Empfehlungen Aktuelle Ausstellungen in Sachsen: Fotos in Chemnitz, Olga Costa in Leipzig, Aschenbrödel in Moritzburg

Unsere aktuellen Ausstellungs-Empfehlungen für den kommenden Winter: Im Museum der bildenden Künste Leipzig ist noch bis 26. März 2023 erstmals das Werk der Malerin Olga Costa zu sehen - sie stammt aus Leipzig und kam 1925 nach Mexiko. Das Museum Gunzenhauser in Chemnitz zeigt zeitgenössische Kunst in der Schau "Present Perfect". Auf Schloss Moritzburg kommen alle "Aschenbrödel"-Fans auch in diesem Jahr wieder auf ihre Kosten und in Radebeul ist Karl Mays Faszination für den Orient zu entdecken. Eine Übersicht unserer Ausstellungstipps für Sachsen mit allen Infos für Ihren Besuch.

Eine lächelnde Frau prostet dem Betrachter mit einem Glas mit dunklem Bier zu
Fotografie von Emeka Ogboh in der Chemnitzer "Present Perfect"-Ausstellung, aus der Serie Sufferhead Original (Baden Baden), 2017 Bildrechte: Emeka Ogboh

Leipzig: Das Tanzarchiv zeigt seine Schätze

In der Universitätsbibliothek Albertina in Leipzig gibt das Tanzarchiv Einblicke in seine Sammlung. Plakate erzählen die Geschichten von Tanzensembles aus DDR-Zeiten, als Tanzen sozialistische Werte ausdrücken sollte, aber auch aus den 20er- und 30er-Jahren, als sich der Ausdruckstanz entwickelte. Ebenfalls zu sehen sind Tonbänder, Filme und Programmhefte. Sie zeigen, was auf den Bühnen in Volkshäusern, VEB-Kultursälen, in der Provinz oder den Städten der DDR zu sehen war. 

Mehr Informationen zur Ausstellung:

"Einladung zum Tanz. Aus der Plakatsammlung des Tanzarchivs Leipzig"
Vom 8. November 2022 bis 26. Februar 2023

Bibliotheca Albertina
Ausstellungsraum (Foyer links)
Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig

Öffnungszeiten:
täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet
Eintritt frei.

Veranstaltungen:

11. Dezember 2022, 22. Januar 2023 und 26. Februar 2023 jeweils um 15 Uhr:
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung. Keine Anmeldung notwendig.

1. Dezember 2022 um 18 Uhr:
"Bewegte Geschichte(n). Filme aus dem Tanzarchiv Leipzig" – Filmabend mit Dr. Melanie Gruß, Dr. Martin Morgenstern und Prof. Dr. Patrick Primavesi im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina

11. Januar 2023 um 20 Uhr:
"Stunde(n) des Tanzes" – Gesprächsrunde mit dem Leipziger Grafiker Guntram Walther, Caroline Helm, und Prof. Dr. Patrick Primavesi im Café Alibi der Bibliotheca Albertina

2. Februar 2023, um 18 Uhr:
"Volkstanzen in der DDR" – Vorträge und Gespräch mit Dr. Theresa Jacobs und Dr. Melanie Gruß im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina

Leipzig: Ausstellung zu Möbelhandwerk gibt Einblicke in "die geheime Kunst des Polsterns"

Polster machen das Sitzen angenehmer – seit Jahrhunderten. Doch was unterscheidet einen Barockstuhl von einem Club-Sessel der 20er-Jahre oder von einem heutigen Schaumstoff-Polster? Eine Ausstellung im Grassi-Museum für Angewandte Kunst zeigt, wie sich die Materialien im Inneren von Polstern über die Jahrhunderte verändert haben – und mit ihnen das Sitzgefühl. Eine Hommage an das Handwerk der Polsterer, das es heute kaum noch gibt.

Mehrere Polstersessel in einer Ausstellung 4 min
Sonderausstellung im Leipziger Grassi-Museum: "Besessen. Die geheime Kunst des Polsterns" Bildrechte: MDR

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Besessen. Die Geheime Kunst des Polsterns"
24. November 2022 bis 26. März 2023
Grassi-Museum für Angewandte Kunst Leipzig
Johannesplatz 5 bis 11, 04103 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertage 12 bis 18 Uhr

Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, bis einschließlich 18 Jahre freier Eintritt

Dresden: Ausstellung erinnert an Hellerau-Architekt Heinrich Tessenow

Die Verdienste des Architekten Heinrich Tessenow für die Architektur sind unbestritten, dennoch ist er hierzulande nur wenigen bekannt. Was viele sicher kennen, ist das Festspielhaus Hellerau in Dresden, und auch im thüringischen Pößneck hat Tessenow seine Spuren hinterlassen. Die Schau im Stadtmuseum Dresden zeigt das Gesamtwerk dieses Reformarchitekten, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit extremer Schlichtheit neue Maßstäbe setzte.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Heinrich Tessenow. Architektur und Möbel"
27. November 2022 bis 29. Mai 2023
Stadtmuseum Dresden
Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertag 10 bis 18 Uhr
Freitag 10 bis 19 Uhr

Moritzburg: Aschenbrödel-Ausstellung auf Schloss Moritzburg für Märchenfans

Der tschechisch-deutsche Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" von 1973, der auch auf Schloss Moritzburg gedreht wurde, ist ein Klassiker rund um Weihnachten. Auch die gleichnamige Ausstellung auf Schloss Moritzburg ist ein Publikumsrenner. Mehr als eine Million Menschen haben sie in den letzten Jahren gesehen. Auch 2022 gibt es wieder Einiges zu entdecken für große und kleine Fans des Märchens: originale Kostüme, ein Mitmachtheater oder historisches Tischtheater.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"
19. November 2022 bis 26. Februar 2023
Schloss Moritzburg
Schloßallee, 01468 Moritzburg

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr)

Zusätzliche Veranstaltungen aus dem Begleitprogramm zur Ausstellung:
"Auf den Spuren von Aschenbrödel" – Außenführung
Samstag, 3.12.2022, 11 und 14 Uhr
Samstag, 17.12.2022, 11 und 14 Uhr

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" – Märchenkino
Sonntag, 18.12.2022, 11, 13 und 15 Uhr

Historisches Tischtheater "Aschenbrödel"
Sonntag, 4.12.2022, 11 und 14 Uhr

Aschenbrödel trifft Aschenputtel – Mitmachmärchen mit Zofe Babette
Donnerstag, 29.12.2022, 11 & 14 Uhr
Freitag, 30.12.2022, 11 & 14 Uhr

Radebeul: Karl Mays Faszination für den Orient

Karl May wird zumeist mit seinen Winnetou-Erzählungen wahrgenommen. Allerdings übte nicht nur der Wilde Westen, sondern auch der Orient eine große Faszination auf den Autor aus und bildete die Kulisse für Reiseerzählungen. Eine Sonderausstellung im Karl-May Museum in Radebeul widmet sich jetzt “Karl Mays Orient“. Hier lernt man auch den Sammler Karl May kennen, der nicht nur historische Artefakte, sondern auch orientalisches Interieur zusammenkaufte und damit seine Villa in Radebeul einrichtete.

Karl May 4 min
Bildrechte: dpa
4 min

Wegen seiner Winnetou-Erzählungen und deren Verfilmungen wird Karl May oft als Western-Schriftsteller wahrgenommen. Jedoch faszinierte ihn nicht nur der Wilde Westen, sondern auch der Orient – zu erfahren in Radebeul.

MDR KULTUR - Das Radio Sa 03.12.2022 06:00Uhr 04:07 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Mehr Informationen zur Ausstellung:

„Karl Mays Orient“
2. Dezember 2022 bis zum 4. Juni 2023

Adresse:

Karl-May-Museum Radebeul
Karl-May-Str. 5
01445 Radebeul

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
montags geschlossen (außer feiertags)

Eintritt:
Normal: 10 Euro, Ermäßigt: 8 Euro
Kinder: 5 Euro

Chemnitz: Freiheitswille und Unterdrückung – tschechische Fotografie von Kriegsende bis Prager Frühling

Die tschechische Fotografie blühte zwischen 1948 und 1968 auf – bis der russische Einmarsch zur Niederschlagung des Prager Frühlings diese Kreativität erstickte. Eine Ausstellung in Chemnitz stellt die fünf bedeutendsten Protagonisten der Kamera aus dieser Zeit vor: Josef Sudek, Vilém Reichmann, Emila Medková, Jan Svoboda und Josef Koudelka.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Zwischen Avantgarde und Repression" – tschechische Fotografie von 1948 bis 1968
20. November 2022 bis 26. Februar 2023
Kunstsammlungen am Theaterplatz
Theaterplatz 1
09111 Chemnitz

Fotos von Josef Sudek, Vilém Reichmann, Emila Medková, Jan Svoboda und Josef Koudelka

Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag bis Sonntag, Feiertag 11 bis 18 Uhr
Mittwoch 14 bis 20 Uhr

Chemnitz: Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung des Bundes im Museum Gunzenhauser

Nicht Schwarz-Rot-Gold, sondern grün, blau und rosa strahlt die Lichtinstallation von Silke Wagner im Museum Gunzenhauser. Wie bunt die zeitgenössische deutsche Kunstszene ist, zeigen jetzt 50 Arbeiten aus der Sammlung der Bundesrepublik Deutschland in dem Chemnitzer Museum. Zu sehen ist die Schau unter dem Titel "Present Perfect" dort bis Anfang Februar 2023. Ausgewählt wurden Werke von 44 in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern, die sich Themen wie Migration, Identität und Stereotypen widmen.

Mehr Informationen zur Ausstellung

PRESENT PERFECT
Bis 12.02.2023
Museum Gunzenhauser
Chemnitz Theaterplatz 1
09111 Chemnitz

Ausstellung mit rund 50 Arbeiten von vor allem in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern, die Neuerwerbungen der Sammlung zeitgenössischer Kunst des Bundes aus den letzten fünf Jahre präsentiert. Mit Malerei, Fotografie, Zeichnungen, Videoarbeiten, Skulptur oder Installationen - auf zwei Etagen.

Öffnungszeiten:
Di, Do–So, Feiertag 11–18 Uhr Mi 14–20 Uhr
In der Zeit vom 1. Oktober 2022 bis zum 21. März 2023 schließen alle Häuser mittwochs eine Stunde früher. 24.12. & 31.12. geschlossen

Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 5 Euro Am 1. Freitag im Monat ist der Eintritt in den Museen der Stadt Chemnitz kostenfrei. Für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie für Schüler:innen, Studierende der TU Chemnitz, Chemnitzpass-Inhaber:innen und Betreuer:innen von Schwerbehinderten ist der Eintritt ins Museum immer kostenfrei.


Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge: Bergbau im Spiegel der Kunst

Die Sonderausstellung "Ehrenfriedersdorfer Bergbau im Spiegel der Kunst" zeigt Kunstwerke zur Bergbaugeschichte im Erzgebirge. Die Schau im Museum des Besucherbergwerks auf dem Sauberg umfasst neben Werken aus dem Bestand der Sammlung "Erzgebirgische Landschaftskunst" auch prunkvollen Altar-Bildnisse und erzgebirgische Schnitzkunst. Die Kunstwerke sind auch ein Teil des großen Kunstparcours, des sogenannten "Purple Path", der von Chemnitz in die Region der Kulturhauptstadt 2025 führt.

Mehr Informationen zur Ausstellung:

"Ehrenfriedersdorfer Bergbau im Spiegel der Kunst"
Ausstellung bis zum 30. September 2023

Adresse:
Museum des Besucherbergwerks Ehrenfriedersdorf auf dem Sauberg
Am Sauberg 1
09427 Ehrenfriedersdorf

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 16 Uhr
Montags und am 24., 25. sowie 31. Dezember 2022 und 1. Januar 2023 geschlossen

Leipzig: Alltagsdesign im Grassi Museum für Angewandte Kunst

Alltagsdesign des 20. Jahrhunderts ist in der Sonderausstellung "Die Gute Moderne" im Grassimuseum für Angewandte Kunst in Leipzig zu sehen. Unter den Entwürfe von Designlegenden wie Wilhelm Wagenfeld, Heinrich Löffelhardt und Trude Petri. Grundlage der Ausstellung ist eine der größten privaten Designsammlungen dieser Epoche.

Mehr Informationen zur Ausstellung:

Die Gute Moderne. Von der Passion, Design zu sammeln
05. November 2022 bis 08. Oktober 2023

Adresse:
Grassi Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10 bis 18 Uhr,
montags sowie am 24. Dezember und 31. Dezember 2022 geschlossen

Leipzig: Mexikanische Moderne – die Malerin Olga Costa

Das Leipziger Museum der bildenden Künste wartet mit einer waschechten Entdeckung auf. Zum ersten Mal präsentiert man das vielfältige Werk von Olga Costa. Sie wurde 1913 in Leipzig geboren, wanderte in den 1920er-Jahren mit ihrer Familie nach Mexiko aus und starb 1993.

Die Malerin und Grafikerin zählt zu den herausragenden Positionen der mexikanischen Moderne. Neben Werken aus 50 Schaffensjahren werden auch Arbeiten von berühmten Kolleginnen und Kollegen wie Frida Kahlo, Diego Rivera oder María Izquierdo gezeigt.

Mehr Informationen zur Ausstellung:


"Olga Costa. Dialoge mit der mexikanischen Moderne"
1. Dezember 2022 bis 26. März 2023

Adresse:
Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Mittwoch, 12 bis 20 Uhr
Feiertage, 10 bis 18 Uhr
montags geschlossen

Leipzig: Fotografien von Ludwig Rauch im Bildermuseum

Er erhielt in der DDR ein Arbeitsverbot und eroberte dennoch mit seinem Talent die ganze Welt: der in Leipzig geborene Fotograf Ludwig Rauch. Nun sind seine Fotos von Neo Rauch, Bernhard Heisig und anderen Künstlerinnen und Künstlern in Leipzig zu sehen. Das Museum der bildenden Künste (MdbK) in Leipzig zeigt sie unter dem Titel "Porträt und Abstraktion".

Mehr Informationen zur Ausstellung:

"Ludwig Rauch. Porträt und Abstraktion"
13. Oktober 2022 bis 8. Januar 2023

Adresse:
Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Mittwoch, 12 bis 20 Uhr
Feiertage, 10 bis 18 Uhr
montags geschlossen

Leipzig: "Blick in den Spiegel" – Selbstportraits einer verschollenen Generation

Die Ausstellung "Blick in den Spiegel" im Mädler Art Forum Leipzig nimmt 50 Selbstbildnisse im Stil des expressiven Realismus von Künstlerinnen und Künstlern zwischen den zwei Weltkriegen in den Blick. Die Maler*innen gelten als "verschollene Generation": Sie sind nach dem zweiten Weltkrieg in der öffentlichen Wahrnehmung und der kunstgeschichtlichen Bewertung lange Zeit im Hintergrund geblieben – zu Unrecht, wie die Ausstellung zeigen will. Anders als die abstrakte Kunst der Nachkriegsära kennen die Selbstportraits dieser Künster*innen noch einen "Gegenstand": das Ich. Die Ausstellung in Leipzig zeigt diese so, wie sich selbst gesehen haben oder gesehen werden wollten – und würdigt die Verschollenen auf diese Weise.

Blick in einem Leipziger Ausstellungsraum mit Porträtbildern an den Wänden. 4 min
Bildrechte: Mädlerarteforum

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Der Blick in den Spiegel. Selbstbildnisse einer 'verschollenen Generation'"
27. Juli 2022 bis 14. Januar 2023

Adresse:
Mädler Art Passage
Grimmaische Strasse 2-4
Eingang B, 1. Etage
04109 Leipzig

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Samstag, 14 bis 18 Uhr

Eintritt: frei

Dresden: Malereien von Franz Lenk uns Otto Dix

Calla mit Fruchtschale 4 min
Bildrechte: Foto: Andreas Bestle, Würzburg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Franz Lenk gilt als wichtiger Vertreter der neusachlichen Malerei und der neuen Romantik Ende der 1920er-Jahre. In Berlin schuf er seine wichtigsten Werke. Die aktuelle Ausstellung in der Städtischen Galerie Dresden konzentriert sich aber vor allem auf seine frühen Arbeiten, die ihn mit der Elbestadt verbinden.

Gezeigt werden Landschaften, Porträts und Stillleben Lenks aus mehr als zwanzig öffentlichen und privaten Sammlungen sowie Arbeiten von Otto Dix aus der gemeinsamen Arbeit mit Franz Lenk in den 1930er-Jahren. Außerdem Bilder aus der mit Lenk verbundenen Gruppe "Die Sieben", der u. a. auch Franz Radziwill, Georg Schrimpf und Alexander Kanoldt angehörten.

Mehr Informationen zur Ausstellung:

"Franz Lenk. Der entwirklichte Blick"
bis 8. Januar 2023

Adresse:
Städtische Galerie Dresden
Wilsdruffer Straße 2
01067 Dresden

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Freitag, 10 bis 19 Uhr
montags geschlossen

Kuratorenführungen:
17. November, 16 Uhr
Franz Lenk und die "Gruppe der Sieben" – Landschaftsmalerei um 1930

5. Januar 2023, 16 Uhr
Franz Lenk im Nationalsozialismus. Auftragskunst und Schaffen im Verborgenen

Dresden: Interaktive Reise durch die Geschichte von Notre-Dame

Der Brand von Notre-Dame erschütterte 2019 die Welt, sieben Stunden lang stand die berühmte Kathedrale in Flammen. Mit dieser Szene beginnt die interaktive Ausstellung "Notre-Dame de Paris – Weltreise einer Kathedrale" im barocken Palais des Großen Gartens in Dresden. Auf circa 850 Quadratmetern wird die Geschichte von Notre-Dame mittels 3D und Augmented Reality aufgerollt – von den Plänen ihrer Erbauung bis zum Wiederaufbau.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Notre-Dame de Paris – Weltreise einer Kathedrale"
6. August bis 8. Januar 2023

Adresse:
Großer Garten
Hauptallee 10
01219 Dresden

Öffnungszeiten:
täglich, 10 bis 18 Uhr

Kaisertrutz Görlitz: "Silber für Sklaven - Schätze des Mittelalters"

Eine spektakuläre Sonderschau in Görlitz widmet sich dem Thema "Silber für Sklaven - Schätze des Mittelalters". Ausgangspunkt sind archäologische Schatzfunde aus dem frühen Mittelalter. Die Silberschätze aus dem östlichen Deutschland, Polen und dem ganzen Ostseegebiet stammen aus der Zeit um 1000 und enthalten vielfach zerhackte Münzen und Schmuckstücke. Diese waren für den Handel wichtig, denn Hacksilber wurde für die in dieser Zeit üblichen Gewichtsgeldwirtschaft im östlichen und nördlichen Europa gebraucht, bei dem das Gewicht des Silbers den Wert bestimmte.

Was die Ausstellung in Görlitz zeigt: Es war vor allem der Menschenhandel, der die Menge an Silber in die Region gespült hat. Beim Sklavenhandel vor 1.000 Jahren wurden Männer, Frauen und Kinder als "Ware" nach Westeuropa, Spanien, Byzanz oder Zentralasien verkauft. Auch ihre Geschichte wird nun im Kaisertrutz erzählt.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Silber für Sklaven - Schätze des Mittelalters"
16. Juli 2022 bis 8. Januar 2023

Adresse:
Kaisertrutz Görlitz
Platz des 17. Juni 1
02826 Görlitz

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag, 10 bis 17 Uhr
Freitag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
von November bis März nur Dienstag bis Sonntag, 10 bis 16 Uhr

Dresden: Syrische Dekorationskunst im Damaskuszimmer

Das neu eröffnete Damaskuszimmer im Japanischen Palais Dresden ist ein einzigartiges Beispiel syrischer Dekorationskunst. Das Empfangszimmer aus dem 19. Jahrhundert wird erstmals vollständig aufgebaut präsentiert: Die Restaurierung, an der über 22 Restauratorinnen und Restauratoren unter anderem aus Syrien beteiligt waren, hat 25 Jahre gedauert. Die Inschriften sind nur eines der unzähligen Details, die es auf der reich verzierten Holztäfelung zu entdecken gibt – stilisierte Stadtlandschaften, Schalen mit unterschiedlichsten Früchten, Blumenvasen, vielfältige Ornamentik und das alles in einer großen Farbigkeit.

Im reichverzierten Damaskuszimmer schauen zwei Personen an die Decke.
Das Damaskuszimmer in Dresden wurde 25 Jahre restauriert. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Oliver Killig

Das rekonstruierte Damaskuszimmer wird im Japanischen Palais Dresden nicht nur präsentiert, sondern soll künftig auch ein Ort der Gastfreundschaft sein: Aus konservatorischen Gründen zwar nicht im Original, dafür aber in einem ihm vorgelagerten Raum, der Sitzgelegenheiten bietet, die denen in einem Damaszener Altstadthaus nachempfunden sind. Da steht immer Tee, man kann sich die Schuhe ausziehen, lesen – und alle sind willkommen.

Mehr Informationen zur Ausstellung

Damaskuszimmer

Adresse:
Japanisches Palais
Palaisplatz 11
01097 Dresden

Öffnungszeiten:
täglich, 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

Eintritt: frei

Chemnitz: Ausstellung über das Leben auf der Augustusburg

Vor 450 Jahren hat Kurfürst August von Sachsen das Schloss Augustusburg bei Chemnitz errichten lassen. Wie hat damals das Leben auf dem Schloss ausgesehen, was wurde dort gegessen und wie haben sich die Adeligen gekleidet? In der Sonderausstellung "Kurfürst mit Weitblick – Das Leben und Wirken von Landesvater August von Sachsen" erwartet Besucher und Besucherinnen eine multimediale Zeitreise durch das Schloss Augustusburg zur Zeit der Renaissance.

Zu den Exponaten aus der sächsischen Landes- und Kulturgeschichte gehören neben kostbaren Urkunden auch historische Rezepte sowie eine Reproduktion des Festkleides der Kurfürstin Anna. Zudem wurde eine technisch aufwendige 360-Grad-Projektionsshow installiert, die einem den Kosmos des Kurfürsten und seines Schlosses – angefangen bei der Jagd bis hin zum üppigen Festmahl – nahe bringt.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Fürst mit Weitblick"
bis 8. Januar 2023

Adresse:
Schloss 1
09573 Augustusburg

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich, 10 bis 17 Uhr
November bis März: täglich, 10 bis 16 Uhr
vom 6. bis 24. Dezember geschlossen

Leipzig: Panometer zeigt New York kurz vor 9/11

Der Künstler Yadegar Asisi ist für seine riesigen Rundgemälde bekannt und geliebt. In seinem neuesten Kunstwerk im Panometer Leipzig versetzt er Besucher und Besucherinnen in eine besondere Szene: Nach Manhatten, kurz vor dem Anschlag auf das World Trade Center. Im Mittelpunkt der Schau steht damit nicht der Terrorangriff selbst, sondern dessen weitreichende Folgen, die in den letzten 20 Jahren zu Tage getreten sind: Krieg und Terror, Angst und Paranoia. Asisi hat parallel dazu eine Ausstellung mit kleineren Installationen konzipiert. Ein Besuch im Panometer konfrontiert unweigerlich mit der Frage: Was kosten uns Krieg und Terror? Werden wir bereit sein, auch künftig diesen Preis zu zahlen? Ein bedrückendes Denkspiel – und ein 360-Grad-Blick auf die verletzbare Normalität im Alltag.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"NEW YORK 9/11 – Krieg in Zeiten von Frieden"
360-Grad-Panorama von Yadegar Asisi
Bis Anfang 2023

Adresse:
Panometer Leipzig
Richard-Lehmann-Str. 114
04275 Leipzig

Öffnungszeiten:
täglich, 10 bis 17 Uhr

Dresden: Zwinger Xperience

Mit dem Virtual-Reality-Fahrrad durch die Zeit reisen oder eine Ballonfahrt über das Zwingergelände wagen: In der multimedialen Ausstellung "Zwinger Xperience" kann man in die Geschichte des Dresdner Zwingers eintauchen.

Menschen sitzen in VR-Bikes
Mit dem Fahrrad durch die Zeit reisen: Das geht in der Ausstellung "Zwinger Xperience" Bildrechte: Thomas Schlorke

Was steckt hinter dem martialischen Namen "Zwinger"? Wie groß sollte der Bau eigentlich noch werden? Und warum war August der Starke so ein Orangen-Fan? Aufwendige Projektionen und Virtual-Reality lassen die Vergangenheit des berühmten Bauwerks und die utopischen Pläne von August dem Starken über ein Versaille in Dresden lebendig werden.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Zwinger Xperience"

Adresse:
Zwinger Dresden
Bogengalerie L
Theaterplatz
01067 Dresden

Öffnungszeiten:
täglich, 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr

Eintritt:
10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre): 3 Euro
Kombiticket für "Zwinger Xperience" und "Festung Xperience" (je 3 Tage gültig): 16 Euro, ermäßigt 13 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 5 Euro

Altersempfehlung:
für Kinder unter 6 Jahren ist die Ausstellung nicht geeignet

Museumsschätze in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Weißer Saal mit Kronleuchtern - so sieht der Spiegelsaal in Schloss Köthen aus
Im Spiegelsaal von Schloss Köthen Sie die Geschichte Sachsen-Anhalts entdecken, genauso wie beispielsweise im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Halle an der Saale. Bildrechte: Michael Moser

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 20. April 2021 | 17:10 Uhr