Höhere Kosten Bauernverband: Viele Gewächshäuser bleiben leer

Wegen der steigenden Energiepreise rechnet der Bauernverband damit, dass der Gemüse-Anbau in Deutschland deutlich zurückgeht. Ob deshalb Gemüse noch teurer wird, bleibe abzuwarten, erklärte der Verband.

Gewächshaus mit frischen Beeten
Bauernverband: Wegen steigender Preise für Energie, Dünger und Personal könnten viele Gemüsebauern auf die Anzucht verzichten (Symbolbild). Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

Der Deutsche Bauernverband warnt angesichts der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs vor einem Rückgang des Gemüseanbaus in Deutschland. Verbandsvertreterin Lilian Heim sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", viele Gewächshäuser blieben derzeit einfach leer. Angesichts der hohen Preise für Energie, Düngemittel sowie fürs Personal lohne sich die Aufzucht nicht. Betroffen sei beispielsweise der Anbau heimischer Tomaten, Gurken oder Topfkräuter.

Auswirkungen auf Supermarkt-Preise noch unklar

Gewächshausbetreiber würden derzeit sehr genau abwägen, ob sich die Aufzucht entsprechender Setzlinge lohne, sagte Heim. Deshalb werde das Angebot deutscher Produkte zunächst einmal wohl zurückgehen. Was das für die Preise in den Supermärkten bedeute, bleibe abzuwarten. Preissteigerungen seien aber schon jetzt zu beobachten.

Die Energiepreise sind aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen.

Fast 40 Prozent einheimisches Gemüse

Nach Angaben der Daten-Plattform Statista werden 37 Prozent des Gemüses in Deutschland selbst hergestellt, alles Weitere wird importiert. Gemüse und Kartoffeln machten demnach knapp 13 Prozent der Verkaufserlöse deutscher Landwirte aus.

epd/AFP (kkö)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. März 2022 | 10:00 Uhr

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