Boosterimpfung Wer bekommt bereits Corona-Auffrischungsimpfungen?

Jessica Brautzsch
Bildrechte: MDR/Markus Geuther

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus steigen wieder. Politik und Wissenschaft fordern deshalb ein schnelleres Vorgehen bei den Boosterimpfungen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es die Auffrischungsimpfungen vor allem bei den Hausärzten.

Neben drei Spritzen befinden sich Buchstabenwürfel mit dem Schriftzug Boosterimpfung.
Die Auffrischungsimpfungen sollen ausschließlich mit mRNA-Impfstoffen erfolgen. Bildrechte: imago images/Steinach

Anfang des Jahres wurden überall in Deutschland Impfzentren aufgebaut. Hier sollte gestaffelt nach Priorisierungsgruppen die ganze Republik nach und nach gegen das Coronavirus immunisiert werden. Mittlerweile ist ein Großteil dieser Impfzentren abgebaut. In den Übrigen wird weiter geimpft, genauso wie durch mobile Impfteams oder beim Haus- oder Betriebsarzt.

Dort bekommen auch die Bürgerinnen und Bürger aus Thüringen ihre Auffrischungsimpfungen, erklärt Annette Rommel, erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen: "Die Impfzentren sind jetzt geschlossen. Dann gibt es noch Impfstellen bis zum 31.12. und da gibt es Aktionen – das sind die Erst- und Zweitimpfungen und es werden an den Impfstellen auch Drittimpfungen durchgeführt. Idealerweise geht man zum Hausarzt, dem Arzt seines Vertrauens und kann da die Boosterimpfung bekommen."

Boosterimpfung in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt liegt das Impfen vor allem in ärztlicher Hand. Auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt findet sich für jeden Landkreis eine Liste mit impfenden Ärztinnen und Ärzten.

Auch Sachsen empfiehlt, sich eine Auffrischungsimpfung beim Hausarzt zu holen. Diese sollen zusammen mit mobilen Impfteams auch nicht-mobile und in Pflegeheimen betreute Bürgerinnen und Bürger immunisieren. Gerade für Bewohnerinnen und Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen sei die Boosterimpfung empfohlen – unter anderem.

Empfehlung zur Auffrischungsimpfung

Laut Annette Rommel von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen gibt es eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission, dass sich Personen über 70 sowie Personen mit Immundefizit eine Boosterimpfung holen. Außerdem werde die dritte Impfung für alle Menschen empfohlen, die in empfindlichen Bereichen leben – also beispielsweise Menschen, die ältere Menschen im Gesundheitswesen betreuen oder in Kindertagesstätten arbeiten.

Vor dieser Empfehlung hatte sich die Gesundheitsministerkonferenz allerdings darauf geeinigt, dass schon Menschen ab 60 Jahren die dritte Impfung erhalten sollten. Annette Rommel hält an dieser Empfehlung fest. Auch jüngere Menschen können ihrer Ansicht nach eine Auffrischungsimpfung bekommen: "Die STIKO empfiehlt und der Arzt ist natürlich in der Lage seine Entscheidung persönlich zu treffen und auch jüngere Menschen entsprechend das dritte Mal zu impfen."

mRNA-Impfstoffe für die dritte Dosis

Voraussetzung für die dritte Impfung ist alleine, dass die erste Immunisierung mindestens sechs Monate zurückliegt. Anders als bei der ersten und eventuellen zweiten Impfung gibt es diesmal ausschließlich mRNA-Impfstoffe – also den Impfstoff der Hersteller Biontech oder Moderna. Nur Menschen, die vor oder nach den ersten Impfungen eine nachgewiesene Covid-19-Infektion hatten, sollen keine Auffrischungsimpfung erhalten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Oktober 2021 | 08:26 Uhr

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