Tipps 6 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Was kann jeder einzelne von uns tun, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und damit nicht nur Geld zu sparen, sondern auch nachhaltiger zu konsumieren? Karolin Schmidt und Stefan Kreutzberger geben einige Tipps:

Ein Einkaufszettel liegt auf Prospekten der Lebensmittel-Dicounter
Wer plant, schmeißt weniger weg. Bildrechte: imago/MiS

1. Lagerung: Bei Obst und Gemüse die Verpackung entfernen und Käse oder Ähnliches aus der Plastikverpackung umfüllen, zum Beispiel in luftdichte Tupper- oder Glasdosen. Außerdem ist es hilfreich zu beachten, an welcher Stelle im Kühlschrank sich bestimmte Lebensmittel am längsten halten.

2. Planung: Welche Mahlzeiten würde ich gerne im Laufe der Woche zubereiten? Was habe ich noch da? Was brauche ich potenziell? Wann verderben die Sachen – und zwar nicht mit Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum? Leichter verderbliche Lebensmittel – zum Beispiel frisches Gemüse – sollten nicht vergessen werden.

3. Einkaufszettel: 70 Prozent der Kaufentscheidungen werden laut Kreutzberger unvorbereitet getroffen. Deshalb sollte ich mir vor dem Einkauf eine Liste schreiben. Bei jedem Teil, das über meine Notizen hinausgeht, sollte ich mir genau überlegen: Brauche ich das wirklich oder brauche ich es nicht?

Stefan Kreutzberger ist freier Journalist und Autor. 2011 erschien sein Buch "Die Essensvernichter", in dem er gemeinsam mit Valentin Thurn über Gründe für Lebensmittelverschwendung in der gesamten Lieferkette berichtet. Kreutzberger ist außerdem Gründungsmitglied der Organisation Foodsharing.

Karolin Schmidt arbeitet seit Oktober 2015 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Umweltpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie promovierte zum Thema Lebensmittelüberkonsum und Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten.

4. Angeboten widerstehen: Auf unnötige Großpackungen verzichten – selbst, wenn der 100 Gramm-Preis verlockend ist. Stattdessen nur die Packungsgröße kaufen, die man tatsächlich benötigt. "Wenn ich es am Ende wegwerfe, hab ich auch nicht wirklich gespart", sagt Karolin Schmidt.

5. Verwertung: Reste und Restzutaten weiterverwerten und den Speiseplan daran anpassen – und bereit sein, mal zwei Tage hintereinander die gleiche Hauptmahlzeit zu essen. "Ansonsten macht man eben eine Pizza-Party mit allen Resten", empfiehlt Schmidt.

6. Foodsharing: Foodsharing-Verteiler oder ähnliches nutzen, wenn man selbst nicht alles essen kann, was man gekauft hat. Oder auch Lebensmittel daraus mitnehmen, die jemand anderes abgegeben hat.

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