Empfehlungen Aktuelle Ausstellungen in Sachsen: Fotografie, Kunst, Grafiken

Unsere aktuellen Ausstellungs-Empfehlungen für diesen Herbst 2022: Leipzig zeigt Selbstportraits einer verschollenen Generation, Chemnitz präsentiert neue Grafiktrends, in Dresden gibt es Kunstinstallationen im öffentlichen Raum, in Noten von Heinrich Schütz versteckt sich auch Politik. Eine Übersicht unserer Ausstellungstipps für Sachsen, inkl. der wichtigsten Informationen für Ihren Besuch, wie Adressen, Eintrittspreisen und Öffnungszeiten.

Notendrucke liegen in einer Vitrine
Auch vor 350 Jahren konnte Musik schon politisch sein, sogar in den gedruckten Noten. Bildrechte: SLUB Dresden, Ramona Ahlers-Bergner

Leipzig: "Blick in den Spiegel" – Selbstportraits einer verschollenen Generation

Die Ausstellung "Blick in den Spiegel" im Mädler Art Forum Leipzig nimmt 50 Selbstbildnisse im Stil des expressiven Realismus von Künstlerinnen und Künstlern zwischen den zwei Weltkriegen in den Blick. Die Maler*innen gelten als "verschollene Generation": Sie sind nach dem zweiten Weltkrieg in der öffentlichen Wahrnehmung und der kunstgeschichtlichen Bewertung lange Zeit im Hintergrund geblieben – zu Unrecht, wie die Ausstellung zeigen will. Anders als die abstrakte Kunst der Nachkriegsära kennen die Selbstportraits dieser Künster*innen noch einen "Gegenstand": das Ich. Die Ausstellung in Leipzig zeigt diese so, wie sich selbst gesehen haben oder gesehen werden wollten – und würdigt die Verschollenen auf diese Weise.

Blick in einem Leipziger Ausstellungsraum mit Porträtbildern an den Wänden. 4 min
Bildrechte: Mädlerarteforum

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Der Blick in den Spiegel. Selbstbildnisse einer 'verschollenen Generation'"
27. Juli 2022 bis 14. Januar 2023
Mädler Art Passage I Grimmaische Strasse 2-4, Eingang B, 1. Etage, 04109 Leipzig
Geöffnet Mittwoch bis Samstag von 14 bis 18 Uhr
Freier Eintritt

Dresden: Interaktive Reise durch die Geschichte von Notre-Dame

Der Brand von Notre-Dame erschütterte 2019 die Welt, sieben Stunden lang stand die berühmte Kathedrale in Flammen. Mit dieser Szene beginnt die interaktive Ausstellung "Notre-Dame de Paris – Weltreise einer Kathedrale" im barocken Palais des Großen Gartens in Dresden. Auf circa 850 Quadratmetern wird die Geschichte von Notre-Dame mittels 3D und Augmented Reality aufgerollt – von den Plänen ihrer Erbauung bis zum Wiederaufbau.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Notre-Dame de Paris – Weltreise einer Kathedrale"
6. August bis 8. Januar 2023
Großer Garten I Hauptallee 10, 01219 Dresden
Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr

Chemnitz: Kunstsammlungen ehren Maler Michael Morgner mit großer Retrospektive

Die Kunstsammlungen Chemnitz blicken in einer großen Retrospektive auf die ereignisreiche Künstlerkarriere und das umfangreiche Werk des Malers, Grafikers und Bildhauers Michael Morgner zurück. In seinem Werk verarbeitet der 1942 in Einsiedel geborene Künstler allem voran existenzielle Themen wie Krieg, Verlust und Tod. Die Ausstellung mit dem Titel "Lebenslinien" zeigt Gemälde und Arbeiten auf Papier verschiedener Schaffensphasen, darunter auch Werke, die im Jahr 2020 durch einen Ankauf und eine großzügige Schenkung in die Kunstsammlungen kamen und erstmals dort präsentiert werden.

Informationen zur Ausstellung

  • "Michael Morgner. Lebenslinien"
  • Laufzeit: 24. Juli bis 31. Oktober 2022
  • Ausstellungsort: Kunstsammlungen am Theaterplatz I Theaterplatz 1, 09111 Chemnitz
  • Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag bis Sonntag, Feiertag: 11 bis 18 Uhr, Mittwoch 14 bis 21 Uhr

Kaisertrutz Görlitz: "Silber für Sklaven - Schätze des Mittelalters"

Eine spektakuläre Sonderschau in Görlitz widmet sich dem Thema "Silber für Sklaven - Schätze des Mittelalters". Ausgangspunkt sind archäologische Schatzfunde aus dem frühen Mittelalter. Die Silberschätze aus dem östlichen Deutschland, Polen und dem ganzen Ostseegebiet stammen aus der Zeit um 1000 und enthalten vielfach zerhackte Münzen und Schmuckstücke. Diese waren für den Handel wichtig, denn Hacksilber wurde für die in dieser Zeit üblichen Gewichtsgeldwirtschaft im östlichen und nördlichen Europa gebraucht, bei dem das Gewicht des Silbers den Wert bestimmte.

Was die Ausstellung in Görlitz zeigt: Es war vor allem der Menschenhandel, der die Menge an Silber in die Region gespült hat. Beim Sklavenhandel vor 1.000 Jahren wurden Männer, Frauen und Kinder als "Ware" nach Westeuropa, Spanien, Byzanz oder Zentralasien verkauft. Auch ihre Geschichte wird nun im Kaisertrutz erzählt.

Informationen zur Ausstellung

  • "Silber für Sklaven - Schätze des Mittelalters"
  • Laufzeit: 16. Juli 2022 bis 8. Januar 2023
  • Ausstellungsort: Kaisertrutz Görlitz I Platz des 17. Juni 1, 02826 Görlitz
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag: 10 bis 17 Uhr, Freitag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr (von November bis März nur Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet)

Leipzig: 200 Jahre Entzifferung der Altägyptischen Hieroglyphen

Zwei zusammengehörige Ausstellungen in Leipzig beschäftigen sich unter dem Motto "Neue Wege zu alter Weisheit" mit der ersten Entzifferung altägyptischen Hieroglyphen vor 200 Jahren. Dank dieses bahnbrechenden Durchbruchs konnte man die Schriften der uralten Hochkultur endlich deuten.

Die Ausstellung im Ägyptischen Museum "Georg Steindorff" der Universität Leipzig beschäftig sich mit der Geschichte der Enträtselung der Schriftzeichen. Diese ist dem französischen Wissenschaftler Jean-François Champollion zu verdanken, der mit Hilfe des berühmten mehrsprachigen Rosetta-Steins die entscheidenden Erkenntnisschritte gehen konnte. Eine Kopie dieses "Übersetzung-Steins" ist in der Ausstellung zu sehen. In der Schau geht es aber auch z.B. um die Motivationen der Kirche, ägyptische Texte lesen zu können oder um Hieroglyphen in heutigen Videospielen.

Rosetta Stone, Hieroglyphen
Mit Hilfe des dreisprachigen Rosetta-Steins konnten die darauf geschriebenen Altägyptischen Hieroglyphen zunächst in die anderen Sprachen und dann ins Französische bzw. Deutsche übersetzt werden. Bildrechte: IMAGO / VWPics

Parallel ist im Museum für Druckkunst die Parallelausstellung unter dem Titel "Hieroglyphen im Buchdruck" zu sehen, in der die Reproduktion der Hieroglyphen vom 19. Jahrhundert bis heute dokumentiert wird. Der erste umfangreichen Lettern-Zeichensatz wurde durch den Leipziger Schriftgießer Friedrich Nies 1835 produziert.

Mehr Informationen zu den beiden Ausstellungen

1. Ausstellung
"Neue Wege zu alter Weisheit – 200 Jahre Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen"
Ausstellung im Ägyptischen Museum der Uni Leipzig

15. Juli bis 13. November 2022

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 13 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Adresse:
Ägyptisches Museum "Georg Steindorff" der Universität Leipzig
Goethestraße 2, 04109 Leipzig

2. Ausstellung
"Neue Wege zu alter Weisheit – Hieroglyphen im Buchdruck"
Kabinett-Ausstellung im Museum für Druckkunst

3. Juli bis 11. September 2022

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
Sonntag: 11 bis 17 Uhr

Adresse:
Museum für Druckkunst
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Dresden: Kunstprojekt "Nordost Südwest" im öffentlichen Raum entdecken

Nord, Ost, Süd, West – seit Menschengedenken geben die vier Himmelsrichtungen Orientierung. Kulturell und politisch stehen sie aber auch für Grenz- und Konfliktlinien. Eine Annäherung und neue Erfahrungsräume zu schaffen, das versucht ein Kunstprojekt in Dresden. Unter dem Titel "Nordost-Südwest" zeigen internationale Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten in der robotron-Kantine – aber nicht nur dort, sondern verteilt über die gesamte Stadt, vom Schlossplatz an der Augustusbrücke bis zum Festspielhaus Hellerau.

Ein weiß bemaltes, verschlossenes Kiosk-Häusschen.
Das Kunstprojekt von Tim Kellner vom Rostocker Künstlerkollektiv SCHAUM gibt keine einfachen Antworten. Bildrechte: MDR/Grit Krause

Wer mit offenen Augen durch das Dresdner Zentrum geht, wird sie kaum übersehen: Installationen, aufgestellt an markanten Plätzen, zum Beispiel der kleine, selbst gezimmerte Holz-Kiosk am Schloss. Zu endecken gibt es viele künstlerischen Positionen aus dem Libanon, Polen oder Bosnien, die häufig Erfahrungen durch Krieg, Flucht und Diaspora verarbeiten. Für alle Arbeiten gilt: Sie suchen den Dialog zwischen Ost und West, zwischen dem globalen Süden und dem Norden.

Angaben zur Ausstellung

"Nordost Südwest" – Ausstellungen und Kunst im öffentlichen Raum

Bis 6. November 2022, unter anderem in der robotron-Kantine und am 30. September und 1. Oktober mit einem Performance-Festival auch im Festspielhaus Hellerau.

Dresden: Syrische Dekorationskunst im Damaskuszimmer

Das neu eröffnete Damaskuszimmer im Japanischen Palais Dresden ist ein einzigartiges Beispiel syrischer Dekorationskunst. Das Empfangszimmer aus dem 19. Jahrhundert wird erstmals vollständig aufgebaut präsentiert: Die Restaurierung, an der über 22 Restauratorinnen und Restauratoren unter anderem aus Syrien beteiligt waren, hat 25 Jahre gedauert. Die Inschriften sind nur eines der unzähligen Details, die es auf der reich verzierten Holztäfelung zu entdecken gibt – stilisierte Stadtlandschaften, Schalen mit unterschiedlichsten Früchten, Blumenvasen, vielfältige Ornamentik und das alles in einer großen Farbigkeit.

Im reichverzierten Damaskuszimmer schauen zwei Personen an die Decke.
Das Damaskuszimmer in Dresden wurde 25 Jahre restauriert. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Oliver Killig

Das rekonstruierte Damaskuszimmer wird im Japanischen Palais Dresden nicht nur präsentiert, sondern soll künftig auch ein Ort der Gastfreundschaft sein: Aus konservatorischen Gründen zwar nicht im Original, dafür aber in einem ihm vorgelagerten Raum, der Sitzgelegenheiten bietet, die denen in einem Damaszener Altstadthaus nachempfunden sind. Da steht immer Tee, man kann sich die Schuhe ausziehen, lesen – und alle sind willkommen.

Mehr Informationen zur Ausstellung

Damaskuszimmer
Japanisches Palais I Palaisplatz 11, 01097 Dresden

Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Dresden: "Schütz gedruckt!" – Warum Notendruck auch Politik sein konnte

Anlässlich des 350.Todestages des Komponisten und Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz (1585-1672) zeigt die Sächsische Landesbibliothek (SLUB) eine Ausstellung mit einem recht ungewöhnlichen Fokus. Anhand des Notendruckes seiner Werke wird gezeigt, wie Schütz diese Öffentlichmachung seiner Kunst auch strategisch im Geflecht von Musik, Politik und Gesellschaft einsetzte.

Ein aufgeschlagenes Buch mit Noten
Noten von Heinrich Schütz, Darunter Titel wie "Thue wohl deinem Knechte" oder "Die Fürsten verfolgen mich ohn Ursach" Bildrechte: SLUB Dresden, Ramona Ahlers-Bergner

Die Schau unter dem Titel "Schütz gedruckt!" erlaubt somit nicht nur einen Blick auf das künstlerische Schaffen des Komponisten, sondern auch auf die politische und soziale Welt. Was teilen beispielsweise die Titelbilder von Schütz' Noten mit? Warum erhielten manche Werke eine Widmung, andere hingegen nicht? Und auch die Herstellung als Papierdruck mit Wasserzeichen und die dem zugrund4eliegenden Gewerke des Buchdrucks und der Buchdruckerei spiegeln die beruflich-sozialen Gegebenheiten der damaligen Zeit des 17. Jahrhunderts.

Mehr Informationen zur Ausstellung

"Schütz gedruckt! Kommunizieren im Geflecht von Musik, Politik und Gesellschaft"

20. Juli bis 15. Oktober 2022

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr

Öffentliche Führungen immer mittwochs 17 Uhr und samstags, 14 Uhr (mit Anmeldung)

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Zellescher Weg 18, 01069 Dresden


Museum Gunzenhauser: Fotos erforschen Verhältnis zwischen Mensch, Arbeit und Maschine

In der Ausstellung "Tanz die Maschine" erinnert die Fotoserie von Einzelteilen einer Schreibmaschine an die Ästhetik eines Herbariums. Das Museum Gunzenhauser zeigt Arbeiten von Andrzej Steinbach und setzt sie in Beziehung zur industriekulturellen Vergangenheit von Chemnitz.

Der in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz aufgewachsene Andrzej Steinbach studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB). Seine Arbeiten wurden unter anderem vom Museum of Modern Art (MoMa) in New York und von der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland angekauft und ausgestellt.

Informationen zur Ausstellung

Andrzej Steinbach: "Tanz die Maschine"
Bild-, Portraitserien und Videoarbeiten
Museum Gunzenhauser
9. Jul 2022 – 16. Okt 2022

Stollberger Str. 2
09119 Chemnitz

Di, Do–So, Feiertag 11–18 Uhr Mi 14–21 Uhr

Pillnitz: Schloss zeigt DDR-Reisebesteck bis To-Go-Kaffeelöffel

Seit vorigem Jahr ist Plastikbesteck in der EU verboten – was aber ist die Alternative zur Wegwerf-Mentalität? Das fragt die konsumkritische Ausstellung "Spoon Archaeology" im Schloss Pillnitz. In drei Räumen des Wasserpalais zeigt das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Sammlung von Einwegbesteck aus aller Welt: klappbares Reisebesteck und Plastikeislöffel aus der DDR werden Löffeln aus Silber und Perlmutt aus dem 19. Jahrhundert gegenübergestellt. Bei aller Konsumkritik gegenüber Plastik erlaubt die Ausstellung auch Faszination – angesichts von Gestaltung, Form und Design, die dieses Material möglich gemacht hat.

Angaben zur Ausstellung "Spoon Archaeology"
Kunstgerbwerbemuseum Schloss Pillnitz
Bis 31. Oktober 2022

Öffnungszeiten:
täglich 10—18 Uhr, Montag geschlossen

Leipzig: Erster Computer, Gaming, Dating-Apps – Digitalisierung zum Anfassen

Kann man Digitalisierung in einer Ausstellung sichtbar oder greifbar machen? Das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig wagt den Versuch: Die Wechselausstellung #DeutschlandDigital zeigt neben einer Nachbildung des Zuse Z3, dem ersten Computer aus dem Jahr 1941, viele weitere spannende Exponate. Mit mehr als 400 Objekten, Fotos und interaktiven Medienstationen wird der Einfluss und die Wirkung der fortschreitenden Digitalisierung in Deutschland aber auch kritisch betrachtet. Besucherinnen und Besucher können außerdem Portale ganz modern durch eine Chipkarte öffnen und im "Open Space" ins Gespräch kommen.

Angaben zur Ausstellung #DeutschlandDigital
5. Mai bis 3. Oktober 2022

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Straße 6
04109 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
Am Wochenende und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.


Chemnitz: Überraschende Trends auf Grafik-Biennale

Wer bei Grafik vor allem an kleine Formate denkt, wird in Chemnitz überrascht werden: Bei der Grafik-Biennale in der Neuen Sächsischen Galerie zeigt sich ein Trend zum Riesenformat. Auch der Linolschnitt feiert ein Comeback und findet sich auf vielen der hundert Grafiken von Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen. Die Biennale steht unter dem Motto "Unter Null": eine Metapher für die zunehmende soziale Kälte. Diese wurde in den Arbeiten vielseitig gedeutet, mal witzig, mal skurill, mal direkt. Zu entdecken gibt es in Chemnitz zur diesjährigen Biennale viele individuelle Techniken, die aus den Druckgrafiken besondere Einzelobjekte machen. Noch bis zum 20. November sind diese zu sehen – die nächste Biennale findet erst 2024 wieder statt.

Angaben zur Ausstellung "Grafikbiennale 100 Sächsische Grafiken 2022 – UNTER NULL"
14. Biennale sächsischer Druckgrafik
Vom 20. September bis 20. November 2022

Neue Sächsische Galerie
Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V.
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz

Begleitprogramm:
Familiennachmittag "Überraschendes an der Druckpresse"
Sonntag, 25. September, 14 Uhr

Familiennachmittag "Memory-Karten selbst gedruckt"
Sonntag, 9. November, 14 Uhr

Öffentliche Führungen dienstags um 17 Uhr

Chemnitz: Ausstellung über das Leben auf der Augustusburg

Vor 450 Jahren hat Kurfürst August von Sachsen das Schloss Augustusburg bei Chemnitz errichten lassen. Wie hat damals das Leben auf dem Schloss ausgesehen, was wurde dort gegessen und wie haben sich die Adeligen gekleidet? In der Sonderausstellung "Kurfürst mit Weitblick – Das Leben und Wirken von Landesvater August von Sachsen" erwartet Besucher und Besucherinnen eine multimediale Zeitreise durch das Schloss Augustusburg zur Zeit der Renaissance. Zu den Exponaten aus der sächsischen Landes- und Kulturgeschichte gehören neben kostbaren Urkunden auch historische Rezepte sowie eine Reproduktion des Festkleides der Kurfürstin Anna. Zudem wurde eine technisch aufwendige 360-Grad-Projektionsshow installiert, die einem den Kosmos des Kurfürsten und seines Schlosses – angefangen bei der Jagd bis hin zum üppigen Festmahl – nahe bringt.

Angaben zur Ausstellung Die Ausstellung "Fürst mit Weitblick" ist bis zum 8. Januar 2023 zu sehen.

Adresse:
Schloss 1
09573 Augustusburg

Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr
November bis März täglich von 10 bis 16 Uhr
vom 6. bis 24. Dezember geschlossen

Leipzig: Panometer zeigt New York kurz vor 9/11

Der Künstler Yadegar Asisi ist für seine riesigen Rundgemälde bekannt und geliebt. In seinem neuesten Kunstwerk im Panometer Leipzig versetzt er Besucher und Besucherinnen in eine besondere Szene: Nach Manhatten, kurz vor dem Anschlag auf das World Trade Center. Im Mittelpunkt der Schau steht damit nicht der Terrorangriff selbst, sondern dessen weitreichende Folgen, die in den letzten 20 Jahren zu Tage getreten sind: Krieg und Terror, Angst und Paranoia. Asisi hat parallel dazu eine Ausstellung mit kleineren Installationen konzipiert. Ein Besuch im Panometer konfrontiert unweigerlich mit der Frage: Was kosten uns Krieg und Terror? Werden wir bereit sein, auch künftig diesen Preis zu zahlen? Ein bedrückendes Denkspiel – und ein 360-Grad-Blick auf die verletzbare Normalität im Alltag.

Angaben zur Ausstellung Adresse:
Panometer Leipzig
Richard-Lehmann-Str. 114
04275 Leipzig

Öffnungszeiten:
Täglich von 10 bis 17 Uhr

Dresden: Die Geschichte des Kultmopeds Simson

Mopeds aus dem Hause Simson werden schon lange nicht mehr hergestellt, sind aber immer noch auf den Straßen präsent und haben regelrecht Kultstatus. Die Sonderausstellung "Generation Simson – Mit 50 Kubik auf der Überholspur" im Verkehrsmuseum Dresden wirft einen Blick in die Ursprünge des Unternehmens, angefangen bei dem 1856 von den jüdischen Brüdern Löb und Moses Simson gegründeten Familienunternehmen, das von den Nationalsozialisten enteignet, nach dem Krieg als Rüstungsbetrieb eingestuft und demontiert wurde bis zum Simson-Moped und dem Ende der Firma 2002. Und natürlich gibt es viele "Simme"-Exemplare zu sehen.

Mehr Informationen Die Ausstellung "Generation Simson. Mit 50 Kubik auf der Überholspur" ist bis zum 6. November 2022 im Verkehrsmuseum Dresden zu sehen.

Johanneum am Neumarkt
Augustusstraße 1
01067 Dresden

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Am Oster- und Pfingstmontag ist das Museum zusätzlich geöffnet.

Dresden: Zwinger Xperience

Mit dem Virtual-Reality-Fahrrad durch die Zeit reisen oder eine Ballonfahrt über das Zwingergelände wagen: In der multimedialen Ausstellung "Zwinger Xperience" kann man in die Geschichte des Dresdner Zwingers eintauchen.

Menschen sitzen in VR-Bikes
Mit dem Fahrrad durch die Zeit reisen: Das geht in der Ausstellung "Zwinger Xperience" Bildrechte: Thomas Schlorke

Was steckt hinter dem martialischen Namen "Zwinger"? Wie groß sollte der Bau eigentlich noch werden? Und warum war August der Starke so ein Orangen-Fan? Aufwendige Projektionen und Virtual-Reality lassen die Vergangenheit des berühmten Bauwerks und die utopischen Pläne von August dem Starken über ein Versaille in Dresden lebendig werden.

Informationen zur Ausstellung Ausstellung "Zwinger Xperience"

Dresdner Zwinger
Bogengalerie L
Theaterplatz
01067 Dresden

Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr

Eintritt einzeln:
10 Euro, ermäigt 8 Euro
Kinder 6 bis 16 Jahre: 3 Euro
Altersempfehlung: für Kinder unter 6 Jahren ist die Ausstellung nicht geeignet

Kombiticket für "Zwinger Xperience" und "Festung Xperience":
(je 3 Tage gültig)
16 Euro, ermäßigt: 13 Euro
Kinder 6 bis 16 Jahre: 5 Euro

Museumsschätze in Mitteldeutschland

Kultur

Eine bäuerliche Küche um 1900 mit Gerätschaften
In einem nordsächsischen Mittelbauernhof des frühen 19. Jahrhunderts wurde in der Gemeinde Zabeltitz im Jahre 1982 ein volkskundliches Museum eingerichtet. Der Hof präsentiert auf seinem Gelände bäuerliche Maschinen und Geräte der Region und vermittelt durch die originalgetreu restaurierten und eingerichteten Wohnräume einen Eindruck von der Lebensweise der Landbevölkerung um 1900. Bildrechte: imago images/Sylvio Dittrich

Kultur

Weißer Saal mit Kronleuchtern - so sieht der Spiegelsaal in Schloss Köthen aus
Im Spiegelsaal von Schloss Köthen Sie die Geschichte Sachsen-Anhalts entdecken, genauso wie beispielsweise im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Halle an der Saale. Bildrechte: Michael Moser

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 20. April 2021 | 17:10 Uhr