Achterbahn-Unfall 57-jährige Besucherin stirbt in Freizeitpark – Ursache unbekannt

Ein Freizeitparkbesuch verspricht eigentlich Spaß für die ganze Familie. In Rheinland-Pfalz endete der Ausflug für eine Frau jedoch tödlich: Am Samstag verunglückte eine 57-jährige Besucherin während einer Achterbahnfahrt. Noch ist unklar, wie es zum Unfall kommen konnte.

Ein Absperrband versperrt den Zugang zum Wild- und Freizeitparks Klotten
Der Freizeitpark Klotten bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Bildrechte: dpa

550 Meter lang und 17,5 Meter hoch: So wirbt man auf der Website des Wild- und Freizeitparks Klotten bei Cochem mit der "Klotti"-Achterbahn. Nur die Mutigsten wagen eine "heiße Fahrt", denn: Bei zahlreichen Kurven, einem maximalen Gefälle und bis zu 60 Kilometern pro Stunde kann einem "schon mal der Atem stocken", so die Betreiber auf ihrer Website. Doch: "Alles wird gut."

Frau stürzt aus fahrender Achterbahn

Für eine 57-jährige Besucherin aus dem saarländischen Sankt Wendel wurde jedoch nicht alles gut: Sie stürzte aus einer fahrenden Achterbahn in acht Meter Tiefe, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz berichtete. In einer Kurve sei sie zunächst in ihrem Sitz ins Rutschen gekommen, ehe sie aus dem Vierer-Waggong geschleudert wurde.

Das Unglück löste einen Großeinsatz von Rettungskräften aus. Doch wie die Polizei Cochem mitteilte, erlitt die Frau so starke Verletzungen, dass sie trotz Wiederbelebungsversuchen noch vor Ort starb.

Auf der Website des Freizeitparks äußern sich die Betreiber in einem kurzen Statement zum Unfall:

Wir möchten auf diesem Weg unser tief empfundenes Mitgefühl der Familie, den Angehörigen und Freunden aussprechen! Unser KLOTTI-Team ist nach wie vor geschockt und fassungslos.

Der Park bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Unfallursache noch unbekannt

Der Unfall habe sich etwa eineinhalb Stunden vor Schließung im regulären Achterbahn-Betrieb ereignet. Wie der SWR3 berichtete, sei die verunglückte Frau mit ihrer Familie im Park unterwegs gewesen.

Ob ein technischer Defekt, ein Fehler im Sicherheitssystem oder Leichtsinn zum Unglück geführt haben, kann nach aktuellem Stand noch nicht gesagt werden. Schon am Wochenende wurden Spuren gesichert und Zeugen befragt. Auch wird im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein Gutachter die Achterbahn und den Wagen, in dem die Verunglückte saß, untersuchen. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Außerdem beabsichtigt die Staatsanwaltschaft Genehmigungs- und Prüfunterlagen von Aufsichtsbehörden in ihre Ermittlungen einzubeziehen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 08. August 2022 | 17:15 Uhr

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