Raumfahrt Light Sail 2: Raumsonde mit Sonnensegel ist in der Erdatmosphäre verglüht

Raumsonden brauchen nicht immer Sprit, um durchs Weltall zu fliegen. Die Raumsonde Light Sail 2 wurde mit einem Sonnensegel angetrieben. Etwas mehr als drei Jahre ist sie um die Erde gewandert, bis sie am 22. November 2022 in der Erdatmosphäre verglüht ist.

LightSail 2 mit aufgeklapptem Sonnensegel
Light Sail 2 mit aufgeklapptem Sonnensegel Bildrechte: Josh Spradling / The Planetary Society

"Light Sail 2 ist nach mehr als drei glorreichen Jahren am Himmel verschwunden, in denen sie dem Antrieb mit Licht den Weg geebnet hat", erklärt Bill Nye. Er ist der Geschäftsführer der Planetary Society, die eine Raumsonde mit Sonnensegel-Antrieb im Juni 2019 ins Weltall geschickt hat.

Am 17. November 2022 sei sie – laut einer Pressemitteilung der Planetary Society – in der Erdatmosphäre verglüht. Trotz fehlender Schwerkraft und fehlendem Wind konnte die Raumsonde mit einem Sonnensegel angetrieben werden. Bereits mit Light Sail 1 konnte die gemeinnützige Organisation dies beweisen.

Von der Sonne angetrieben: Raumsonde Light Sail 2

Insgesamt ist die zweite Generation der Raumsonde 18.000 mal um die Erde gekreist und das in einer Entfernung von 720 Kilometern über dem Meeresspiegel. Die Internationale Raumstation ISS fliegt zum Vergleich in einer Höhe von ungefähr 400 Kilometern über uns hinweg.

LightSail2 schaut aus dem Weltraum auf Kuba und die Bahamas.
Light Sail 2 schaut aus dem Weltraum auf Kuba und die Bahamas. Bildrechte: The Planetary Society

Die Raumsonde wurde mit Sonnenstrahlen angetrieben. Besser gesagt: Mithilfe der Lichtteilchen, also der Photonen der Sonne. Diese trafen auf das 32 Quadratmeter große Segel aus einer hauchdünnen Folie. Ursprünglich sollte Light Sail 2 nur wenige Wochen um die Erde kreisen, doch die Betreiber der Sonde entschieden sich für eine Missionsverlängerung.

NASA will es der Planetary Society nachmachen

Auch die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA will diese Art der Fortbewegung testen. Mit der Mondmission Artemis I hat sie auch zehn kleine Cubesats (kleine würfelförmige Satelliten) ins All geschickt. Einer von ihnen ist NEA Scout, der mithilfe eines Sonnensegels zu einem Asteroiden fliegen soll. Das Sonnensegel wurde entfaltet, doch danach verlor das Missionsteam den Kontakt zur Raumsonde.

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