Sternschnuppen Vier Tipps, wie Sie die Leoniden erleben können

Heute Nacht (vom 17. zum 18. November) erreicht der Strom der Leoniden seinen Höhepunkt. 10 bis 15 Meteore pro Stunde sind dann zu erleben, besonders hell, besonders schnell. Hier erfahren Sie, wo und wann Sie die Leoniden am besten erleben.

Meteoritenschauer der Leoniden über Iranischer Karawanserei, 1999
Ein Bild aus einer besseren Leonidennacht am 18. November 1999. Diese Aufnahme wurde in der Karawanserei Deh Nahmak im Iran gemacht. Bildrechte: imago/Leemage

Tipp 1: Warm anziehen

Jedes Jahr Mitte November durchquert die Erde den Strom der Leoniden, die Reste des Kometen 55P/Temple-Tuttle. Als Abonnenten unseres Weltraumkalenders wissen Sie das.

November heißt aber auch: Es kann kalt werden. Warm anziehen ist also das Gebot der Stunde. Und es heißt auch: ob der Herbsthimmel einen Blick auf die Sternschnuppen zulässt, ist fraglich. So auch in diesem Jahr. Mitteldeutschland liegt in der Nacht unter Wolken, meldet das MDR Wetter, die nur ganz selten aufreißen. Es gibt Regen und die Temperaturen gehen bis auf 1 Grad herunter.

Tipp 2: Nach Nordosten

Wo ist das Wetter besser? Die Ostsee bietet sich an, denn ganz im Nordosten der Republik ist es heute Nacht wolkenfrei, meldet das Tagesschau-Wetter. Falls Sie gerade dort sind, lohnt es sich früh aufzustehen oder länger aufzubleiben. Ab Mitternacht sind die Leoniden zu sehen, wenn Sie Richtung Osten schauen, dort geht das Sternbild Löwe auf. Am meisten Sternschnuppen sind gegen morgen zu erleben, ab 5 Uhr finden Sie den Löwen Richtung Süden.

Der Nachthimmel Mitte November über Leipzig
Sonnabendfrüh, 5 Uhr über Leipzig. Das Sternbild Löwe/Leo (Bildmitte) im Südosten über der Mondsichel. Dort können Sie mit etwas Wetterglück die Leoniden sehen. Bildrechte: Stellarium.org

Tipp 3: Versuchen Sie es am Sonnabend

Vielleicht haben Sie in der Nacht zum Sonnabend bzw. am frühen Sonnabendmorgen mehr Glück. Dann könnte es mehr Wolkenlücken geben und dann kommt möglicherweise der Vorteil der Leoniden zum Tragen. Denn der Strom ist zwar nicht reich, dafür gibt es immer wieder besonders helle Meteore zu erleben. Und mit 70 Kilometer pro Stunde auch besonders schnelle.

Tipp 4: 2033 wird grandios

Gut, dieser Tipp ist eher für Menschen, die langfristig planen. Aber er erzählt etwas über die Dynamik des Meteorstroms dieses Kometen bei seiner Wanderung durch das Sonnensystem. Derzeit befindet er sich nämlich fern der Sonne. Für Kometen nicht so schön. Sie brauchen die Wärme unseres Heimatsterns, um ihre ganze Pracht zu entfalten. Näher an der Sonne heißt dann auch: mehr Meteore. Wahre Meteorströme versprechen die Astronomen daher für 2033, wenn Temple-Tuttle wieder in die Nähe der Sonne kommt.

gp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 14. November 2022 | 09:15 Uhr

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