Umweltbewusste Sängerin Ute Freudenberg über ihren Plastikverzicht: Ich bin die ersten Jahre ausgelacht worden

Seit fast zwanzig Jahren versucht Ute Freudenberg, wo es nur geht, auf Plastik zu verzichten. Im Schlagerwelt-Interview sagte sie nun, dass sie anfangs deshalb ausgelacht worden sei. Das habe sich jetzt aber geändert.

Ute Freudenberg
Sagt konsequent "Nein" zu Plastik: Ute Freudenberg. Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

"Ich trinke seit 2002 überhaupt nichts mehr, nicht einen einzigen Schluck aus irgendeiner Plastikflasche." Einige Fans dürfte dieser Satz von Ute Freudenberg überrascht haben. Es ist ein Aspekt in ihrem Leben, den viele vielleicht noch nicht kennen, aber die 65-Jährige ist sehr umweltbewusst und versucht schon seit Jahren, wo es nur geht, auf Plastik zu verzichten.

Als "Meine Schlagerwelt" sie am Dienstag zu ihrem 65. Geburtstag mit einem kleinen Dinner überraschte, wurde sorgfältig darauf geachtet, dass nichts in Plastik verpackt war. Im Interview sprach sie dann auch über ihre Beweggründe.

Ich habe 2002 einen Vortrag gehört von einem Biophysiker, (...), und dieser Vortrag hat mein Leben verändert, weil er darin schildert, was die Weichmacher im Plastik machen mit den Getränken die da drin sind. (...) Wir wissen mittlerweile, dass unsere ganzen Meere durch Nano-Plastiken völlig verseucht sind und, dass in jeder Kosmetik und überall ist Plastik drin.

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Tatsächlich wiesen Forscher in den letzten Jahren immer wieder Mikro-Plastik im Meerwasser, aber auch in vielen Lebewesen, inklusive des Menschen, nach. Ute Freudenberg engagiert sich mit ihrem Plastikverzicht also auch für mehr Umweltbewusstsein. Das eigene Leben möglichst plastikfrei zu gestalten, ist aber nicht ganz einfach. Als sie 2002 damit anfing, hatten nur Wenige dafür Verständnis.

Ich bin die ersten Jahre ausgelacht worden. (...) Ich schlepp ja überall mein Wasser mit hin, in meinen Glasflaschen. Da hat man mich die ersten Jahre belächtet. Jetzt lächelt keiner mehr, jetzt machen es viele nach und das finde ich toll. Ich möchte das Bewusstsein wecken, dass wir alle ein bisschen mehr aufpassen und, dass wir uns ein Wissen anschaffen um die Dinge, um es dann besser zu machen.

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