#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 15. September

1939: Erster Kriegsdienstverweigerer des Zweiten Weltkrieges hingerichtet

Der 29-jährige August Dickmann war der erste Kriegsdienstverweigerer des Zweiten Weltkrieges in Deutschland. Von den Nazis wurde er deshalb in das KZ Sachsenhausen gesperrt und am 15. September 1939 auf Befehl von Heinrich Himmler öffentlich hingerichtet. Zur Abschreckung wurde die Nachricht von der Hinrichtung in der Presse veröffentlicht. Auch ausländische Zeitungen berichteten über den Tod von August Dickmanns. 

Der Häftling August Dickmann aus Dinslaken, geboren am 7. Januar 1910, verweigert den Wehrdienst, weil er ein Bürger des Königreiches Gottes sei. Er sagt: Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll wieder vergossen werden. So hat er sich außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt und wird auf Anordnung des Reichsführers SS Himmler erschossen.

Lagerkommandant KZ Sachsenhausen nach einem Bericht von Heinrich Dickmann (Bruder von August Dickmann)

1949: Konrad Adenauer wird zum Bundeskanzler gewählt

Im Alter von 73 Jahren wurde Konrad Adenauer zum ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Seine Politik konzentrierte sich auf die Probleme, die der Zweite Weltkrieg und der Nationalsozialismus in der Bundesrepublik hinterlassen hatten. Wohnungsbauprogramme, Sozialreformen, die "Soziale Marktwirtschaft" und der Lastenausgleich gehen auf die "Adenauer-Ära" zurück. Außenpolitisch hielt er klar zum Westblock, beschleunigte die Remilitarisierung und arbeitete daran, die Bundesrepublik zu einem souveränen Staat zu machen. 1963 trat er als Bundeskanzler zurück. Vier Jahre später starb Konrad Adenauer im Alter von 91 Jahren.

Bundeskanzler Konrad Adenauer während einer rede, gestikulierend, undatiert
Konrad Adenauer wurde am 15. September 1949 zum Bundeskanzler gewählt. Seine Amtszeit dauerte 14 Jahre. Am 16. Oktober 1963 trat Adenauer zurück. Bildrechte: imago images/United Archives Int

1971: Organisation Greenpeace wird gegründet

In Kanada wurde 1971 Greenpeace gegründet. Seit 1980 engagiert sich die Organisation auch in Deutschland für Umweltschutz, gegen den Klimawandel und für den Ausstieg aus der Kohle. Mit einer einmaligen waghalsigen Aktion, wurde die Organisation dann auch in der DDR bekannt. 1983 flogen zwei Umweltschützer mit einem Heißluftballon von Berlin-West nach Berlin-Ost, um gegen Atomwaffentests zu protestieren.