MDR FERNSEHEN | "FAKT IST!" aus Dresden am 05.09.2022 | 22:15 Uhr Wälder in Flammen: Wie weiter nach den Feuern 2022?

Einen Monat brannte es in der Sächsischen Schweiz. Blockierte Wege und möglicherweise nicht optimale Ausrüstung erschwerten die Arbeit der Feuerwehr. Für Zunder in der Diskussion sorgt vor allem das viele Totholz im Nationalpark. Wirkte es wie ein Brandbeschleuniger und ließ das Feuer teils bis in die Nähe von Wohnsiedlungen lodern? 150 Hektar Wald fielen den Flammen zum Opfer. Welche Konsequenzen nun gezogen werden müssen, ist Gesprächsthema bei Fakt ist!

Qualm von einem Waldbrand im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen zieht hinter dem Zirkelstein in den Himmel
Bildrechte: dpa

"Über allen Gipfeln ist Ruh" - das war mal. Im Sommer 2022 brannten Wald und Waldböden hektarweise auch in Sachsen und Mitteldeutschland. Hunderte Menschen waren mit Löschwagen, Schläuchen, Hacken und Hubschraubern im Einsatz. Besonders schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten in der Sächsischen Schweiz. Im beliebtesten Nationalpark des Ostens wurde das zum Verhängnis, was ihn so ausmacht: Der Wald ist relativ naturbelassen - Totholz bietet seltenen Insekten Lebensraum - aber es kann auch Bodenbrände verschlimmern und den Einsatzkräften den Weg versperren. Wege und Schneisen gibt es ohnehin aus Feuerwehrsicht zu wenige. Ist das Konzept des naturnahen Nationalparks in Zeiten von Klimawandel und Waldbränden noch haltbar? Gefährden wir damit auch nahe liegende Siedlungen und letztendlich auch Menschenleben?

Bevor der Wald brennt

Mehrere Hitze- und Dürreperioden in Folge setzten dem Wald zu. Die Blätter und Nadeln der Bäume, aber auch die vertrockneten Pflanzen am Wegesrand sind leicht entzündlich. Tun wir in Deutschland genug bei Aufklärung, Prävention und Warnsystemen? Ein Zigarettenstummel ist schnell weggeschnipst, die aktuellen Waldbrandstufen kennen wohl die wenigsten. Wie kann hier das Bewusstsein geschärft werden?

Blick auf abgebrannte Bäume im Nationalpark Böhmische Schweiz.
Nach dem Waldbrand ragen noch vereinzelte Bäume kahl in die Luft. Bildrechte: dpa

Der Kampf der Feuerwehr

Und auf welchem Stand ist unsere Feuerwehr? Sollte die Bekämpfung eines Waldbrandes bundesweit in die Ausbildung? Bisher werden Feuerwehrleute schwerpunktmäßig auf Brände in Gebäuden ausgebildet. Auch sind Rufe nach einer anderen Ausrüstung laut geworden. Mobile Wassertanks, Bodenbearbeitungsgeräte, Hubschrauber uvm. sind im Gespräch. Doch was davon ist wirklich sinnvoll?

Darüber diskutiert "Fakt ist!"-Moderator Andreas F. Rook mit seinen Gästen.

Unsere Gäste bei FAKT IST!:

Wolfram Günther
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Wolfram Günther (Grüne)

Wolfram Günther (Grüne)

Minister für Umwelt und Landwirtschaft in Sachsen

Eine Frau steht auf einem Aussichtspunkt in der Sächsischen Schweiz.
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Hanka Owsian

Hanka Owsian

Bürgerinitiative Hohnstein

Julia Richardt, freiwillige Feuerwehrfrau bei dem Internationalen Katastrophenschutz Deutschland
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Julia Richardt

Julia Richardt

Feuerwehrfrau bei "@ fire"

Der Feuerwehrmann Niklas Röder steht an einem abgebrannten Baumstamm.
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Niklas Röder

Niklas Röder

Feuerwehrmann Graupa

Thilo Heinken
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Thilo Heinken

Thilo Heinken

Botaniker Universität Potsdam

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Dieses Thema im Programm: FAKT IST! | 16. Mai 2022 | 22:15 Uhr