✔️ Stimmt: Zu viel Porno-Konsum verändert Hirnstruktur

Geprüft von der MDR WISSEN-Redaktion am 17.12.2021.

Porno-Konsum
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Heute ist der Zugang zu Sex und sexuellen Inhalten durch das Internet leichter als je zuvor und nahezu unlimitiert. Für jede sexuelle Neigung gibt es eine Nische. Das ist zum einen eine sexuelle Befreiung, kann aber auch zu einer Sucht werden. Übermäßiger Pornokonsum über einen langen Zeitraum verändert die Hirnstruktur. Forschende konnten mittels MRT nachweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Pornokonsums und der Größe des Striatums gibt. Diese Hirnregion gehört zum Belohnungszentrum des Gehirn. Je mehr Pornos konsumiert wurden, um so kleiner war die Region. Auch die Belohnungsaktivität des Gehirns ist bei Menschen, die oft Pornografie betrachten, geringer. Das Gehirn braucht also immer stärkere Reize, um Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin und Endorphine auszuschütten. Außerdem gibt es einen Zusammenhang zwischen übermäßigem Pornokonsum und Erektionsstörungen.

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