Handball | Bundesliga Wildcats geben Klassenerhalt als Saisonziel aus

Die Vorbereitung verlief für Union Halle-Neustadt etwas holprig. Auch die neue Saison dürfte für das Team von Katrin Welter alles andere als leicht werden. Oberstes Ziel ist erneut der Klassenerhalt in der 1. Liga.

"Wir müssen es schaffen, zwei Vereine hinter uns zu lassen", sagt die neue Trainerin Katrin Welter. Unter der Regie ihres Vorgängers Jan-Henning Himborn gelang in der vergangenen Saison der Klassenverbleib nach dem Aufstieg. Zweimal zuvor war der SV Union in die Frauen-Handball-Bundesliga auf- und direkt wieder abgestiegen. "Ich gehe davon aus, dass der Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag dauern kann", sagt Welter. An diesem Samstag (18:00 Uhr live in der SpiO-App) geht es los beim BSV Sachsen Zwickau, der seinerseits sein erstes Erstligaspiel seit gut 26 Jahren absolvieren wird.

Jan-Henning Himborn und Katrin Welter
Jan-Henning Himborn und Katrin Welter Bildrechte: SV UNION Halle-Neustadt

Welter hat die sportliche Verantwortung in der Sommerpause übernommen. Die ehemalige Handballerin saß aber bereits seit dem 1. April neben ihrem Sportlichen Leiter und dem damaligen Coach Himborn auf der Trainerbank und konnte in den vergangenen vier Monaten das Umfeld ihres neuen Vereins und das Team kennenlernen. Allerdings hat sich die Mannschaft erheblich verändert.

Sechs Abgänge - Fünf Neuverpflichtungen

Sophie Lütke (Sport-Union Neckarsulm), Danique Boonkamp (Westfriesland/Niederlande), Jenice Funke (SV Werder Bremen), Nadine Smit, Laura Winkler (beide Karriereende) und Alexandra Mazzucco verließen den SV Union. Als Neuzugänge verpflichtete der Bundesligist Julia Niewiadomska, Simone Spur Petersen (beide HSG Bensheim/Auerbach), Judith Tietjen (VfL Waiblingen), Edita Nukovic (Skövde HF) und Camilla Madsen (Horsens HK).

Sophie Lütke, SV Union
Sophie Lütke spielt künftig für Neckarsulm Bildrechte: imago images/VIADATA

Holprige Vorbereitung

Vor allem Lütkes Abgang reißt eine große Lücke. Die universell einsetzbare Spielmacherin gehörte neben Torfrau Anica Gudelj und Helena Mikkelsen zu festen Größen im halleschen Team. Die Berlinerin übernahm in brenzligen Situationen oft die Verantwortung und rettete dem Verein so manchen wichtigen Punkt. "In die Rolle von Lütke könnte Madsen schlüpfen. Allerdings verlief unsere Vorbereitung aufgrund des Verletzungspechs sehr holprig", sagte die hallesche Trainerin. Spielmacherin Cecilia Woller wird dem SV Union frühestens zum Saisonendspurt zur Verfügung stehen. Abwehrchefin Pia Dietz fiel ebenfalls aus.

"Deswegen muss die Last der Verantwortung nun auf mehrere Schultern verteilt werden. Hinsichtlich der Qualität des Kaders bewegen wir uns auf einem ähnlichen Niveau wie in der vergangenen Saison. Aber die Mannschaft muss sich noch finden", sagte Himborn, der über die Angabe des Budgets für das Bundesligateam keine Angabe machte. Seine Nachfolgerin setzt bei der Mission Klassenverbleib auf Tempospiel. "Wir sind auf einem guten Weg, aber es können natürlich nicht alle Abläufe passen", betonte Welter. Das Duell am Samstag in Zwickau wird noch nicht die Abstiegsfrage klären. Der Verlierer des mitteldeutschen Derbys steht jedoch sofort unter Erfolgsdruck.

dpa

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