Sa 09.10. 2021 18:00Uhr 14:30 min

Heute im Osten - Reportage

Leihmütter in der Ukraine

Komplette Sendung

Die 30-jährige Julia Matvienko aus einem ukrainischen Dorf in der Nähe von Kiew hat als Leihmutter gearbeitet. 15 min
Die 30-jährige Julia Matvienko aus einem ukrainischen Dorf in der Nähe von Kiew hat als Leihmutter gearbeitet. Bildrechte: MDR
MDR FERNSEHEN Sa, 09.10.2021 18:00 18:15

Bilder zur Sendung

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Tochter von Denise und Jens Walzner
Für viele junge Paare ist es nach wie vor ein großer Traum: Eine eigene Familie mit mindestens einem Kind. Bildrechte: MDR
Tochter von Denise und Jens Walzner
Für viele junge Paare ist es nach wie vor ein großer Traum: Eine eigene Familie mit mindestens einem Kind. Bildrechte: MDR
Denise und Jens Walzner aus Hofheim in Hessen, haben sich ihren Kinderwunsch mit Hilfe einer Leihmutter in der Ukraine erfüllt
Doch zuweilen macht die Natur einem einen Strich durch die Rechnung. Schon seit längerem versuchen Denise und Jens Walzner aus Hessen ein Kind zu bekommen, doch geklappt hat es bislang nicht. Bildrechte: MDR
Denise und Jens Walzner aus Hofheim in Hessen, haben sich ihren Kinderwunsch mit Hilfe einer Leihmutter in der Ukraine erfüllt
Einen Hoffnungsschimmer für die beiden bietet eine Leihmutterschaft. Dabei trägt eine andere Frau das Baby des Kinderwunsch habenden Paares aus. Bildrechte: MDR
Künstliche Befruchtung bei BioTexCom in Kiew, größter Dienstleister für Reproduktionsmedizin in der Ukraine
Legal ist das in Deutschland nicht, in der Ukraine schon. Dort hat sich bereits eine ganze Branche herausgebildet, die die Paare mit jungen Frauen verbindet, die ärztliche Behandlung organisiert und beiden Seiten über den gesamten Zeitraum der Schwangerschaft betreut. Bildrechte: MDR
Julia Matvienko, Leihmutter
Für nicht wenige Frauen in der Ukraine bedeutet eine Leihmutterschaft finanziellen Gewinn und auch Unabhängigkeit. Mit dem Geld, was junge Frauen wie Julia Matvienko verdienen, ist es ihnen möglich, eine eigene Wohnung zu beziehen oder sich nicht zwangsläufig in die Rolle der Hausfrau drängen zu lassen. Bildrechte: MDR
Baby in einer Kinderwunschklinik von BioTexCom in Kiew, größter Dienstleister für Reproduktionsmedizin in der Ukraine
Die Reportage beleuchtet beide Seiten der Leihmutterschaft und wirft damit einen Blick auf persönliche wie gesellschaftliche Aspekte gleichermaßen. Bildrechte: MDR
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Sie sind die letzte Hoffnung vieler kinderloser Paare: die Leihmütter in der Ukraine. Denn in Deutschland und vielen anderen europäischen Staaten ist Leihmutterschaft verboten, in der Ukraine hingegen eine Branche, in der Millionen verdient werden.

Wie funktioniert dieses Geschäft mit dem Babyglück? Filmemacherin Bettina Wobst macht sich in der "Heute im Osten - Reportage" auf den Weg in die Ukraine, besucht eine Fruchtbarkeitsklinik und trifft Leihmütter. Olena, eine 25 Jahre alte Kiewerin, hat sich von dem Geld den Traum von einer eigenen Wohnung erfüllt, für sich und ihren Sohn Nikita und wirbt selbst als Vermittlerin Frauen für den Job an. Die 30-jährige Julia lebt auf dem Land und will endlich mit ihrem Mann und ihrer Tochter aus dem engen Haus der Eltern ausziehen. Gerade außerhalb der Städte gäbe es kaum Arbeit für junge Frauen, sagt sie. Deshalb habe sie schon zweimal als Leihmutter gearbeitet und damit mehr verdient als ihr Mann in mehreren Jahren.

Die Reportage beobachtet, wie das Kind, das Julia geboren hat, an die genetischen Eltern Jens und Denise übergeben wird. Das deutsche Paar spricht über seine gescheiterten Versuche, durch künstliche Befruchtung, selbst ein Kind zu bekommen und wie es den Ausweg Leihmutterschaft gefunden hat.

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