Ungarische Studie Manche Hunde können zwölf neue Wörter pro Woche lernen

Alle Hunde sind schlau, wie ihre Besitzer wissen. Einige sind aber besonders intelligent und können sich regelmäßig neue Wörter merken - bis zu zwölf pro Woche. Das hat eine ungarische Studie herausgefunden.

Whisky ist einer der talentierten Hunde, die an der Studie der Universität Eötvös Loránd teilnahmen.
Whisky ist einer der talentierten Hunde, die an der Studie der Universität Eötvös Loránd teilnahmen. Bildrechte: Helge O. Savela

Die Forschenden der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest führten die aktuelle Untersuchung im Rahmen des "Family Dog Projects" durch, bei dem verschiedene Aspekte der Beziehung zwischen Mensch und Hund analysiert werden. Nun suchten die Wissenschaftler um Shany Dror weltweit nach Hunden, die die Namen ihrer Spielzeuge gelernt hatten. Das sei gar nicht so leicht gewesen, da die meisten Tiere zwar Wörter lernen könnten, die mit Handlungen verbunden sind wie "Sitz", erklärt Dror. Doch nur wenige könnten dies auch bei den Namen von Objekten.

Von den Hunden kann auch viel über Menschen gelernt werden

Letztlich fanden die Experten sechs Hunde, deren Halter für die Experimente online zugeschaltet wurden, da sie auf verschiedenen Kontinenten leben und die Untersuchung unter den Bedingungen der Corona-Pandemie stattfand. Die Vierbeiner kannten dabei schon bis zu 100 Wörter, in der Studie sollten die Grenzen ihrer Merkfähigkeiten noch weiter ausgetestet werden. Dazu lernten sie erst sechs neue Begriffe in einer Woche, später wurden es sogar zwölf. Nach einem und nach zwei Monaten wurde zudem überprüft, ob sie sich noch an die Wörter erinnern konnten, was der Fall war. "Die Studie zeigt nicht nur, dass einige begabte Hunde neue Wörter mit erstaunlichem Tempo lernen können, sondern standardisiert auch eine Art, wissenschaftlich zu arbeiten", betont Dror.

Auch wenn die Hunde in der Studie allesamt Border Collies waren, so finden sich doch auch in anderen Rassen sehr talentierte Hunde, wie Shany Dror erklärt. Die Forschenden suchen weiter nach begabten Vierbeinern, etwa Deutschen Schäferhunden oder Pekinesen. Über die Hunde lasse sich auch menschliches Verhalten besser verstehen, erläutert der Co-Autor Prof. Adam Miklósi. Denn so könne man untersuchen, wie andere Spezies die menschliche Sprache verarbeiten. Dazu habe sich auch gezeigt, dass es bei anderen Tierarten offenbar ebenso besonders talentierte Individuen gebe - und nicht nur beim Menschen.

cdi