Covid-19 Corona-Pandemie: Geburtenrate in Deutschland leicht gestiegen

In vielen Industrieländern ist die Zahl der Geburten während der Corona-Pandemie zurückgegangen, wie eine internationale Studie zeigt. Nicht so in Deutschland, wo es seit März 2020 einen leichten Anstieg gab.

Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz schiebt einen Kinderwagen.
Bildrechte: IMAGO / Westend61

Die Forschenden um Arnstein Aassve von der Mailänder Universität Bocconi verglichen für ihre Untersuchung die Geburtendaten aus 22 Industrieländern für den Zeitraum von Januar 2016 bis März 2020. Dazu ermittelten sie mit einer Formel die sogenannte rohe Geburtenrate pro Monat. Das ist die Zahl der lebendgeborenen Kinder im Kalenderjahr bezogen auf 1.000 Einwohner. Sie berechneten dafür das Verhältnis zwischen den monatlichen Lebendgeburten und der mittleren Bevölkerungszahl (pro Monat) und multiplizierten diesen Wert mit 1.000 und 12. Weitere Modelle nutzten sie, um saisonale Effekte und langfristige Entwicklungen miteinzubeziehen. Im Ergebnis gingen die Werte in Italien (-9,1 Prozent), Ungarn (-8,5), Spanien (8,4) und Portugal (-6,6) am stärksten zurück.

Rückgang vor allem im Süden und Osten Europas

Auch in den meisten anderen untersuchten Staaten sanken die Geburtenzahlen. Allerdings nicht in Deutschland, wo es ein leichtes Plus gab – ebenso wie in Dänemark, Finnland und den Niederlanden. Auffällig ist dabei, dass in süd- und osteuropäischen Ländern eher Rückgänge zu verzeichnen waren, während die Staaten mit einem Zugewinn in West- und Nordeuropa liegen. Die Ursachen dafür müssen nun in weiteren Studien erforscht werden – ebenso wie die künftige Entwicklung der Geburtenraten in der hoffentlich bald Post-Corona-Zeit.

cdi

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