Volleyball | Bundesliga "Natürlich werden auch Wackler kommen" – Meister Dresdner SC geht in seine 25. Bundesligasaison

Die Frauen des Dresdner SC gehen als amtierende Meisterinnen in ihre 25. Bundesligasaison der Vereinsgeschichte. Am Mittwochabend (6. Oktober) wartet der Auftakt in Wiesbaden. Die Elbestädterinnen mussten namhafte Abgänge verkraften, aber sind im engen Kampf um die Spitze keineswegs chancenlos.

"Ich bin sehr positiv gestimmt", sagte DSC-Außenangreiferin Jennifer Janiska nach dem zurückliegenden Erfolg über Schwerin im Supercup. Trotz Kaderumbruchs und Verletzungssorgen zeigte sich das junge Dresdner Team (22,6 Jahre im Durchschnitt) in hoffnungsvoller Frühform. "Natürlich werden auch ein paar Wackler kommen", ahnt die 27-Jährige, aber "ich bin gespannt, was diese Saison zu sehen ist, wenn die Mannschaften ihren Rhythmus aufgenommen haben. Es wird sehr, sehr spannend, wer am Ende oben stehen wird."

Nach dem Mittwochsauftakt in Wiesbaden empfängt Dresden am kommenden Sonntag (10. Oktober) daheim die Ladies in Black Aachen. Dann wartet schon die erneute Reise nach Schwerin (15. Oktober), ehe Potsdam an der Elbe gastiert (23. Oktober). Anschließend steigt das mitteldeutsche Duell beim VfB Suhl (30. Oktober).

DSC-Außenangreiferin Jennifer Janiska 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mo 04.10.2021 14:31Uhr 00:48 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-volleyball-dresdner-sc-jennifer-janiska-100.html

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Der letzte Eindruck

144 Minuten packenden Volleyball über fünf Sätze lieferten sich Meister DSC und Pokalsieger Schwerin am vergangenen Wochenende beim bereits erwähnten Supercup, den sich letztendlich zum ersten Mal die Gäste aus Sachsen sicherten. "Ich war schon ein bisschen beeindruckt von unserer Mannschaft", sagte Trainer Alexander Waibl nach dem dramatischen 3:2 (25:17, 25:18, 17:25, 18:25, 15:10), "wir haben von Anfang an ein hervorragendes Niveau gespielt."

DSC-Trainer Alexander Waibl 1 min
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Mo 04.10.2021 15:09Uhr 00:42 min

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Ein Blick zurück

Der alles entscheidende Doppelblock von Camilla Weitzel und Jenna Gray im fünften Spiel einer denkwürdigen Finalserie gegen den favorisierten MTV Stuttgart bescherte dem Dresdner SC vor gut fünfeinhalb Monaten den unerwarteten sechsten Meistertitel seit 1999. Nach zwei Siegen zu Beginn hatten die Schwäbinnen eigentlich schon eineinhalb Hände an der Schale, ehe der DSC in zwei aufeinanderfolgenden Fünfsatz-Krimis die Oberhand behielt und die Dramaturgie noch einmal auf die Spitze trieb.

Die Spielerinnen des Dresdner SC jubeln
Bilder sagen mehr als 1.000 Worte – die DSC-Frauen jubeln nach dem entscheidenden Meisterschaftspunkt gegen Stuttgart im April. Bildrechte: imago images/Hentschel

Während Stuttgart vor allem der verletzungsbedingte Ausfall von Ausnahmekönnerin Krystal Rivers schwächte, blieben die euphorisierten Dresdnerinnen bis zum Schluss nervenstark. Spiel fünf entschied das Team von Trainer Alexander Waibl in heimischer Halle eng, aber glatt mit 3:0 (25:20, 25:23, 26:24) für sich. "Das sind so viele Emotionen, die wir da durchleben, es gab so viele Up and Downs. Jetzt fällt alles an uns ab und bei mir kommen die Tränen. Wir sind sehr glücklich", sagte die überragende DSC-Akteurin Maja Storck.

Der Trainer

Alexander Waibl steht die mittlerweile 13. Saison als Cheftrainer des Dresdner SC bevor. Die sächsische Landeshauptstadt ist längst zur Wahlheimat des gebürtigen Schwaben geworden. Seit Waibls Amtsantritt im Jahr 2009 füllte sich die Klubvitrine mit den Meisterschalen 2014, 2015, 2016 und 2021, den DVV-Pokaltrophäen 2010, 2016, 2018 und 2020 sowie einem Europapokal (2010) und jüngst dem Supercup.

Trainer Alexander Waibl (Dresden) vor seiner Mannschaft
DSC-Trainer Alexander Waibl gibt Anweisungen im Teamkreis. Bildrechte: IMAGO / Pressefoto Baumann

Bereits im Vorjahr verlängerte der heute 53-Jährige seinen Vertrag bis 2023. Damals unterstrich Waibl: "Mich treibt die tägliche Arbeit mit ambitionierten Sportlerinnen an und dazu beizutragen, dass unsere Spielerinnen sich entwickeln und ihre Grenzen verschieben. Für mich gibt es keinen Verein, der diesen Spagat aus Anspruch und Förderung von Talent so gut miteinander verbindet wie der DSC. Das ist keine Selbstverständlichkeit und schon gar nicht der einfachere Weg."

Wer blieb?

hinterm Netz: Maja Storck (Dresden) gegen Michaela Mlejnkova und Mira Todorova (17, beide Stuttgart)
Maja Storck war "MVP" der Vorsaison und ein Meistergarant des DSC. Bildrechte: IMAGO / Hentschel

Die vielleicht wichtigste Personalnachricht machte der DSC nur zwei Tage nach dem Meistertitel publik: Diagonalangreiferin Maja Storck verlängerte ihren Vertrag um ein weiteres Jahr. "Eine Riesennachricht", jubelte Trainer Alexander Waibl. Die Schweizer Nationalspielerin hatte als Topscorerin nicht nur maßgeblichen Anteil am Triumph über Stuttgart, sondern wurde anschließend auch zur wertvollsten Bundesliga-Akteurin des Jahres gekürt.

Storck selbst sagte: "Wir haben so viel erreicht und uns so viel erarbeitet. Ich freue mich, im nächsten Jahr daran anzuknüpfen, mit neuem Schwung in die Saison zu gehen und ich freue mich riesig auf die Champions League."

Wer ging?

Lena Stigrot
Kapitänin Lena Stigrot verließ den DSC gen Italien. Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel

Dennoch erlebte der amtierende Meister im Sommer einen veritablen Umbruch im Kader. Lenka Dürr, Libera und 221-fache Nationalspielerin, beendete ihre beeindruckende Karriere, die sie in den vergangenen beiden Jahren mit einem Pokalsieg und der Meisterschaft im DSC-Trikot abrundete. Weiterhin schmerzen die Abgänge von Kapitänin und Außenangreiferin Lena Stigrot (Roma Volley Club) sowie Mittelblockerin Camilla Weitzel (Cheri 76).

Beide Leistungsträgerinnen wollten eine neue Herausforderung in der italienischen Eliteklasse. Auch Außenangreiferin Emma Cyris, die ihre Karriere mit erst 20 Jahren vorzeitig beendete, hätten die Verantwortlichen gerne behalten. Zudem verließen Lina-Marie Lieb, Morgan Hentz und Naya Crittenden den Verein.

Wer kam?

Spielerinnen jubeln
Die Flexibilität von Neuzugang Linda Bock (re.) ist sehr gefragt. Bildrechte: imago images/Newspix

Sechs Spielerinnen sind neu in der sächsischen Landeshauptstadt. Wobei neu für Kristina Kicka die nicht ganz treffende Beschreibung ist. Die 29-Jährige Diagonalangreiferin schmetterte bereits zwischen 2013 und 2016 überaus erfolgreich für den DSC. Nach mehreren Auslandsstationen und einem Abstecher nach Aachen kehrte die erfahrene Belarussin nun zurück.

Viel Flexibilität musste Linda Bock bereits beweisen. Die etatmäßige Dürr-Nachfolgerin auf der Liberaposition kam vom USC Münster. Bock wurde jedoch durch die schwere Verletzung der ebenfalls erst frisch verpflichteten Jacqueline Quade direkt in den Außenangriff gestellt, um jüngst wieder auf Libera zu wechseln, weil Sophie Dreblow (aus Straubing gekommen) an einer Bänderdehnung laborierte. Komplettiert wird das Sextett durch die kanadische Mittelblockerin Layne van Buskirk und Außenangriffstalent Sina Stöckmann, die vom Stützpunktpartner Olympia Dresden wechselte.

Rückkehr der Fans

Pokal, Halbfinale, Dresdner SC - Schweriner SC 3:2
Die DSC-Frauen (hier ein Archivbild von vor vier Jahren) dürfen in dieser Saison endlich wieder mit den eigenen Fans jubeln. Bildrechte: imago/Matthias Rietschel

Der dramatische und erfolgreiche Ausgang der letzten Saison hatte natürlich vor allem einen Wermutstropfen – auch die Finalserie gegen Stuttgart musste vor leeren Rängen ausgespielt werden. Umso schöner, dass die Fans wieder zurück in die Halle kommen können. Ein Vorgeschmack lieferte der Supercup vor knapp 1.000 Zuschauern in Schwerin. Die heimische Margon-Arena dürfen die Rot-Schwarzen unter Anwendung der 3G-Regel aktuell zu 50 Prozent auslasten – das heißt, bis zu 1.400 Plätze dürfen besetzt werden.

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mhe

Sport

Dresdnerinnen feiern den Titel 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 24.04.2021 16:00Uhr 05:40 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 07. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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