Fakt ist! Aus Erfurt War's das mit dem Wohlstand für alle?

Wird es nachfolgenden Generationen zukünftig nicht mehr besser gehen als ihren Eltern, muss Wohlstand in Zeiten von Klima-, Corona-, Inflations- und Energiekrise neu definiert werden? Wie gelingt eine sinnvolle Balance zwischen individuellem Wohlstand und gesellschaftlichem Gemeinwohl? Welche Hilfen muss der Staat seinen Bürgern gewähren - und welche Kosten müssen Bürger selber tragen? Unser Thema bei Fakt ist! aus Erfurt.

Brennende Euro-Banknoten
Brennende Euro-Banknoten: Wieviel Wohlstand bleibt in Deutschland noch? Bildrechte: IMAGO / Rolf Poss

"Die meisten Menschen erwarten von der Politik, dass ihr aktueller Lebensstandard erhalten bleibt", weiß die Thüringer SPD-Bundestagsabgeordnete Tina Rudolph aus vielen Bürgergesprächen. Doch sie sieht das Wohlstandsversprechen nicht mehr zu halten.

Tina Rudolph, SPD
Bildrechte: Tina Rudolph

SPD-Bundestagsabgeordnete Tina Rudolph

Tina Rudolph, SPD

Bundestagsabgeordnete

"Die meisten Menschen erwarten von der Politik, dass ihr aktueller Lebensstandard erhalten bleibt."

"Klar wird der Wohlstand in der nächsten Zeit einen Knick bekommen", sagt auch die Erfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann. Aktuell bräuchten wir deshalb die Solidarität der gesamten Gesellschaft. Mit neuen Staats-Schulden lasse sich der Wohlstand jedoch nicht sichern, weil damit die folgenden Generationen unnötige Lasten tragen müssten.

Bundestagsabgeordnete
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CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann

Antje Tillmann, CDU

Bundestagsabgeordnete

"Aktuell brauchen wir die Solidarität der gesamten Gesellschaft."

Diese Gefahr sieht der 23-jährige Podcaster und Buchautor Ole Nymoen längst nicht so. Zudem fragt er, ob wirklich jeder ein Einfamilienhaus oder ein eigenes Auto braucht.

Ole Nymoen, Podcaster
Bildrechte: Ole Nymoen

Podcaster & Buchautor Ole Nymoen

Ole Nymoen

Podcaster und Buchautor

"Wir müssen Wohlstand neu denken. Gesellschaftliche Bedürfnisse können wir heutzutage mit weniger Aufwand befriedigen, als bislang."

Auch die Sozialethikerin Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer plädiert für eine neue Definition von Wohlstand. Sie fordert eine ehrliche Antwort auf die Frage, was jeder selber finanzieren kann.

Prof. Dr. Ursula Nothelle Wildfeuer Uni
Bildrechte: Ursula Nothelle Wildfeuer

Sozialethikerin Universität Freiburg Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer

Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer

Sozialethikerin, Universität Freiburg

"Unser Wohlstand ist mehr als Geld – er umfasst auch gerechte Teilhabe und soziales Kapital."

Wird es nachfolgenden Generationen zukünftig nicht mehr besser gehen als ihren Eltern? Muss Wohlstand in Zeiten von Klima-, Corona-, Inflations- und Energiekrise neu definiert werden? Wie gelingt eine sinnvolle Balance zwischen individuellem Wohlstand und gesellschaftlichem Gemeinwohl? Welche Hilfen muss der Staat seinen Bürgern gewähren?

Diese und andere Fragen diskutieren die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann, die SPD-Bundestagsabgeordnete Tina Rudolph und der Podcaster und Autor Ole Nymoen mit interessierten Bürgern.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Fakt ist! aus Erfurt | 26. September 2022 | 22:10 Uhr

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