Gefahr durch Altmunition Waldbrand in der Lieberoser Heide ausgebrochen

In der Lieberoser Heide in Brandenburg ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer lodert nach Angaben des brandenburgischen Waldbrandschutz-Beauftragten auf einer Fläche von etwa zehn Hektar. Die Feuerwehr versucht mit einem Großaufgebot, den Brand einzudämmen. Erschwert werden die Arbeiten, weil im Boden alte Munition vermutet wird.

Ein Schild vom Landesbetrieb Forst Brandenburg mit den Waldbrandgefahrenstufen steht auf der höchsten Stufe mit der «5 sehr hohe Gefahr».
Wegen anhaltender Trockenheit und hoher Temperaturen ist die Waldbrandgefahr auch in Mitteldeutschland weiterhin sehr hoch. Bildrechte: dpa

In der Lieberoser Heide ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer lodert nach Angaben des brandenburgischen Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel vom Montag auf einer Fläche von etwa zehn Hektar. Die Feuerwehr versuche mit einem Großaufgebot, den Brand einzudämmen. Die einzig gute Nachricht: Bislang habe sich der Brand noch nicht ausgeweitet, sagte Engel.

Gefahr durch Weltkriegsbomben

Die Arbeiten werden erschwert, weil das Gebiet kampfmittelbelastet ist. Ein Löschhubschrauber der Bundespolizei sei im Einsatz. Ein Polizeihubschrauber fliegt mit einer Wärmebildkamera zur Lageerkundung über das Gebiet. Eingesetzt werden solle auch ein neues Pumpensystem, um das Wasser auf die Fläche zu bringen.

Waldbrandgefahr bleibt weiterhin hoch

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Lieberoser Heide loderte ein Feuer Ende Juni 2019 auf 100 Hektar. Die Gefahr von Bränden dort bleibt bei der großen Trockenheit und den derzeitigen Temperaturen hoch.

Brandenburg hat den größten Anteil an munitionsbelasteten Gebieten in Deutschland. Aber auch auf ehemaligen Truppenübungsplätzen wie im sächsischen Gohrischheide liegt jede Menge Altmunition herum, die Phosphor enthält. "30 bis 40 Grad Celsius reichen da schon, damit sich das entzündet", erklärte der Waldschutz-Experte Michael Müller gegenüber dem MDR. Für diese Gebiete müsse eine Lösung gefunden werden, sagt Müller und plädiert beispielsweise für mehr autonome Löschsysteme.

dpa(nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Juli 2022 | 14:30 Uhr

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