Tag der Architektur 13 Ausflugsziele für Architektur-Interessierte in Sachsen-Anhalt

Die Grüne Zitadelle Magdeburg, die Bauhaus-Siedlung in Dessau-Törten oder die Gartenstadt Piesteritz bei Wittenberg - in Sachsen-Anhalt kommen Liebhaber architektonischer Sehenswürdigkeiten auf ihre Kosten. Diese Bauwerke sind besonders sehenswert.

Auf Noahs Spuren: Die Arche in Walternienburg

Walternienburg ist ein Ortsteil der Stadt Zerbst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. In seiner Mitte befand sich bis zu ihrem Abriss im Jahr 1976 die romanische Kirche St. Bartholomaei. Ab 2014 wurde der Neubau eines kirchlichen Gemeindehauses angestrebt und mit der Arche Walternienburg im Zeitraum zwischen 2018 - 2020 verwirklicht.

Die Architektur des Gebäudes spielt mit biblischen Bezügen: Um auf die Verbindung Wasser – Kirche aufmerksam zu machen, wurde etwa die historische Bauform einer Arche als Holzständerbau, aber in moderner Formensprache gewählt. Auch das große nach Süd-West ausgerichtete Fenster erinnert an einen Schiffsbug. Ein architektonischer Hingucker und ein Ort der Begegnung – auch für Nichtchristen.

Arche Walternienburg 4 min
Bildrechte: Stadt Zerbst Anhalt
4 min

Breites Heck, hochaufragender Bug: Die Kirche in Walternienburg erinnert an die biblische Arche. Anne Sailer über das Glaubenshaus, das mit zeitgenössischer Formensprache einen wunderbaren Sakralraum geschaffen hat.

MDR KULTUR - Das Radio Sa 25.06.2022 16:30Uhr 03:42 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Weitere Informationen

Adresse:
39264 Walternienburg

Der letzte Hundertwasser: Die Grüne Zitadelle Magdeburg

Unübersehbar steht die Grüne Zitadelle in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt. Das Gebäude wurde von Friedensreich Hundertwasser entworfen. Es war das letzte Projekt des Künstlers, an dem er noch bis kurz vor seinem Tod im Jahr 2000 gearbeitet hat. Da alle Planungen vorlagen, konnte das Architekturprojekt postum fertiggestellt werden.

Die Grüne Zitadelle Gebäude ist geprägt vom typischen Hundertwasser-Stil: Gerade Linien und Ecken sucht man vergebens, stattdessen hat es "tanzende" Fenster, leuchtend goldene Kugeln auf den Türmen, Blumenwiesen auf den Dächern und wellenförmige Böden. Alles wirkt wie im Fluss.

Luftaufnahme der Grünen Zitadelle in Magdeburg: Ein überwiegend rosafarbenes Gebäude mit Pflanzen auf den Dächern.
Die Grüne Zitadelle in Magdeburg beherbergt Geschäfte und Veranstaltungsräume. Bildrechte: imago/Hans Blossey

Weitere Informationen

Adresse:
Breiter Weg 8/10
39104 Magdeburg

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr (im Sommer 10 bis 18 Uhr)
Anfragen zu Führungen im Info-Shop

Die experimentelle Fabrik Magdeburg

Blick von unten auf die Experimentelle Fabrik der Otto-von-Guericke Universität: Ein Kastenbau mit bunter Wellblech-Verkleidung.
Mit buntem Alublech umhüllt: Die experimentelle Fabrik der Otto-von-Guericke-Universität. Bildrechte: dpa

Wie in bunte Schleifen eingewickelt sieht sie aus, die experimentelle Fabrik in Magdeburg. Die knalligen Farben in orange, pink und silbergrau sind aus gestreiftem Aluminiumblech, welches die drei darunter liegenden, unterschiedlich großen Glasflächen miteinander verbindet. Ein weiterer bunter Hingucker im Gebäude ist das zweigeschossige Foyer mit seiner offenen Treppenanlage. Es lohnt sich also der Blick von außen und innen.

1996 wurde am Standort die "Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozeßinnovation GmbH", kurz ZPVP gegründet. Es entstand aus dem Wunsch der Stadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg heraus, auf dem Gelände der Universität ein Forschungs- und Transferzentrum zu errichten. Seit 2001 betreibt die ZPVP in der "Experimentellen Fabrik Magdeburg" anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Das Haus bietet Labor,- Versuchs- und Büroflächen, CoWorking-Spaces und Tagungsräumen in einem modernen Umfeld.

Weitere Informationen

Adresse:
ZPVP GmbH
Sandtorstraße 23
39106 Magdeburg

Die Anfahrt zur Experimentellen Fabrik kann nur über das Gelände der Otto-von-Guericke Universität (Hohepfortestraße / Johann-Gottlob-Nathusius-Ring) erfolgen.

Wohnungen mit Geschichte: Die Bauhaus-Siedlung Dessau-Törten

Moses-Mendelssohn-Zentrum, Reihenhaus in der Bauhaussiedlung, Dessau-Törten
Die Siedlung Törten in Dessau Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Während der Weimarer Republik gab es enormen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Hieraus entstand im Auftrag der Stadt Dessau die Siedlung Törten – eine Versuchssiedlung von Walter Gropius, die beispielhaft für kostensparendes und funktionelles Bauen war. Zwischen 1926 und 1928 realisierte der Bauhaus-Direktor mit seinem Architekturbüro 314 Reihenhäuser. Es gibt drei unterschiedliche Gebäudetypen mit Wohnflächen zwischen 57 und 75 Quadratmetern. Jedes Haus verfügt über einen kleinen Garten zur Selbstversorgung.

Die zweigeschossigen, hellen Kuben fasste Gropius zu Doppelhäusern und zu Gruppen von vier bis zwölf Einheiten zusammen. Bei der äußeren Gestaltung setzte er auf Sichtbeton und weiß verputzte Fassaden mit schwarzen Metallfensterrahmen. Das einheitliche Erscheinungsbild ist nach Umbauten und Renovierungen heute nicht mehr gegeben. Einige Häuser wurden aber originalgetreu wiederhergestellt. Zudem ist das Haus Anton als einziges in der Siedlung weitgehend im Originalzustand erhalten und kann besichtigt werden.

Weitere Informationen

Adresse:
Siedlung Dessau-Törten
06849 Dessau-Roßlau

Im Besucherzentrum im Konsumgebäude erhalten die Besucherinnen und Besucher Informationen zur Siedlung und Tipps für den eigenen Rundgang durch diese.

Öffnungszeiten:
Das Besucherzentrum ist von November bis Februar geschlossen. Von März bis Oktober ist es täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Führungen sind täglich um 15 Uhr möglich.

Barrierefreiheit:
Das Besucher-Zentrum des Bauhauses Dessau liegt im Hochparterre des historischen Bauhausgebäudes und ist über den Haupteingang nur über Treppen ohne Geländer zu erreichen. Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden gebeten, den Eingang auf der Rückseite des Gebäudes zu nutzen, der ebenerdig ins Sockelgeschoss führt.

Für Mensch und Umwelt: Das Umweltbundesamt in Dessau

Blick auf das Umweltbundesamt in Dessau: Eine geschwungende Fassade mit bunten Holzplatten und zahlreichen Fenstervertiefungen.
Als das Umweltbundesamt nach Dessau zog, sollten auch architektonisch Maßstäbe gesetzt werden. Bildrechte: IMAGO / Panthermedia

Das Umweltbundesamt in Dessau ist direkt am historischen Wörlitzer Bahnhof angesiedelt. Dieser ist quasi Bestandteil des Dienstgebäudes. Es ist als lange viergeschossige, fließende "Büroschlange" konzipiert, die sich zu einer lang gestreckten Schlaufe ausformt. Im Hof befindet sich ein frei stehender Hörsaal, in einem integrierten alten Fabrikgebäude ist eine Bibliothek eingerichtet.

Der Eingang des Umweltbundesamtes bildet den Übergang zwischen geschlossenem Baukörper und Stadt und ist daher für die Öffentlichkeit zugänglich. Entworfen wurde das 2005 fertiggestellte Gebäude vom Architekturbüro Sauerbruch & Hutton aus Berlin.

Weitere Informationen

Adresse:
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr
Samstag von 6 bis 16 Uhr
Sonntag und Feiertage von 8.30 bis 16 Uhr

Führungen werden nur für Gruppen angeboten. Einzelpersonen haben jedoch die Möglichkeit, sich an der Pforte einen kostenfreien deutsch- oder englischsprachigen Audio-Guide auszuleihen und das Gelände damit individuell zu erkunden.

Die Piesteritzer Werkssiedlung bei Wittenberg

Blick in die Gartenstadt Piesteritz: Eine runde Häuserreihe mit gelben Fassaden.
Die Gartenstadt Piesteritz in Wittenberg diente einst Fabrikangestellten als Zuhause. Bildrechte: imago/Panthermedia

Anfang des 20. Jahrhunderts hinterließ das Neue Bauen steinerne Spuren in Piesteritz bei Wittenberg. Die Piesteritzer Werkssiedlung diente den mehr als tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ehemaligen Reichsstickstoffwerkes einst als zu Hause.

Der Stadtplaner Georg Haberland und der Architekt Otto Rudolf Salvisberg hatten sie von 1916 bis 1919 mit dem Ziel gebaut, eine schöne einheitliche Arbeitersiedlung mit gleichbleibender baulicher Qualität zu realisieren. Entstanden sind kräftige, moderne Innenräume mit Liebe zum Detail. Mit der Siedlung haben sie ein zu Stein gewordenes Lehrbuch des Städtebaus und seiner Neuen Sachlichkeit geschaffen. Im Jahr der Expo 2000 wurde Piesteritz originalgetreu saniert und so zur ersten autofreien Siedlung in Deutschland.

Weitere Informationen

Adresse:
Karl-Liebknecht-Platz 20
06886 Lutherstadt Wittenberg

Die Plansiedlung ist frei zugänglich. Führungen werden ganzjährig über die Tourist-Information der Lutherstadt Wittenberg angeboten.

Schöner lernen in der Hundertwasserschule Wittenberg

Hundertwasser-Gymnasium in Wittenberg: Ein Gebäude mit wellenföfmigen Dach, bei dem sich weiße Fassade und Ziegelstein-Optik abwechseln.
Haus Hundertwasser des Luther-Melanchthon-Gymnasiums in Wittenberg Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Das Haus Hundertwasser des Luther-Melanchthon-Gymnasiums in Wittenberg besticht mit vielen bunten Farben und einem begrünten Dach. In den 1990er Jahren wurde es nach Plänen des Künstlers und Architekten Friedensreich Hundertwasser umgebaut.

Im Original bot der 1975 errichtete Plattenbau einen eher tristen Anblick. Nach der Wende schließlich überlegten die Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht, wie sie dem Abhilfe schaffen könnten. Viele ihrer Entwürfe nahmen Bezug auf den Hundertwasser-Stil. Letztendlich wurde ein Brief an den Künstler verfasst, der sich der Sache annahm. Seit Mai 1999 steht das Hundertwasserhaus in der Lutherstadt.

Weitere Informationen

Adresse:
Luther-Melanchthon-Gymnasium
Schillerstraße 22a
06886 Lutherstadt Wittenberg

Auch das Innere der Schule wurde von Künstler*innen und Schüler*innen im Stil Hundertwassers gestaltet. Ein Förderverein bietet Führungen durch das Gebäude an. Informationen dazu erfahren Sie über die unten verlinkte Webseite.

Der kleine Bruder des Eiffelturms: Das Josephskreuz bei Stolberg

Blick durch Bäume auf das Stahlkonstrukts des Josephskreuzes
Das Josephskreuz auf dem Großen Auerberg ist das größte eiserne Doppelkreuz der Welt. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Im Südharz, an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt, ist der kleine Bruder des Pariser Eiffelturms zu bewundern: das Josephskreuz auf dem 580 Meter hohen Auerberg bei Stolberg. Es ist mit 38 Metern Höhe das größte eiserne Doppelkreuz der Welt. Namensgeber war sein Auftraggeber Graf Joseph von Stolberg.

Das Josephskreuz wurde 1896 durch die Braunschweiger Dampfkessel- und Gasometerfabrik nach dem Vorbild des Pariser Eiffelturms gebaut. Die Konstruktion wird von 100.000 Nieten zusammengehalten. Über 200 Stufen kann man die Spitze erklimmen. Von hier aus hat man einen einzigartigen Blick zum Brocken, zum Inselsberg und zum Kyffhäuser. Bei gutem Wetter sind selbst die Turmspitzen des Magdeburger Domes zu sehen.

Weitere Informationen

Adresse:
Großer Auerberg

Aktuelle Öffnungszeiten zum Besteigen:
November bis März: Dienstag bis Sonntag, Feiertage: 10 bis 16 Uhr
Bei starkem Regen, Gewitter, Sturm oder Nebel bleibt das Josephskreuz aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Zeichen des Wohlstands: Das Rathaus Tangermünde

Das Tangermünder Rathaus im Kreis Stendal zählt zu den bekanntesten Profanbauten norddeutscher Backsteingotik. Der Ostflügel mit seiner 24 Meter hohen spätgotischen Schauwand und einem prächtigen Festsaal wurde um 1430 errichtet. In den 50 Jahren darauf wurde der quergerichtete Baukörper mit der Gerichtslaube und darüber befindlicher Ratsstube angebaut, die heute als Trauzimmer dient. Das Gebäude verdeutlicht den einstigen Wohlstand der Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Im Erdgeschoss und in den Kellerräumen befindet sich heute das Stadtgeschichtliche Museum.

Weitere Informationen

Adresse:
Altes Rathaus
39590 Tangermünde

Öffnungszeiten Stadtgeschichtliches Museum:
Dienstag bis Sonntag 13 bis 17 Uhr
montags geschlossen

Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft: Der Naumburger Dom

Blick über die Dächer auf den Naumburger Dom: kreuzförmiges Gebäude mit vier Türmen und roten Dächern.
Der Naumburger Dom wurde 2018 in die Welterbe-Liste der Unesco aufgenommen. Bildrechte: imago/epd

Der Dom St. Peter und Paul in Naumburg ist ein einzigartiges Zeugnis der Architektur und Kunst im europäischen Hochmittelalter. Auch für das Unesco-Welterbe-Komitee stellt der Dom ein "Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft" dar. Als solches wurde er am 1. Juli 2018 in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Stilistisch ist der Dom eine Mischung aus spätromanischen und gotischen Elementen. Begonnen wurde der Bau des Gotteshauses um 1210 als Bündelpfeiler-Basilika im romanischen Stil. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der gotische Westchor errichtet. Er übt die größte Anziehungskraft des Doms aus: Dort befinden sich die zwölf Stifterfiguren - geschaffen durch die Hand des Naumburger Meisters. Vor allem die Stifterfigur Uta als Sinnbild für die "schönste Frau des Mittelalters" zieht Besucherinnen und Besucher in ihren Bann.

Wer nach dem Naumburger Dom noch ein weiteres Meisterwerk besuchen möchte, kann gleich noch ins 34 Kilometer entfernte Merseburg fahren und dort den Dom und seinen Domschatz mit den Merseburger Zaubersprüchen zu besichtigen. Der Merseburger Dom feiert in diesem Jahr seine 1.000-jährige Domweihe.

Weitere Informationen

Adresse:
Domplatz 16
06618 Naumburg

Öffnungszeiten Dom:
November bis Februar: Montag bis Samstag von 10 bis 16 Uhr | Sonntag von 12 bis 16 Uhr
März bis Oktober: Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr | Sonntag von 11 bis 18 Uhr

Öffentliche Führungen:
November bis Februar Montag bis Donnerstag: 11 Uhr | Freitag, Samstag: 11 und 14 Uhr | Sonntag/kirchl. Feiertag: 12 und 14 Uhr
März bis Oktober: Montag bis Donnerstag: 10 und 14 Uhr | Freitag, Samstag: 10, 14 und 16 Uhr | Sonntag/kirchl. Feiertag: 12, 14 und 16 Uhr

Der Besuch des Naumburger Doms ist barrierefrei möglich.

Zwischen Kunst und Bau: Der Bitterfelder Bogen

Blick von oben auf den Bitterfelder Bogen: eine halbrunde Stahlgitterkonstruktion
Der Bitterfelder Bogen soll ein Symbol für den Strukturwandel sein. Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

Auf dem Bitterfelder Berg erhebt sich seit 2006 der Bitterfelder Bogen – eine schwungvolle stählerne Konstruktion, die aus der Ferne an eine Brücke erinnert. Verantwortlich für die 28 Meter hohe und 81 Meter lange begehbare Konstruktion ist der Frankfurter Künstler Claus Bury. Es ist seine bisher größte architektonische Skulptur. Die Form entlehnte er der Bewegung einer Baggerschaufel. Symbolisch soll das Kunstwerk die Brücke von den Altindustrieanlagen zum modernen Chemie-Park, vom Braunkohletagebau zur gestalteten Landschaft schlagen.

Weitere Informationen

Adresse:
Leopoldstraße
06808 Bitterfeld-Wolfen OT Holzweißig

Reinste Gotik im Dom zu Halberstadt

Blick auf den Dom zu Halberstadt: ein großer, mittelalterlicher Kirchenbau mit zwei Türmen an der Front und einem halbrunden Abschluss.
Der Dom zu Halberstadt beherbergt bemerkenswerte Kunstschätze. Bildrechte: IMAGO

Der Halberstädter Dom St. Stephanus und St. Sixtus wurde zwischen 1236 und 1486 nach dem Vorbild französischer Kathedralen und in reinster Gotik errichtet. Durch Planänderung während der Bauzeit erhielt er seine steilen Proportionen. In seinen Fenstern leuchten 290 mittelalterliche Glasmalereien. Als Meisterwerk mittelalterlicher Bildschnitzer gilt die um 1210 entstandene riesige Triumphkreuzgruppe. Jede Menge mittelalterlicher Kunstwerke sind im Dom und auch im Domschatz zu finden – einem der kostbarsten Kirchenschätze der Welt. Der Halberstädter Dom mit seiner beeindruckenden Architektur zählt zu den bedeutendsten Bauwerken an der Straße der Romanik.

Weitere Informationen

Adresse:
Domplatz 16a
38820 Halberstadt

Öffnungszeiten Dom:
November bis März: Dienstag bis Samstag: 10 bis 16 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 bis 16 Uhr
April bis Oktober: Dienstag bis Samstag: 10 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten Domschatz:
November bis März: Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen: 10 bis 16 Uhr
April bis Oktober: Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen: 10 bis 17 Uhr

Aufgrund seiner mittelalterlichen Bausubstanz ist der Halberstädter Dom nur eingeschränkt barrierefrei.

Architektonische Innovation: Das Besucherzentrum "Arche Nebra"

Blicke auf das Besucherzentrum der Himmelsscheibe Nebra: Gebäude auf einem grünen Hügel, obenauf eine goldener Gebäudeteil als eine Mischung aus einem rechteckigen Quader und einer Wiege.
Das Besucherzentrum der Himmelsscheibe Nebra strahlt in Gold. Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra befindet sich das Besucherzentrum "Arche Nebra". Seit 2007 ermöglicht es, die faszinierende Welt der berühmten Bronzescheibe zu erkunden. Dabei ist allein das Bauwerk einen Besuch wert. Die architektonische Innovation greift das Motiv der goldenen Sonnenbarke der Himmelsscheibe von Nebra auf: Glänzend scheint sie über dem Unstruttal am Fuß des Mittelbergers zu schweben.

Das große Panoramafenster des Besucherzentrums "Arche Nebra" ist übrigens exakt auf den Aussichtsturm am Fundort der Himmelsscheibe ausgerichtet. Diesen sollten Sie bei Ihrem Ausflug auch noch besuchen.

Weitere Informationen

Adresse:
An der Steinklöbe 16
06642 Nebra

Öffnungszeiten:
Das Besucherzentrum "Arche Nebra" ist aufgrund von Modernisierungsarbeiten noch bis Ende Juni 2023 geschlossen.

Das Gelände auf dem Mittelberg und der Aussichtsturm sind jedoch jederzeit frei zugänglich.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 25. Juni 2021 | 17:10 Uhr

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