gegen den Berliner AK angeschaut, sah eine große Kulisse und viel Euphorie.

Training des CFC, Testspieler Chris Löwe
Rückkehrer Chris Löwe ist umgehend ein Startelfkandidat beim CFC. Bildrechte: IMAGO/haertelpress

Chris Löwe – Kandidat für die Startelf

Aber die Himmelblauen hätten keinen Grund, deshalb in Angst zu verfallen, so Tiffert. Zumal mit Chris Löwe diese Woche noch ein echter Transfercoup gelang. "Keiner hat erwartet, dass Chris hier mal wieder Spieler sein wird. Er hat das Trainingsniveau angehoben. Er kann uns viel geben mit seiner Klasse und Erfahrung", schwärmt Tiffert, der den Routinier am Samstag sicher von Beginn an aufstellen wird. Man kennt sich schließlich aus gemeinsamen Trainingseinheiten seit sechs Wochen. Personell ist Chemnitz gut aufgestellt, bis auf Kapitän Tobias Müller sind alle Mann an Bord. Jetzt hofft man noch auf eine entsprechende Kulisse. Bisher gingen 2.700 Tickets weg. Da haben die Sachsen noch Nachholbedarf. Vielleicht lockt ja allein Chris Löwe noch einmal mehr Fans ins Stadion.

 Fabian Gerber
RWE-Coach Fabian Gerber. Bildrechte: IMAGO / Bild13

Gerber: Pokalniederlage war ein Rückschlag

Die Erfurter jedenfalls werden sicher von einem großen Anhang begleitet. Nach dem sensationellen Start mit sieben Punkten aus drei Spielen gab es zuletzt zwei Nackenschläge. Das 0:1 gegen Spitzenreiter Berliner AK war unglücklich, die Pokalpleite bei Sechstligist BSG Wismut Gera absolut unnötig. "Das war ein Rückschlag für uns", gibt auch Trainer Fabian Gerber unumwunden zu. In Chemnitz erwartet er ein schweres Spiel. "Man sieht die Ambitionen von Chemnitz, die haben sich weiter verstärkt, wollen oben angreifen", sagte Gerber mit Blick auf die letzten Transfers. "Wir werden dennoch selbstbewusst auftreten. Meine Jungs sind heiß." Trotz des guten Starts bleibt für Gerber aber das oberste Ziel, genügend Punkte gegen de Abstieg zu sammeln. Bloß keiner Träumereien. "Wir wissen, was hier vor nicht allzu langer Zeit hier los war. Wir tun gut daran, den Ball flach zu halten."

Torhüter Philipp Pentke (mi., Chemnitzer FC) gegen die Erfurter Rafael Czichos und Kevin Möhwald, 2014.
Szene aus dem Spiel 2014: Torhüter Philipp Pentke (mi., Chemnitzer FC) gegen die Erfurter Rafael Czichos und Kevin Möhwald Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Ausgeglichene Bilanz – letzter RWE-Sieg 2014

Das Spiel zwischen beiden Vereinen ist schon ein Evergreen, bereits 83 Mal standen sich der FC Rot-Weiß Erfurt und der Chemnitzer FC (damals FC Karl-Marx-Stadt) bereits gegenüber. Und die Bilanz ist mittlerweile sehr ausgeglichen. Chemnitz siegte 30 Mal, Erfurt 29 Mal. Was auch daran liegt, dass die Thüringer in den letzten neun Duellen keinen Erfolg einfahren konnten, die letzten vier Spiele gingen sogar ohne eigenes Tor verloren. Der letzte Sieg von Erfurt datiert vom 18. Oktober 2014, ein 2:0 im Steigerwaldstadion, damals noch in der 3. Liga.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. September 2022 | 16:00 Uhr

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