Fußball | Regionalliga Lok Leipzig empfängt Erfurt zum Flutlicht-Hit

7. Spieltag

Die Gastgeber kommen mit dem Rückenwind des Derbysieges, Rot-Weiß Erfurt als auswärts ungeschlagener Aufsteiger. Am Freitag treffen beide Traditionsteams im Plache-Stadion aufeinander. Der Sieger bleibt ganz oben dran.

Grafik Lok gegen Erfurt
Lok Leipzig trifft auf Rot-Weiß Erfurt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Derbysiege schmecken immer am besten: Der 1. FC Lok Leipzig holte sich am vergangenen Sonntag bei der BSG Chemie Leipzig den Pokalerfolg im Elfmeterschießen, und mit diesem Rückenwind soll am Freitag auch gegen die Regionalliga-Überraschungsmannschaft bestanden werden. Denn mit dem FC Rot-Weiß Erfurt kommt der Fünfte, damit konnte vor der Saison niemand rechnen. Die Thüringer begeistern mit mutigem Offensivspiel, haben bei einem überschaubaren Etat wirklich optimal eingekauft. Und sind auswärts noch ungeschlagen, fegten über Meuselwitz (4:1) und Chemnitz (3:0) hinweg. Lok und RWE sind mit elf Punkten aktuell Tabellennachbarn.

Blick auf Flutlichtmasten und eine leere Tribüne im Bruno-Plache-Stadion
Bildrechte: IMAGO / opokupix

Was macht Erfurt so gefährlich?

Die Thüringer verfügen über ein erstaunlich gutes Umkehrspiel und mindestens zwei gefährliche Knipser. Kay Seidemann machte schon vier Buden, legte drei auf. Artur Mergel folgt mit drei Toren. Ein weiterer Grund für den RWE-Höhenflug ist die stabile Defensive. Nur vier Gegentreffer musste Franco Flückiger hinnehmen, weniger hat nur der FC Carl Zeiss Jena. Die beiden Innenverteidiger-Riesen Salomon Patrick Amougou Nkoa und Aaron Manu räumen obenrum ordentlich ab.

Torjubel Kay Seidemann nach dem Tor zum 5:0, hier mit Nazzareno Ciccarelli, Romario Hajrulla, Enrico Startsev und Ben-Luca Moritz (Erfurt)
Torjubel Kay Seidemann (2.v.l.) mit Nazzareno Ciccarelli, Romario Hajrulla, Enrico Startsev und Ben-Luca Moritz Bildrechte: KH/Karina Hessland-Wissel Bildjournalismus und Fotografie

In Leipzig kann Trainer Fabian Gerber fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Marcel Bär und Paul Kämpfer sind angeschlagen. Und trotz der Klasse von Lok glaubt der RWE-Coach auch Schwachstellen ausgemacht zu haben. Gerber hatte die Leipziger vergangenes Wochenende beim Derby unter die Lupe genommen.

Lok mit Respekt und Derby-Rückenwind

Doch auch beim 1. FC Lok Leipzig könnte die Stimmung kaum besser sein. "Wenn man so ein Derby gewinnt, ist das für den Sieger immer schön. Wir wollen das gute Gefühl ins Spiel gegen Erfurt mitnehmen“, freute sich Trainer Almedin Civa. Dennoch warnt auch der Coach vor dem "Aufsteiger": "Die haben im Derby gegen Jena einen Punkt geholt und schicken auswärts Chemnitz 3:0 'nach Hause'. Es ist ein Aufsteiger, der zurecht da steht, wo er steht. Die haben keinen Druck. Wir müssen konzentriert sein, dazwischenhauen und dürfen nicht in Konter geraten."

Trainer Almedin Civa
Lok-Trainer Almedin Civa Bildrechte: imago images/Picture Point

Personell ist die Lage bei den Leipzigern entspannt. Und freuen dürfen sich die Kicker auch auf eine tolle Kulisse, denn das Interesse an diesem Ostduell ist gewaltig. Mittlerweile gingen schon über 3.000 Tickets weg und die Gäste werden ebenfalls stimmkräftig unterstützt. Der Verein rechnet am Freitagabend mit bis zu 5.000 Fans im Stadion.  

79. Duell – letzter RWE-Auswärtssieg 1980

Es ist auch ein Duell mit einer langen Tradition. Am Freitag treffen beide Teams bereits zum 79. Mal aufeinander. Die Bilanz ist wegen der Dominanz des 1. FC Lok vor der Wende eindeutig. Die Leipziger feierten 35 Siege, Erfurt holte 14 Erfolge ab.

Der letzte Auswärtssieg der Thüringer datiert übrigens aus dem Jahr 1980. Am 6. März gab es ein 2:0 im Bruno-Plache-Stadion. Die Tore erzielten damals Klaus Schröder und Armin Romstedt. Das letzte Aufeinandertreffen gab es am 15. Dezember 2019 in der Regionalliga, Lok siegte 2:1, Djamal Ziane und Sascha Pfeffer knipsten. Erfurt stellte danach im Januar 2020 den Spielbetrieb ein und musste zwangsweise in die Oberliga absteigen, Investor Franz Gerber bewahrte den Verein vor der Auflösung. Blickt man auf die heutige Mannschaft und Trainer Fabian Gerber kann man nur den Hut ziehen, was sich in Erfurt entwickelt hat.

Morten Rüdiger und Sascha Pfeffer
Sascha Pfeffer gegen Erfurt 2018 Bildrechte: imago/Picture Point

Steffen Freund moderiert Pressekonferenz

Ein besonderes Bonbon gibt es übrigens am Freitag nach der Partie. Steffen Freund wird die Pressekonferenz mit beiden Trainer moderieren. Der 52-Jährige schnürte einst u.a. bei Stahl Brandenburg und in Dortmund die Fußballschuhe, wurde Meister und Champions-League-Sieger und mit der Nationalmannschaft Europameister 1996. Aktuell arbeitet er als Experte und Co-Kommentator bei RTL.

Steffen Freund, Fussball Co Kommentator
Prominenter PK-Gast: Steffen Freund Bildrechte: imago images/Sven Simon

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FC Rot-Weiß Erfurt - BFC Dynamo
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Oktober 2022 | 16:00 Uhr

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