Nea-Scout-Mission der Nasa schickt Mikrosatelliten zu Asteroiden

Mit der Mondmission der Nasa fliegt auch einer von zehn Mikrosatelliten mit an Bord der SLS Mega-Mondrakete. Die Nea-Scout-Mission soll aber nicht zum Mond fliegen, sondern zu einem Asteroiden. Angetrieben wird der kleine Satellit dabei von einem Sonnensegel.

Eine künstlerische Weltraumdarstellung mit dem Satelliten Near-Earth Asteroid Scout oder auch NEA Scout genannt. Angetrieben wird der Mikrosatellit von einem Sonnensegel. Im Hintergrund ist die Milchstraße zu erkennen.
Eine künstlerische Weltraumdarstellung mit dem Satelliten Near-Earth Asteroid Scout oder auch NEA Scout genannt. Angetrieben wird der Mikrosatellit von einem Sonnensegel. Im Hintergrund ist die Milchstraße zu erkennen. Bildrechte: Nasa

Update 17. November 2022
Die Mondmission
Artemis I ist am 16. November 2022 erfolgreich gestartet. Die Trennung zwischen dem Orion-Raumschiff und dem ICPS wurde vollzogen. In den nächsten Stunden und Tagen werden die ersten Cubesats in den Weltraum freigegeben.

Die Artemis-I-Mission startet zum Mond. An Bord der kryogenen Zwischenstufe ICPS (Interim Cryogenic Propulsion Stage) – die das Orion-Raumschiff auf dem ersten Stück seiner Mondreise antreiben wird – werden sich zehn kleine Satelliten befinden, die auch den Mond erkunden sollen. Doch manche von ihnen werden über die Mondumlaufbahn hinaus fliegen. 

Dazu gehört auch die Asteroiden-Mission Near-Earth Asteroid Scout (engl. erdnaher Asteroidenaufklärer, kurz: Nea-Scout), die mit einem Sonnensegel angetrieben wird. Mithilfe der Sonneneinstrahlung soll die kleine Cubesat-Raumsonde zu einem Asteroiden segeln. Zwar ist eine Sonnensegel-Mission im Weltraum keine neue Idee, wie es die Planetary Society mit Lightsail eins und zwei gezeigt haben, für die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa wird es aber die erste Weltraummission dieser Art sein.

Die Sonne als Motor auch im Weltraum

Angetrieben wird die Sonde von Photonen der Sonne. Wenn sie auf das Sonnensegel treffen, werden sie davon reflektiert und ihr Impuls treibt die Raumsonde voran. Dabei wird die Position des Sonnensegels je nach Winkeleinfall des Sonnenlichts verändert. Das Segel soll sich nach der Entkoppelung mit dem Dispenser – das Verbindungsstück zwischen Orion-Raumschiff und Triebwerk – entfalten. Dabei soll es eine Fläche von 86 Quadratmetern einnehmen. Je nach Ausrichtung des Segels und Sonneneinfall werden sich auch die Schubkraft und die Flugrichtung ändern – ähnlich wie ein Boot den Wind zum Segeln nutzt. 

Als Reiseziel hat sich die Nasa den erdnahen Asteroiden 2020 GE ausgesucht. Er soll einen Durchmesser von knapp 18 Metern haben und damit der kleinste Asteroid sein, zu dem bisher eine Sonde aufgebrochen ist. Die Reise soll ungefähr zwei Jahre andauern. Am Asteroiden angekommen, sollen die wissenschaftlichen Kameras von Nea-Scout die Rotation, Oberflächeneigenschaften und die genaue Größe und Form von 2020 GE untersuchen.

Kleine Asteroiden: Unbekannte Wesen

Viel wissen internationale Wissenschaftler und Forscherinnen über solche kleinen Asteroiden nicht. Wirklich gefährlich im Sinne eines Einschlags sind solch kleinen Himmelskörper zwar nicht, jedoch kommen sie weitaus häufiger vor als größere Asteroiden

Nea-Scout soll mit nur 30 Metern pro Sekunde an dem Asteroiden vorbeifliegen. Laut der Nasa wird dies wohl der langsamste Vorbeiflug an einem Asteroiden sein, der je getätigt wurde. Das verschafft dem Forschungsteam einige Stunden, in denen sie den Asteroiden 2020 GE untersuchen können. Nea-Scout wird zudem eine Art Generalprobe für zukünftige Missionen mit Sonnensegeln sein, wie die Solar Cruiser Mission, die 2025 starten soll.

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