Gasfüllstände Gefahr einer Gasmangellage "äußerst unwahrscheinlich"

Derzeit sehen die Betreiber von deutschen Gasspeichern kein großes Risiko einer Gasmangellage – sofern die winterlichen Temperaturen eher mild bleiben. Seit ein paar Tagen nehmen die Speicherstände zwar ab, aber nur sehr langsam. Die Bundesnetzagentur erinnert weiterhin ans Energiesparen, denn die Einsparungen liegen unter dem Ziel von 20 Prozent.

Die Anlage des Erdgasspeichers (Astora GmbH) in Rehden.
Die Gasspeicher sind aktuell ausreichend gefüllt – sofern es nicht gravierend kälter wird. Bildrechte: dpa

Die Gefahr einer Gasmangellage im Winter ist nach Einschätzung der Speicherbetreiber in Deutschland weiter gesunken. Grund seien die verstärkten Einsparungen beim Gasverbrauch, teilte die Initiative Energien Speichern (Ines) am Freitag mit. Ines ist der Zusammenschluss von 14 Speicherbetreibern und repräsentiert nach eigenen Angaben über 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten.

Voraussetzung sei, dass "keine extrem niedrigen Temperaturen" auftreten und dass die "aktuell starken Verbrauchseinsparungen weiterhin anhalten", dann komme Deutschland auch gut durch diesen Winter, erklärte die Initiative. Zwar könnten Mangellagen "noch nicht vollständig ausgeschlossen werden", sie seien aber "äußerst unwahrscheinlich".

Die Einhaltung der Füllstandsvorgabe von 40 Prozent Anfang Februar sei für Deutschland nur bei sehr kalten Temperaturen herausfordernd, hieß es weiter. Derzeit sind die Speicher nach Angaben der Bundesnetzagentur zu fast 96 Prozent gefüllt.

In allen betrachteten Szenarien sei auch eine erneute umfangreiche Befüllung der deutschen Gasspeicher vor dem nächsten Winter möglich. Dafür sei aber ein hohes Importaufkommen von Flüssigerdgas (LNG) nötig – vergleichbar mit dem Niveau vom November dieses Jahres. Ines untersuchte drei Szenarien: normale Temperaturen wie im EU-Wetterjahr 2016, warme Temperaturen wie im europäischen Winter 2020 und kalte Temperaturen wie im Winter 2010, als häufig zweistellige Minusgrade gemessen wurden.

Sparziel von 20 Prozent verfehlt

Die Bundesnetzagentur hatte am Donnerstag darauf hingewiesen, dass aktuell der Gasverbrauch gestiegen und das Einsparziel von 20 Prozent in Vergleich mit den Vorjahren "erstmals verfehlt" worden sei. Demnach lag der Gasverbrauch in der 48. Kalenderwoche 13 Prozent unter dem Durchschnittsverbrauch der vergangenen vier Jahre, stieg aber im Vergleich zur Vorwoche um 14 Prozent an.

Es sei "deutlich zu wenig Gas eingespart" worden, twitterte Behördenchef Klaus Müller. Im ARD-"Morgenmagazin" am Freitag appellierte Müller noch einmal: "Wenn das ein Ausreißer bleibt –okay, stecken wir weg. Aber das sollte im Dezember, Januar, Februar wieder etwas besser werden."

Das Nachrichtenradio

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