MDR-Meinungsbarometer Corona und Mobilität: Gehen Sie auch mehr zu Fuß?

Corona hat deutliche Auswirkungen auf die Mobilität der meisten Befragten in Mitteldeutschland. Nur etwa 40 Prozent gaben an, dass die Pandemie nichts an ihrer Mobilität geändert hat. Die überwiegende Mehrheit aber (58 %) schränkt sich ein, viele davon sogar stark.
Nur ein Fortbewegungsmittel wird durch die Pandemie deutlich mehr genutzt als vorher: Die eigenen Füße. Und das könnte auch nach überstandener Pandemie so bleiben.

MDRfragt - das MDR-Meinungsbarometer - hat sich zum Thema "Corona und Mobilität" Ende März in Mitteldeutschland umgehört. 25.143 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben geantwortet. Und die wichtigsten Ergebnisse zeichnen ein klares Bild, wenngleich der Überraschungseffekt gering sein dürfte.
Ja, in Corona-Zeiten ist die Mobilität der meisten Menschen zurückgegangen.

Angst vor Infektion?

Wenn man dann auf Ursachenforschung geht, springt einen zuerst die Angst vor Ansteckung in öffentlichen Verkehrsmitteln an. Egal, ob Nahverkehr, Bahn oder Flugzeug: In allen Altersgruppen herrscht eine recht große Angst vor einer Infektion in diesen Verkehrsmitteln.

Dafür fahren die Leute wohl mehr mit dem eigenen Auto, könnte man denken. Doch weit gefehlt.
Es ist das vielleicht überraschendste Ergebnis der ganzen Befragung: Zwar fahren rund zehn Prozent der Befragten tatsächlich mehr mit dem eigenen Auto als vorher. Aber mehr als dreimal so viele (31 %) haben auch das Autofahren in Pandemie-Zeiten eingeschränkt.

Auswirkungen auf einzelne Fortbewegungsmittel

Wenn Sie sich im folgenden Fenster durch die Diagramme zu den einzelnen Fortbewegungsarten klicken, wird noch mehr deutlich:
Zum einen ist das Fahrrad während der Pandemie bei den befragten Menschen noch nicht so stark im Kommen, wie man vielleicht denken könnte und wie man anderenorts bereits nachgewiesen hat.
Und zum anderen gibt es nur eine Fortbewegungsart, die man gemäß dieser Befragung als "Sieger der Pandemie" bezeichnen kann: Das Zu-Fuß-Gehen. Klare Verlierer sind dagegen die öffentlichen Verkehrsmittel.

(Keine) Vorhaben für die Zukunft?

Oft hört und liest man, dass die Pandemie neben allem Leid und Ärger zumindest eine Chance biete: Dass sich die Mobilität der Menschen dauerhaft verändern könnte, selbst wenn die Corona-Zeit irgendwann vorbei ist. Hin zu einer Mobilität, die gesünder für die Menschen selbst und für unseren Planeten wäre.

Die 25.143 befragten Menschen wollen das allerdings nur zum Teil unterstützen. Von einer großen Mehrheit, die in Zukunft alles komplett anders machen will als früher, kann keine Rede sein.

"Spitzenreiter" bei den Fortbewegungsmitteln, die die Menschen dauerhaft weniger nutzen möchten als früher, ist das Flugzeug. Aber es sind "nur" 16 Prozent der Befragten, die das vorhaben.

Etwas höhere Spitzenwerte produzierte die umgekehrte Frage, welche Fortbewegungsarten man dauerhaft mehr nutzen möchte als früher. Immerhin 29 bzw. 26 Prozent der Befragten können sich das beim Zu-Fuß-Gehen und Fahrradfahren gut vorstellen.

Alle als interaktive Diagramme umgesetzten Ergebnisse dieser Befragung (etwas mehr als in diesem Artikel) finden Sie gebündelt und in größerer Darstellungsart hier.

Außerdem können Sie sich unter dem folgenden Link die schriftliche und grafische Umfrage-Auswertung von MDRfragt als PDF-Datei herunterladen.

Corona-Verkehrsbremse + Text 45 min
Bildrechte: MDR
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