MDR WISSEN Adventskalender Gold entsteht, wenn Sterne verschmelzen

Bis Weihnachten gibt es im MDR WISSEN Adventskalender jede Menge verrückte Fakten aus der Astrophysik. Das Fest der Geschenke rückt langsam näher – und passend dazu geht es heute um Gold!

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Bis heute ist nicht abschließend geklärt, woher schwere Elemente wie Gold, Blei und Uran eigentlich ursprünglich kommen. Die Vermutung: Während einige leichte Elemente, wie Wasserstoff und Helium, höchstwahrscheinlich bereits kurz nach dem Urknall entstanden, wurden schwerere Elemente erst später durch Kernfusion von Sternen erzeugt. Und die ganz schweren brauchen noch extremere Prozesse. Nur: direkt beobachten lässt sich so etwas nicht, weil es in weit entfernten Galaxien stattfindet.

Es braucht vor Allem Druck

Damit beispielsweise Gold entsteht, braucht es extrem viel Druck. Deswegen kann das Element nur entstehen, wenn besonders massenreiche Sterne – sogenannte Neutronensterne – kollidieren. Unser Heimatstern, die Sonne, würde beispielsweise nicht ausreichen. Sie könnte allenfalls genug Druck aufbauen, um Kohlenstoff zu erzeugen.

Dass zwei Neutronensterne verschmelzen, konnten Forschende 2017 beobachten, weil dabei sogenannte Gravitationswellen entstehen – und die wiederrum können wir messen. Wie Gold entsteht, ist allerdings damit immer noch nicht abschließend geklärt. Offen bleibt zum Beispiel, wie das Gold aus dem All auf unsere Erde gekommen ist.

Und es gibt auch noch andere Theorien: Neusten Erkenntnissen zufolge könnte Gold auch in den Materiescheiben um Schwarze Löcher entstehen.

Mehr zum Thema

Wie das Gold in die Welt kam, diese Frage beschäftigt auch unseren MDR-Wissen Kollegen Karsten Möbius. Und hier geht's zum ausführlichen Artikel:

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