Sars-CoV-2 WHO-Forscher suchen in Wuhan nach Covid-19 Ursprung

Nach zwei Wochen in Quarantäne kann ein Forscherteam der WHO mit seiner Suche nach dem Ursprung der Corona-Pandemie im chinesischen Wuhan beginnen. China registriert derweil wieder Neuinfektionen.

WHO-Mitarbeiter sitzen mit Maske in einem Bus in Wuhan.
Das Team der WHO in einem Bus in Wuhan: Die Forscher konnten am Freitag ihre Arbeit aufnehmen, nachdem sie zuvor 14 Tage in Quarantäne verbringen mussten. Bildrechte: IMAGO / Kyodo News

Können Forscher über ein Jahr nach dem Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im chinesischen Wuhan noch den Ursprung der globalen Pandemie finden? Ein dreizehnköpfiges Team der Weltgesundheitsorganisation WHO ist mit dieser Mission in die Millionenmetropole gekommen. Nach zwei Wochen in strenger Quarantäne durften die Forscher unter der Leitung von Peter Ben Embarek am Freitag (29.01.) ihre Arbeit aufnehmen.

Embarek ist ein Experte für sogenannte Zoonosen. Das sind Krankheitserreger, die verschiedene Spezies befallen und so Artgrenzen überschreiten können. Viele Wissenschaftler sind sich relativ sicher, dass Sars-CoV-2 ursprünglich in Fledermäusen heimisch war und über ein Zwischenwirt auf Menschen übergesprungen ist.

Deutscher Experte nur virtuell dabei

Mit dabei sollte eigentlich auch der Deutsche Veterinär Fabian Leendertz vom Robert Koch-Institut sein. Er blieb einem Bericht des Science-Magazins zufolge allerdings doch in Deutschland und verfolgt die Arbeit seiner Kollegen nur virtuell. Leendertz erforscht Zoonosen in westafrikanischen Regenwäldern und verfolgt dort unter anderem gefährliche Milzbranderreger.

Die Forscher in Wuhan, unter ihnen die dänische Virologin Thea Fischer, wollen verschiedene Krankenhäuser und den Wildtiermarkt besuchen, die mit den ersten dokumentierten Corona-Fällen in Zusammenhang stehen. Außerdem haben sie den Wunsch geäußert, das Hochsicherheitslabor zu besuchen, in dem mit Viren gearbeitet wird.

Schweirige Suche nach "Patient 0"

Der Markt ist höchstwahrscheinlich nicht der Ausgangspunkt der Pandemie, denn es wurden andere Fälle dokumentiert, die sich früher ereigneten und nicht mit dem Markt in Verbindung standen. Aber die Forscher hoffen, von Händlern mögliche Hinweise auf die Ursprünge der Pandemie zu erhalten. Oberstes Ziel der Reise sei vor allem die Zusammenarbeit mit den chinesischen Kollegen zu verbessern und von ihnen gesammelten Daten zu begutachten, sagten die Forscher internationalen Medien. Ob der sogenannte Patient 0 also gefunden werden kann, ist ungewiss.

China hatte sich lange gegen den Besuch der WHO-Experten gesperrt. Die Führung befürchtet, für die Pandemie verantwortlich gemacht zu werden. Zudem hat das Land seit Monatsbeginn plötzlich mit neuen Ausbrüchen der Viruserkrankung in zwei nördlichen Provinzen zu kämpfen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

(ens)

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